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Das Italowestern-Archiv
Dänische Delikatessen (De Gronne Slagtere)

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Noch wird konventionell geschlachtet (Nicolai Lie Kaas, Mads Mikkelsen)

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Astrid und Eigil stehn desöfteren vor verschlossenen Türen (Lina Kruse, Nicolai Lie Kaas)

R: Anders Thomas Jensen; B: Anders Thomas Jensen; K: Sebastian Blenkov; M: Jeppe Kaas;

D: Mads Mikkelsen, Nicolai Lie Kaas, Line Kruse, Ole Thestrup

 

Die Schlachtergesellen Svend und Bjarne sind soziale Außenseiter in einer dänischen Kleinstadt. Während sich Svend nach Anerkennung in der Gemeinschaft sehnt, bevorzugt Bjarne die Einsamkeit und schottet sich vor Fremden ab. Trotzdem willigt er bei Svends Plan ein, eine eigene Metzgerei zu eröffnen, um den täglichen Erniedrigungen ihres Schlachtermeisters Holger zu entgehen und endlich eine ruhige Kugel schieben zu können.

Problem: Die Kohle. Während Svend eine Hypothek auf sein Häuschen aufnimmt, muss Bjarne eine schwere Entscheidung treffen. Er willigt ein, seinen seit 7 Jahren im Koma liegenden Bruder Eigil von den lebenserhaltenden Geräten abzuhängen, um ans gemeinsame Erbe zu kommen.

Der Start verläuft für die Jungunternehmer alles Andere als erfolgreich. Und dazu kommt noch ein riesiges Missgeschick... Svend schließt über Nacht den Elektriker im Kühlhaus ein und entdeckt ihn tags darauf steifgefroren wie ein BoFrost-Schnitzel. Gleichzeitig betritt Holger den Laden und möchte für seinen Grill-Abend ein paar leckere Steaks haben; nicht ohne den Hintergedanken, die beiden gleich zu Beginn ihrer Karriere zu düpieren. Svend, provoziert und wieder einmal dem Wahnsinn nahe, schnappt sich eine Keule des Elektrikers und mariniert seinem Ex-Chef Saftiges vom Schinken - mit einem Riesenerfolg. Der gesamte Rotary-Club schwärmt von den Fleischprodukten der Start-Ups.

Bjarne ist entsetzt, aber zeitgleich mit dem geschäftlichen Erfolg lernt er die Friedhofsgehilfin Astrid kennen und lieben. Svend, der den massiven Umsatzanstieg auf den Geschmack von Menschenfleisch zurückführt, kann allerdings nicht mit dem Morden aufhören, zu sehr hat er sich an die Anerkennung der Kleinstadt gewöhnt und muss immer neue Ware besorgen. Und inzwischen wurden auch die lebenserhaltenen Maschinerien von Eigil abgestellt; mit überraschendem Ausgang. Eigil erwacht wieder zum Leben...

 

DK 2003 

 

Zitat:

„Können sie sich etwas Entwürdigerendes vorstellen, als nach Ihrem Tode in den eigenen Arsch gestopft zu werden?“ (Holger über Würste)

 

 

Der Sargnagel meint:

Wieder einmal absolute Extraklasse von unseren Nachbarn aus dem Norden. Anders Thomas Jensen bestätigt zum wiederholten Male seine europäische Ausnahmestellung als Drehbuchautor und auch die Regie ist ihm exquisit gelungen. Mads Mikkelsen, heutzutage auch dem Mainstream als „Le Chiffre“ aus dem Bond-Streifen Casino Royale bekannt, und Nicolai Lie Kaas (in einer Doppelrolle) fackeln schauspielerische Glanzleistungen ab.

Eine superschwarze Kannibalismuskomödie, zwar ohne hohen Gore und Thrill-Anteil, dafür voll Wahnwitz, durchgeknallten Dialogen und dauerhafter Atmosphäre. Keine einzige Sekunde Leerlauf. Mit das beste, was die Dänen  bisher zustande brachten; und die Niveaulatte hängt bei den Wikingern seit Jahren hoch.

 

Rating: $$$$$- (weil ich noch auf ne Steigerung hoffe ;-) )

 

Erhabene Momente:

-       Wenn Bjarne die Argumente ausgehen, tritt er seinem Gegenüber unvermittelt gegen das Schienbein. (völlig naiv, aber urkomisch)

-        Geviertelte Frauen im Kühlhaus, gut abgehangen

 

Spatter: 2/10 (wie's in einer Metzgerei eben so aussieht … )

 

Liebe: 3/10 (insgesamt doch mit herzlichen Happy-End)

  

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