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Das Italowestern-Archiv
Kopfgeld für Ringo (Uno Straniero a Sacramento)

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Der Mickster schaut konfusiert aus der Wäsche. Oder so.

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Derweil es sich Chris fesselgestützt gemütlich macht

R: Sergio Bergonzelli (“Serge Bergon”); B: S.B.; K: Adalberto Albertini (“Al Albert”); M: Felice di Stefano; D: Miklos (“Mickey”) Hargitay, Florencia Silvero (“Flo Silver”), Steve Saint-Clair, Johnny Jordan,

 

Quelle: VHS (Toppic)

 

Die Familie Jordan, bestehend aus Ringo, seinen beiden Brüdern und ihrem Vater, ist dabei, 200 Schwarz-Bunte von A nach B zu treiben. Während er die Wasservorräte auffrischt, herrschen Ringo zwei Unbekannte an und untersagen der Familie mit Nachdruck die Durchreise. Der Landwirtssohn zieht daraufhin blank und tütet die beiden Tunichtgute ein. Zum Lager zurückgekehrt, findet Ringo die Verwandtschaft gemeuchelt vor, die Herde allerdings nicht mehr. Als er im nahen Sacramento den Fall zur Anzeige bringen möchte, will ihn der Sheriff wegen Mordes einbuchten: Die beiden Nachtwächter, die Ringo erledigt hatte, gehörten nämlich zur Mannschaft des stinkreichen Barnett (Giulio Marchetti (?)), dem als Wohltäter die gesamte Umgebung gewogen ist. Ringo muss fliehen. Zusammen mit dem Pferdedieb Chris, den er vorm Aufhängen bewahrt und der drallen Witwe Lisa Morgan (Florencia Silvero), deren Schwester Barnett auf dem Gewissen hat, reißt er dem Biedermann die Maske vom Gesicht. Doch der Widerstand ist beträchtlich, bevor unsere Helden samt Kuhherde in den Sonnenuntergang reiten dürfen.

 

I 1965

 

Zitat:

„Opa hatte den Schalk im Nacken: Der ging immer ganz gebückt.“ (Chris)

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Ein ziemlich gurkiger Bergonzelli-Western mit massiven Schwächen in der Handlungslogik, bei dem Tag und Nacht außerdem al gusto wechseln. Zwar lehnt sich der Film von der Optik her an die US-B-Western an, doch sieht das alles hier doch arg nach mitteleuropäischem Laubwald aus. Zudem ist Muskelmann Miklos Hargitay darstellerisch einfach zu limitiert, um zu überzeugen, geschweige denn, gar die Hauptrolle auszufüllen. Schauspielerisch am ehesten noch überzeugen konnten mich Barbara Frey als Barnett-Tochter Rhona, und Florencia Silvero. Nicht das, was ihr jetzt wieder denkt ;-).

Als Neuerung führt Bergonzelli aber einen Schurkentypus ein, dessen Einfluss nicht auf den Colts seiner Mietkiller, gnadenloser Unterdrückung und Bestechung im eigentlichen Sinne fußt: Barnett hat mit seiner Kohle viel für Land und Leute getan und der Gegend zu einigem Wohlstand verholfen. Seine Sauereien wickelt er so diskret im Hintergrund ab, dass nicht mal die eigene Tochter davon Wind kriegt. So ist es kein Wunder, dass sein Rückhalt in der Bevölkerung enorm ist, die Ringo als Fremden und dem Hallodri Chris zuerst seeeehr reserviert gegenübertritt. Das gilt auch für den Sheriff, der eigentlich ein durchaus aufrechter Typ ist, aber solange loyal gegenüber Barnett, bis dessen Lügengebäude zusammenstürzt.

 

Rating: $$

 

Bodycount: ca. 22 Gringos

 

Explizite Brutalitäten:

- Des Sheriffs Büttel walken den zum Tode verurteilten Chris handfest durch

- Barnetts Leute schlagen Ringo zusammen, nachdem dessen Verdächtigungen vorerst wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen, als die Haupbelastungszeugen, nämlich die toten Angehörigen, aus ihren Gräbern verschwunden sind

- Ringo misshandelt einen von Barnetts Schergen, um endlich Licht ins Dunkel der Geschehnisse zu bringen

 

Liebe:

Ringo verguckt sich in Lisa, die seinen tolpatschigen Annäherungsversuchen durchaus aufgeschlossen gegenüber steht. Happy End! 4/10

 

Spezialitäten:

Mit Hilfe eines Blasrohrs und eines Stofffetzens, getränkt mit Chloroform, holt Chris Ringo aus dem Knast

 

Splatter: 2/10

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