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Das Italowestern-Archiv
Blutnacht des Teufels (Lost Exorcists)

AT:

Werewolves on Wheels

Angels Warriors 2

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Severn Darden und seine Katzenblut-Stulle

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Duece Berry nervt mit Spökenkiekerei

R: Michel Levesque; B: M.L., David M. Kaufman; K: Isidore Mankofsky; M: Don Gere; D: Stephen Oliver, Duece Berry, D.J. Anderson, Owen Orr

 

Quelle: VHS (VPS)

 

Die Rockergang “Devil’s Advocats” kennt keine Verwandten. Das müssen als erstes zwei Rednecks erfahren, die den Rockern dumm kommen und dazu noch `ne fette Lippe riskieren. Nachdem die Advocats mit dem Wortführer fertig sind, kann dessen Kumpel die stöhnenden Überreste mittels Pritschenwagen abtransportieren. Zur Entspannung zischen die Jungs nun erstmal ein paar Dosen Bier, während der spirituell begabte „Guru“ (Duece Berry) der Rocker-Präsidenten-Gattin Helen (D.J. Anderson) die Karten legt. Das Ergebnis kann nicht wirklich erfreuen, da die Karten Helen’s baldigen Tod durch den Teufel verkünden. Die Gang gelang zu einem abgelegenen Kloster, wo sie von einer Riege Bekutteter mit Wein und Brot verköstigt wird. Als unsere Motorsportfreunde kurz darauf berauscht in die Kissen sinken, legen die Mönche, knallharte Teufelsanbeter, erst richtig los und veranstalten eine schwarze Messe mit Katzenschlachten, Frauen-Nackttanz und zünftiger Beschwörung. Zu spät mischen die wieder erwachten Rocker die Versammlung mit Fahradketten und Fäusten auf: Bei dem weiteren Trip durch die Wüste sitzt Gevatter Hein auf dem Sozius. In der ersten Nacht erwischt es „Mouse“ (Owen Orr) und seine Perle (Anna Lynn Brown), die am nächsten Morgen zerfleischt aufgefunden werden. Nach standesgemäßer Beerdigung der Leichen und einer Palette Dosbier geht’s weiter. Am Morgen darauf ist „Movie“ (Gray Johnson) zu betrauern , von dem wenig mehr als ein verschmurgelter Stiefel übergeblieben ist. Genervt von „Gurus“ kontinuierlichem Teufels-Gefasel, beschließen die Advocats umzukehren und den Mönchen richtig heimzuleuchten.

 

USA 1971

 

Zitate: 

„Mann, denen haben wir ganz schön die Flöhe aus dem Sack geklopft.“ (Rocker „Mouse“ nach dem Verarzten der Rednecks)

 

„Unsre Zukunft ist doch scheißegal: Wir wissen, dass wir abkratzen. Das reicht.“ (Rocker-Präside Alan (Stephen Oliver) zum kartenlegenden „Guru“)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Gleich vorausgeschickt: Diese Mischung aus Biker-, Horror- und Roadmovie ist nicht so schlecht, wie sie die meisten Rezensenten machen. Man darf halt nur nicht den Fehler machen, an so einen Film mit hehren Ansprüchen, beispielsweise an die Handlungslogik heranzugehen. Tauscht man diese gegen die Erfrischungen eigener Präferenz aus, haben Trash-Fans in jedem Fall ihren Spaß. Atmosphärisch und von der Kameraarbeit her ist der Film zumindest in der ersten Hälfte sogar ganz passabel, und sowohl die Bikerszenen als auch die Klostergeschichte sind nicht nur grottig. Sowas ist schon wesentlich tiefer in die Scheiße gesetzt worden. Der Soundtrack ist ebenfalls in Ordnung: ein Gemisch aus Oldschool-Westcoast und Instrumental Schrammel-Psychedelia, wobei letztere ein wenig an Velvet Underground erinnert. Leider verschenkt der Film die bis dahin gesammelten Credits mit Einführung der Werwölfe im letzten Drittel: Die sehen nun wirklich so aus wie Teddybären auf Motorrädern.

 

Rating: $$+ (Trash: $$$$)

 

Splatter: 3/10

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