Make your own free website on Tripod.com
Home | English Version | The Songs, the Lyrix | Horror, Grusel, Classix | Thriller, Cops'n'Robbaz | Pseudonyme | Linx | Impressum | Zum Gästebuch
Das Italowestern-Archiv
Zombi 3 - ein neuer Anfang (Zombi 3)

zombi3_3.jpg
Nachts den Kühlschrank zu plündern ...

zombi3_1.jpg
... macht bei solchen Inhalten besonders viel Spaß

R: Lucio Fulci; B: Claudio Fragasso; K: Riccardo Grassetti; M: Stefano Mainetti; D: Deran Serafian, Beatrice King, Ottaviano Dell’Acqua (“Richard Raymond”), Massimo Vanni (“Alex McBride”)

 

Quelle: DVD (KSM)

 

Terroristen erbeuten ein streng geheimes und natürlich extrem tödliches Virengebräu namens “Death One”, an dem die Armee forschen lässt. Beim Versuch, das Köfferchen mit Waffengewalt zurückzubekommen, wird das fragliche Reagenzglas zerballert, und die Lösung infiziert den letzten überlebenden Terroristen. Der flieht, unter dem Vireneinfluss zunehmend zerfallend, in ein nahes Hotel. Den verrotteten Leichnam spürt die Antiseucheneinheit der Armee auf. Nachdem die Bediensteten des Hotels zur Sicherheit umgelegt wurden, verbrennt man das Virenmutterschiff im Krematorium. Fatal, denn das hochinfektiöse Virus verbreitet sich mit den Rußpartikeln jetzt nicht nur weiträumig; es ist auch unter Einfluss der Hitze fast unzerstörbar geworden. Über kranke Vögel, die Jagd auf Menschen machen, kriegt die Seuche einen zusätzlichen Schub. Die Infizierten sterben als einzige offene Eiterbeule, um kurz darauf als Zombies mit Yiepper auf Menschenfleisch wieder aufzuerstehen. Eine Reisegruppe junger Partydeppen und drei notgeile Soldaten auf Wochenendurlaub verschanzen sich in einem verwüsteten Hotel: Hier quälen sie zunehmend Horden zerlumpter Fleischfreunde, während der Musikfreund eher durch den blinden DJ Blueheart gemartert wird, der mit seinen Radiosender über die gesamte Filmdauer hinweg reichlich grauenvolle Rockmucke in den Äther bläst. Zum Glück findet sich im Hotel ein reichhaltiges Arsenal voll funktionsfähiger automatischer Waffen. Derartig ausgerüstet verlässt das inzwischen deutlich dezimierte Grüppchen seinen Unterschlupf, um feststellen zu müssen, dass nicht nur die Zombies hinter ihnen her sind, sondern auch die Seuchentrupps der Armee gnadenlos alles abknallen, was ihnen vor die Flinte kommt.

 

I 1988

 

Zitate:

„Sie sind hier das Superhirn. Wir sind nur einfache Soldaten, und so reagieren wir auch.“ (General Morton, im Original Bryant (Mike Monty))

 

„Sie schießen auf jedes Lebewesen im abgesperrten Gebiet. Ohne Gnade!“ (General Morton gibt den Einsatzbefehl)

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Offiziell ein Lucio-Fulci-Film, hat den Streifen in weiten Teilen wohl Bruno Mattei zu verantworten, der für den erkrankten Meister übernahm. Nicht umsonst erinnert mich das Werk vom Setting her stark an Matteis „Zombie Holocaust“, in dem auch ein Bio-Unfall für eine rasch wachsende Zombie-Population sorgt. Der Verdacht liegt nahe, dass diese Rahmenhandlung hier im Nachhinein drangeschraubt wurde, da sie eigentlich nicht viel mit dem Hauptplot – den Ereignissen um die gejagte Gruppe – zu tun hat. Vieles ist dazu dermaßen dilletantisch gemacht, dass gerade einmal ein Trash-Afficionado wie der Gunslinger, dem keine Mülltonne zu tief und schmutzig ist, in einigen Szenen auf seine Kosten kommt. Die Zombiekopf im Kühlschrank hat beispielsweise was. Eine gewisse Qualität entfalten auch die Wissenschaftler, die als Zeichen intensiver Forschungstätigkeit mit Papier und Bleistift an ihren Schreibtischen sitzen, aufgereiht wie Fürze auf der Gardinenstange. Aber wirklich Spaß macht’s eben leider nicht. Der Score ist dazu noch echt beschissen.

 

Rating: $ (Trash: $$)

 

Splatter: 6/10

Enter supporting content here