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Das Italowestern-Archiv
Django und Sartana - die tödlichen Zwei (Una lunga Fila di Croci)

R, B: Sergio Garrone, K: Franco Villa; M: Vasco & Mancuso; D: Antonio de Teffè (Anthony Steffen”), William Berger; Riccardo Garrone, Mario Brega

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (Tele 5)

 

An der mexikanischen Grenze gibt’s ein Problem: Von amerikanischen Geschäftemachern unterstützte Schleuserbanden bringen hunderte illegale mexikanische Arbeiter in die USA. Dabei scheuen sich die Banditen nicht, ihre Fahrgäste ruck-zuck in die Ewigen Jagdgründe zu befördern, wenn ein Transport aufzufliegen droht. Ein gutes Jagdrevier für einen Kopfgeldjäger wie Django („Anthony Steffen“), im Original Johnny Brandon, der hier reichlich Ware zum Eintüten vorfindet. Doch erhält er Konkurrenz: den bibelfesten, schwarzgewandeten Sartana („Willam Berger“), im Original Everett Murdock, der mit seiner siebenläufigen Flinte ordentliche Löcher ins Banditensortiment reißt. Da liegt es nahe, dass man sich zusammentut, um das Zentrum der Schleuser, das mexikanische Kaff Nogales, gemeinsam auszuheben. Hier führt Banker Fargo (Riccardo Garrone) das große Wort, der um sich eine Truppe gesammelt hat, deren Eliminierung der kleinen Kopfgeldjäger-AG rund 20.000 Dollar einbringen würde. Fargo stinkt es gewaltig, als ihm Django und Sartana seine Mannschaft heftig ausdünnen. Er zahlt beiden jeweils 20 Riesen, damit sie einen ehrbaren Geschäftsmann weiter seiner Tätigkeit nachgehen lassen. Aber Allianzen sind fließend, und was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

 

I 1969

 

Zitate:

„Wenn’s das nächste Mal knallt, bis Du die Leiche.“ (Django zu einem Delinquenten)

 

„Es gibt etwas, was ich nicht vertragen kann: zu verlieren.“ (Fargo)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Wieder ein Cheapo-Italowestern aus der Hand von Sergio Garrone, dem seine eigentlich nach wie vor aktuelle Schleuser-Geschichte, zugunsten der Action aus den Augen gerät. Stattdessen konzentriert sich der Plot zunehmend auf das bleihaltige Wirken der beiden Kopfgeldjäger. Alle Figuren haben keine Geschichte und keine Zukunft, sind also völlig egal. Das ist zwar nicht ungewöhnlich im SW und nicht weiter schlimm: Aber leider ist auch die Action so spannungsarm wie die reduzierte Story, dass sich schleichend Langeweile breit macht - zumal der Film auch atmosphärisch nicht punkten kann. Immerhin haben Villa und sein Kameramann Aristide Massaccesi gute Arbeit geleistet; neben dem eher unauffälligen Score von Vasco & Mancuso mit wenigstens schönem Trompeten-Hauptthema einer der Pluspunkte dieses Films.

 

Rating: $$$-

 

Bodycount: ca. 40 Gringos, ca. 30 Mexikaner + ca. 50 Flüchtlinge, 1 Frau

 

Explizite Brutalitäten:

- Fargo legt einen alten Mexikaner um, weil der seinen Kumpel, der während einer Armeekontrolle im Versteck husten musste, vor Fargos Zorn schützen wollte. Der Kumpel entwischt verwundet.

- Django kriegt von Fargos Leuten eine schöne Tracht Prügel mit allerhand Nicklichkeiten wie beispielsweise Tequila auf offene Wunden und dergleichen mehr. Anschließend muss er sein Grab schaufeln.

 

Liebe:

In einem Nebenplot knuddeln der Arbeiter José und seine Gattin (Mariangela Giordano): 1/10

 

Splatter:

Das übliche: ein paar Beulen, ein Kopfschuss: 1/10

 

Spezialitäten:

Sartana hat eine coole siebenläufige Schrot(?)-Flinte und trinkt ausschließlich Milch

 

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