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Das Italowestern-Archiv
Das Geheimnis des Lebens (Lifespan)

AT:

Lebenserwartung

R: Alexander Whitelaw; B: A.W., Judith Roscoe, Alva Ruben; K: Eddy van der Enden; M: Terry Riley; D: Hiram Keller, Tina Aumont, Klaus Kinski, Franz Mulder

 

Quelle: VHS (Arcade)

 

Der ehrgeizige US-Nachwuchsgerontologe Ben Land (Hiram Keller) kommt auf Einladung seines Freundes Dr. Linden (Eric Schneider) als Gastwissenschaftler an die Amsterdamer Uni. Doch Linden zeigt einen bisher unbekannten Hang zur Schwermut: Kurz nach Eintreffen des Amerikaners hängt er sich auf. Land, der das Forschungsprogramm seines Kollegen übernehmen soll, entdeckt, dass sämtliche relevanten Unterlagen der jüngsten Vergangenheit verschwunden sind. Rätsel geben auch Lindens Versuchstiere auf: Mäuse, die sich trotz ihres weit fortgeschrittenen Alters offensichtlich bester Gesundheit erfreuen. Er entdeckt, dass Linden, offiziell mit einem Grippemedikament beschäftigt, im Auftrag eines Schweizer Pharmakonzerns an einem Mittel gegen das Altern geforscht hatte. Dabei hatte er auch an gutgläubigen Bewohnern eines Altersheims Menschenversuche unternommen: Die Toten in Folge falscher Dosierungen wurden als Opfer einer Grippeepedemie vertuscht. Mit Hilfe von Anna (Tina Aumont), Lindens ehemaliger Geliebter, lernt Land Nicholas Ulrich (Klaus Kinski) kennen, Chef des besagten Pharmakonzerns. Ulrich, besessen von der Idee ewigen Lebens, drängt Land, die Forschungen Lindens fortzusetzen.

 

GB/NL/B/USA 1974

 

Zitate:

„Der Arme hat sich zu früh umgebracht: So hat er nicht mehr erfahren, dass er Erfolg gehabt hat.“ (Ulrich über Linden)

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Atmosphärischer Gruselthriller, der weniger auf oberflächliche Spannung als vielmehr auf seine unheimliche und dekadente Grundstimmung setzt. Das Grauen zieht allmählich und unmerklich auf, je weiter Dr. Berg den Arbeiten seines Freundes auf die Spur kommt. Dabei steigert er sich immer mehr in eine krankhafte Angst vor dem Alter hinein: einen Wahn, der zuerst seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit und seinen medizinischen Ethos untergräbt und in dem sich zunehmend Realität und Vision unentwirrbar vermischen. Zusammen mit den düsteren, gedeckten Bildern, den glaubwürdigen Darstellern und dem zwischen moderner Klassik und Elektronik wechselnden Score ergibt sich zwar kein Klassiker, aber ein Film, der einen Blick wert ist. Hey, ich mag diesen europäischen Scheiß! Nachteilig ist allerdings das geschwätzige Voice-over, in dem Ben in den meisten Szenen sein Innenleben ausbreitet.

 

Rating: $$$+

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