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Das Italowestern-Archiv
Saw (Saw)

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Cary Elwes ist angeschlagen, ...

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... alldieweil Leigh Whannell das Arschwasser kocht

R: James Wan; B: Leigh Whannell, J.W.; K: David A. Armstrong; M: Charlie Clouser; D: Cary Elwes, Leigh Whannell, Danny Glover, Michael Emerson

 

Quelle: DVD (Kinowelt)

 

Adam (Leigh Whannell) wurde schon angenehmer wach als in einer bis fast obenhin mit sickigem Wasser gefüllten Badewanne. Diese befindet sich in einem völlig abgefuckten Industriewaschraum. Adam erkennt zwei Dinge: Er ist angekettet an einem dicken Rohr, und er ist nicht allein. In der Mitte des Raumes liegen eine Leiche offensichtlich ohne Schädeldecke, ein Revolver und ein Diktaphon. Außerdem ist auf der anderen Seite ein weiterer Mann festgekettet: der Arzt Dr. Gordon (Cary Elwes). Als erstes finden beide Gefangenen eine Audio-Kassette in ihrer Tasche, die sie sich mit Hilfe des Diktaphons des Toten anhören: An Dr. Gordon ergeht der Auftrag, Adam innerhalb der nächsten sieben Stunden zu töten, um seine Familie und sich selbst zu retten; Adam soll einfach nur überleben. Schnell ist klar, dass sie sich in der Hand des „Puzzle-Mörders“ befinden. Dieser ist von der Mission getrieben, seinen Opfern Respekt vor dem Leben einzutrichtern. Zu diesem Zweck gibt er ihnen derbe Nüsse zu knacken, um ihren Überlebenswillen zu beweisen. Während die Zeit verrinnt, erfahren der Doc, der seine Patienten nur als „interessante Fälle“ betrachtet und seine Frau betrügt, und Adam, der sein Geld mit schmuddeligen Auftragsfotos verdient, viel über sich selbst. Mit Hilfe der im Raum versteckten Hinweise und Hilfsmittel, unter anderm gibt’s zwei Sägen, kommen sie auch den „Spielregeln“ immer näher.

 

USA 2004

 

Die Kritik des Gunslingers:

Effektvoller Lowbudget-Reißer mit guten Darstellern, der am Ende in seinem Bestreben nach Originalität den Bogen überspannt. Der „Killer“ erinnert in seiner kompromisslosen Hingabe an die Mission stark an den Täter aus Finchers „Seven“, der ja eh’ gerne zum Vergleich herangezogen wird. Gleiches gilt für die düsteren, gedeckten Bilder und die triste Atmosphäre. Um das Kammerspielhafte des Plots zu brechen und Erklärungen zu liefern, setzt der Film neben seinen zahlreichen Rückblenden auf eine Außenhandlung, in deren Zentrum die Ermittlungsarbeiten der Polizei und später das Schicksal von Gordons Familie stehen. Gegen Ende, wenn die Handlungsstränge zunehmend ineinander fließen, erhöhen sich auch Ungereimtheiten in der Geschichte sowie leider auch der Action-Faktor inklusive Autoverfolgungsjagd und Ballerei. Die als „cooles Ende“ verkaufte Auflösung ist dann der Schlenker zuviel.

 

Rating: $$$+

 

Splatter: 8/10

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