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Das Italowestern-Archiv
Die Killermeute (Napoli spara)

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Ida Galli findet Bahnfahren echt scheiße

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Massimo Seda (r.) hat seine kleinen Kumpels mirgebracht

R: Mario Caiano; B: Gianfranco Clerici, Vincenzo Mancino, Antonio Visone; K: Pier Luigi Santi; M: Francesco De Masi; D: Leonardo Manzella (“Leonard Mann”), Henry Silva, Massimo Seda, Jeff Blynn

 

Quelle: VHS (VPS)

 

Kommissar Belli (Leonardo Manzella) ist neu in Neapel. Er landet in einen gewaltigen Verbrechenssumpf, dessen Auswüchse in beinahe täglichen brutalen Bank- und Straßenüberfällen oder Schießereien unter rivalisierenden Syndikaten zutage treten. Belli, der sich auch ohne Schnauzbart Marke „Maurizio Merli“ Respekt verschaffen muss, tritt den Gangstern mit der gebotenen Härte entgegen. Hauptwidersacher ist der Geschäftsmann Santoro (Henry Silva), der zwar höchst selbst an den Verbrechen seiner Gang teilnimmt, aber über ein Riesenheer von Freunden und gekauften Zeugen verfügt, um eine saubere Weste zu behalten. Die Luft für Belli wird noch dünner, als man ihn verdächtigt, mit den Gangstern zu paktieren. Doch der Kommissar findet einen heiklen Punkt in Santoros Vergangenheit, denn der ermordete einst den Sohn seines väterlichen Mentors, Don Alfredo. Der alte Don hängt zwar zumeist im Liegestuhl bei ein paar gepflegten Cocktails ab, ist aber immer noch Herr über Leben Tod in Neapel. Belli lässt nun die einzige Zeugin des zurückliegenden Mordes („Evelyne Stewart“ aka Ida Galli) aus Frankreich ranschaffen, um Santoro eine tödliche Falle zu stellen.

 

I 1977

 

Zitate:

„Geld bedeutet mir nichts.“ (Santoro lügt, ohne rot zu werden)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Als eine Art Serial zu „Camora – Ein Bulle räumt auf“ konzipiert, bietet auch dieser Film eine harte Grundatmo und geizt nicht mit den von uns Polizotti-Fans geschätzten Brutalitäten. Mal kriegt eine fliehende Bankkundin ein Gangsterknie ins Gekröse, oder es wird eine Familie mit ihrem Fiat Topolino durch einen Tanklaster von der Strada geblasen, dessen Fahrer wiederum den Fangschuss durch Kommissar Belli aus nächster Nähe erhält. Dass die Gangster zudem gnadenlos alles niedermähen, was so was ähnliches wie eine Uniform trägt, ist selbstverständlich. Dazu hat Francesco De Masi einen passenden Score mit druckvollem Bläsersatz und funky Gitarren gezimmert. So weit, so gut.

Leider wird die Geschichte durch zahlreiche Nebenhandlungen verwässert, die kaum etwas mit dem Hauptstrang zu tun haben: Das kostet Tempo und Spannung. Am übelsten stößt hier die Geschichte um den kleinen Kommissars-Schützling, den schlauen und alerten Nachwuchsganoven Gennarino (Massimo Seda) auf, die dann auch den süßlichen Schluss beisteuert. Die Nebenhandlung um einen mutmaßlichen Kinderschänder ist anscheinend nur wegen der Kastrationsszene im Knast aufgenommen worden; der brutale Straßenraub bringt eine Verfolgungsjagd mit Vespa und Taxi, und die Tanklasterepisode spendiert immerhin den blutigen Autobahnunfall.

 

Rating: $$$

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