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Das Italowestern-Archiv
Hasse Deinen Nächsten (Odia il Prossimo tuo)

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Noch eine "glückliche Familie: Nicoletta Machiavelli, Spiros Forcas

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Luigi Montefiori sucht Stunk

R: Ferdinando Baldi; B: F.B., Luigi Angelo, Roberto Natale; K: Enzo Serafin; M: Robby Poitevin; D: Spiros Focas (“Clyde Garner”), Luigi Montefiori (“George Eastman”), Roberto Risso (“Robert Rice”), Horst Frank

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (Tele 5)

 

Als Bill Dakota in Silver City mit hängender Zunge um Hilfe heischt, weil ihm der Gunslinger Gary Stevens (Luigi Montefiori) an den Hacken klebt, zeigen ihm die Bürger, inklusive des Sheriffs (Franco Fantasia) die kalte Schulter. Das Ende vom Lied: Gary nimmt Dakota den Plan für eine Goldmine ab und tütet ihn nebst Gattin ein. Da ihm selbst die Kohle fehlt, die Bonanza auszubeuten, nimmt Gary im Mexiko den Sado-Banker Chris Malone (Horst Frank) mit ins Boot, dem er eine Hälfte des Planes aushändigt. Im Gegenzug erhält er grünes Licht, Malones Bank auszuräumen, um die Kosten auf die Versicherung abzuwälzen. Doch Malone verarscht seinen Partner kräftig und informiert im Vorfeld die Federales, die Garys gesamter Gang während des Überfalls einen gepfefferten Bleieinlauf verpassen. Gary selbst wird anschließend vom Bankdirektor selbst in die Mangel genommen, um seine Planhälfte rauszurücken. Bevor es dazu kommt, befreit diesen aber Ken Dakota (Spiros Focas), der zusammen mit dem Totengräber Duke (Roberto Risso) inzwischen auf Rachefeldzug für seinen ermordeten Bruder ist. Nachdem sie ihm seine Planhälfte abgeknöpft haben, liefern Ken und Duke den Killer der Justiz aus, die ihm einen Abgang mit Strick um den Hals bescheren möchte. Doch nun wiederum ist Chris am Zug, der den Delinquenten vom Galgen befreit. Gary entführt Kens kleinen Neffen, um wieder an seinen Plan zu kommen. Alles trifft sich auf Chris’ feudalem Besitz, um die Sache zu zielführend regeln.

 

I 1968

 

Zitate:

„Sie sind wohl einer von den Bürgern, die noch an Gerechtigkeit glauben? Dann sind Sie ein verdammter Idiot: In dieser Gegend ist die Gerechtigkeit schon lange auf dem Boot-Hill begraben – und das Mitgefühl gleich mit. Auf das Gesetz können Sie hier scheißen.“(Duke zu Ken)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Recht ansehnlicher Baldi-Western, dem zum Ende hin allerdings immer mehr der Saft ausgeht. Der Film beschreibt weniger die Geschichte einer Rache, wie vielerorts zu lesen, denn Ken ist ein doch sehr halbherziger Rächer. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Jagd nach dem Minenplan, die mit harten Bandagen geführt wird. Ken liefert Gary zwar der Gerichtsbarkeit aus, aber erst als ihn dieser sehr gewalttätig versucht, aus dem Spiel zu nehmen: Vorher zeigt er sich durchaus an einer geschäftlichen Verbindung interessiert, nachdem er erfährt, was tatsächlich hinter dem Mord an seinem Bruder steckt. Die Schauspieler ziehen durch die Bank routiniert ihren Job durch, weder sonderlich inspiriert, geschweige denn schlecht. Für den dezenten Humor ist diesmal Roberto Risso zuständig: mit loser Klappe, Brille und Vorderlader. Der Film ist gut fotografiert - so ist für mich eines der Highlights die Umsetzung der Schlägerei zwischen Ken und dem Sheriff - und auch der Score von Robby Poitevin ist mit seinen Flöten, Trompeten und Geigen wohl geraten. Schlecht sind die Nachtszenen, die offensichtlich bei strahlendem Sonnenschein abgedreht worden sind.

 

Rating: $$$+

 

Bodycount: ca. 12 Gringos; ca. 30 Mexikaner; 1 Frau

 

Explizite Brutalitäten:

- Chris lässt Leibeigene mit Stahlhaken kämpfen. Der Gewinner muss den Verlierer in einer Art „Russischem Roulette“ erschießen: Gelingt ihm dies, winkt ihm die Freiheit.

- Chris’ Leute schlagen Gary zusammen. Anschließend hängen sie ihn an den Füßen über eine Schlangengrube. Den mit Honig eingeschmierten Strick bearbeiten zwei hungrige Ratten. So viel Aufwand für ein kleines Stück Pergament.

- Ken bekommt Dresche von der Malone-Gang, nachdem Gary zum Tode verurteilt wurde

 

Liebe: 0/10

 

Splatter: 2/10

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