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Das Italowestern-Archiv
Bog - Killermonster aus der Eiszeit (Bog)

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Rojay North hofft auf dicke Fische

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Da treibt jemand kieloben

R: Don Keeslar; B: Carl N. Kitt; K: Jack Willoughby (“Wings”); M: Bill Walker, Don King, Bob Woodward; D: Marshall Thompson, Gloria de Haven, Aldo Ray, Chris Siegel

 

Quelle: VHS (VMP)

 

Vielleicht hätte jemand dem guten alten Bill (Dan Killian) mal sagen sollen, dass Dynamitfischen im Tümpel nur selten gut kommt: So weckt er mit seinen Krachern ein seit Urzeiten schlafendes Monster, das ihn sich auch gleich zur Brust nimmt. Darunter zu leiden haben ebenso zwei Pärchen (Lou Hunt, Rojay North, Carol Terry, Glen Voros), leicht als Angehörige des US-Prekariats identifizierbar, die an eben jenem Teich Camping-Urlaub machen wollen. Einziges Gepäck: ein Zweimann-Zelt, zwei Angeln und jede Menge Dosbier. Um darüber hinaus was zwischen die Kiemen zu kriegen, geht’s tags darauf zum fischen. Hat jemand in den See gestrullt, oder lag’s an den nörgelnden Weibern? Jedenfalls holt sich das Teichmonster die beiden Schnecken, und ruhig liegt wieder der See. Während sich die Kerle nun im nahen Ort mit großkalibrigen Waffen versorgen, versucht der Dorfsheriff (Aldo Ray) mit Hilfe des örtlichen Doc Wednesday (Marshall Thompson), der Pathologin Ginny (Gloria de Haven) sowie der beiden ausgebluteten Frauen-Leichen, Licht auf den Grund des Gewässers zu werfen. Das blutsaugende Monster wird anscheinend gesteuert von der alten Adrianna (Gloria de Haven), eine halbumnachtete „Seherin“ im Wald. Es holt sich im weiteren Verlauf der Geschichte unbeeindruckt der schweren Sprengladungen des Sheriffs noch die inzwischen bewaffneten Prolls vom Anfang, einige Bullen und Fahrradtouristinnen. Dazu liefern Ginny und Doc Wednesday zwischen ihren Sitzungen im Schullabor eine Einlage angedeuteten Geronten-Sex bis endlich der Kreatur Ende naht. Da war dann die Filmkohle endgültig alle, und es rückt nicht mehr die Nationalgarde mit Napalm und Kernwaffen an, sondern ein Bulle mit seinem (wahrscheinlich) Dodge, um dem Monster den Garaus zu machen.

 

USA 1978

 

Zitate:

„Ich geh mit Dir jede Wette ein, dass die beiden Pissnelken erst locker werden, wenn wir sie in ein Luxushotel schleppen.“ (Camper Alan (Glen Voros) zu Camper Chuck (Rojay North) wenig schmeichelhaft über ihre quengelnden Frauen)

 

„Gib mir die Pulle: Ich brauch was zu saufen!“ (Chuck zu Allen nach dem Tod der Gattinnen)

 

„Ich werd’ ein paar Bomben in den See werfen. Wenn es ein Monster gibt, dann taucht es auf, und zwar tot.“ (Sheriff Rydholm)

 

„Ich könnte schwören, dass ich ein 6B-Gruppen-Metall unterm Mikroskop habe.“ (Ginny)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Wow! Was für ein grandioser Schrott: Ein Werk, dessen Skript offensichtlich unter dem Einfluss von nicht nur einer Palette Budweiser, Jim Beam und ähnlichem entstanden zu sein scheint. Die Reste werden dann ja budgetschonend durch die verschiedenen Protagonisten vor der Kamera gekillt. Das Monster ist letztendlich ein Latexkostüm, eine Mischung aus Grisu, dem Drachen, und der „Creature from the black Lagoon“, in das sich wohl ein baumlanger Kerl aus der Nachbarschaft gepresst hat. Die Nebenrollen scheinen zumeist durch Laiendarsteller besetzt zu sein. Die gekillte Fahradtouristin verkörpert Pat Hopkins, die auch den unsäglichen Synthiepop-Titelsong schmalzt. Rätselhaft bleibt die Beteiligung der Hauptdarsteller an diesem Mummenschanz: Vor allem Gloria de Haven, aber auch Aldo Ray und Marshall Thompson konnten auf eine gewisse Hollywood- respektive TV-Karriere verweisen. Thompson hatte der Gunslinger schon in frühen Kindertagen als „Daktari“ schätzen gelernt.

1983 erlebte dieses fünf Jahre zuvor entstandene Trash-Juwel immerhin noch eine kurze Kinoauswertung.

 

Rating: $ (Trash: $$$$$)

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