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Das Italowestern-Archiv
Django - der Rächer (Texas addio)

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Django spricht eine klare Sprache (Franco Nero, "Django - der Rächer)

AT: Django 2

 

 

R: Ferdinando Baldi; B: F.B., Franco Rossetti; K: Enzo Barboni; M: Anton Garcia Abril; D: Franco Nero, Alberto dell`Acqua ("Cole Kitosch"), José Suarez, Elisa Montes

 

Django (Franco Nero), der im Original allerdings Burt Sullivan heißt, ist Sheriff des kleinen texanischen Städtchens White Rock. Seine Devise: "Wer hier umgelegt wird, das bestimme ich." Eines Tages fällt ihm ein, dass er noch eine Rechnung offen hat mit dem mexikanischen Banditen Cisco Delgado (José Suarez), der einst seinen Vater umlegte. Django schmeißt kurzerhand die Brocken hin und macht sich mit seinem Bruder Jimmy ("Cole Kitosch") nach Mexiko auf. Delgado beherrscht inzwischen das anarchische Gemeinwesen Sierra Ochada und verdient seine Brötchen mit Sklavenhandel und Waffenschiebereien. Zur Entspannung von seinen Schurkereien lässt er den Tag schon mal mit eine Daddelrunde auf der Kirchenorgel ausklingen, die den Living Room seiner Hacienda ziert, wie ein paar Jahre später der göttliche Dr. Phibes ;-). Bis zur endgültigen Klärung der doch recht verfahrenen Familienangelegenheiten häufen Django und sein Brüderchen in Sierra Ochada ähnlich viele Leichen an, wie weiland die Pest in Europa.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Gelungener Western von Ferdinando Baldi aus dem Jahr 1966. Klassisch ist die gewalttätige Grundstimmung: Getötet wird wie am Fließband, doch davon lässt sich niemand wirklich beeindrucken. So wienert etwa Spülhilfe Paquita mit Hingabe die Theke ihres Saloons, obwohl dort vier frische Leichen der Entsorgung harren. Nach getaner Arbeit sammelt sie erstmal den Dollar auf, der auf dem Saloonboden liegt. Durchweg gut auch die schauspielerischen Leistungen, allen voran José Suarez, der Delgado mit einer gewissen Ambivalenz ausstattet: irgendwie angepisst von seinem Tun, das ihm nur noch durch dessen sadistischer Ausgestaltung etwas Freude bereitet.

 

Bewertung: $$$+

 

Bodycount: 2 Gringos  2 Frauen  ca. 65 Mexikaner

 

Explizite Brutalitäten:

Cisco Delgado organisiert Scheinhinrichtungen von Kleinbauern, die nicht willens sind, ihr Land abzutreten: Er schießt die Unglücklichen kurz vorm Exitus vom Galgen. Anschließend werden sie mit einem Brandeisen gequält, um dann schlussendlich doch ein Stück Blei in die Stirn zu bekommen.

 

Liebe: 0/10

 

Splatter: 1/10

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