Make your own free website on Tripod.com
Home | English Version | The Songs, the Lyrix | Horror, Grusel, Classix | Thriller, Cops'n'Robbaz | Pseudonyme | Linx | Impressum | Zum Gästebuch
Das Italowestern-Archiv
Explosion des Schweigens (Blast of Silence)

R: Allen Baron ; B: Allen Baron ; M: Meyer Kupferman, Dean Sheldon ; K: Merril S. Brody ;

D: Allen Baron, Molly McCarthy, Larry Tucker, Peter Clume

 

Ausstrahlung: 3Sat

  

Der Killer Frank Bono (Allen Baron) wird kurz vor Weihanchten aus Cleveland in seine Geburtsstadt New York zitiert. Sein Auftrag: er soll Troiano (Peter Clume), den Stellvertreter eines Mafia-Paten, aus dem Weg räumen. Troiano hat in letzter Zeit zu oft in die eigene Tasche gewirtschaftet und verfolgt nicht gerade die vorgegebenen Pläne der ehrenwerten Gesellschaft. Der Hitman beschattet den Renegaten akribisch und professionell, er versucht „wunde Punkte“ im Tagesablauf des Mafiosis zu finden, da Troiano unaufhörlich von Bodyguards bewacht wird.

Bono ist höchst ungern in New York, die alten Erinnerungen nerven ihn. Sein Waffenlieferant Big Ralph (Larry Tucker) versucht ihn beim Kauf eines schallgedämpften Revolvers abzulinken; zu allem Überfluss trifft Bono auch noch Peter, einem Freund aus der Kindheit im Waisenhaus. Dieser ist inzwischen mit Lorrie (Molly McCarthy) liiert, Bonos heimlicher Flamme aus Jugendtagen, und hat sich eine gutbürgerliche Existenz geschaffen.

All diese Zwischenfälle machen Bono unsicher und er begeht kleine Fehler. Ralph findet zufällig heraus, wer auf Bonos Liste steht und erpresst daraufhin den Killer. Großer Fehler für Beide: Ralph wird um die Ecke gebracht, aber Bono hat einen überflüssigen Mord am Hacken, der nicht unbemerkt bleibt…

 

USA 1961 

 

Die Kritik des Sargnagels:

Lange verschollener US-Noir-Klassiker, der aufgrund fehlender großer Namen, expliziten Härten und einem Regisseur ohne Lobby gleich nach dem Kinostart in Hinterhofkinos verschwand und über 30 Jahre auf seine „Wiederauferstehung“ warten musste; bis in den 90ern mal jemand erkannte, dass der Streifen den französischen Pendants in nichts nachsteht und diese teilweise sogar übertrifft.

Es blieb daraufhin Allen Barons einziges ambitioniertes Werk, danach drehte er Serienmassenware fürs TV. Richtig schade, denn „Blast of Silence“ offeriert für einen US-Streifen unheimlichen Tiefgang, garniert mit kühlen, kunstvollen Kameraeinstellungen in S/W und einer straffen Handlung gesegnet – atmosphärisch dicht wie ein Granitblock.

Die Handlung wird von einem VoiceOver überlagert (im Original vom damals in Hollywood geächteten Lionel Stander gesprochen), das dem Zuschauer markant die schwarzen Gedanken Frank Bonos mitteilt und den Kontrast zum Gesehenen darstellt.

Insgesamt ein echtes Schmeckleckerchen für Freunde des „schwarzen“ Kriminalfilms; wäre der Streifen damals in Frankreich produziert worden, hätte er sicherlich seinen verdienten Platz in der Filmhistorie gefunden. Trotzdem: auf einer Stufe mit „Fahrstuhl zum Schafott“ und dem „Eiskalten Engel“. Und die Einflüsse spürte man mehr als ein Jahrzehnt später in Scorseses „Taxi Driver“.

 

Rating : $$$$+

Enter supporting content here