Make your own free website on Tripod.com
Home | English Version | The Songs, the Lyrix | Horror, Grusel, Classix | Thriller, Cops'n'Robbaz | Pseudonyme | Linx | Impressum | Zum Gästebuch
Das Italowestern-Archiv
Die Rache des Toten (The walking Dead)

boris-karloff2.jpg
Boris Karloff vernimmt das Todesurteil

edward-gwenn.jpg
Edward Gwenn bereitet die Reanimation vor

R: Michael Curtiz; B: Ewart Adamson, Peter Milne, Robert Andrews, Lillie Hayward; K: Hal Mohr; M: Bernhard Kaun; D: Boris Karloff, Maghuerite Churchill, Edward Gwenn, Ricardo Cortez

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (WDR)

 

Richter Shaw (Joseph King) ist ein harter Knochen, der nicht willens ist, nach der Pfeife des örtlichen Syndikats zu tanzen. Der Richter muss also weg, und so findet der Mob im arbeitslosen Musiker John Elman (Boris Karloff), noch dazu frisch aus dem Knast entlassen, ein willkommenes Opfer, dem man die Tat in die Schuhe schieben könnte. Elman fällt auf den perfiden Plan der Gangster herein und landet in der Todeszelle. Da sich die Zeugen der Tat, Nachwuchswissenschaftler Jimmy (Warren Hull) und seine Verlobte Nancy (Maghuerite Churchill), aus Angst nicht trauen, eine entsprechende Aussage zu machen, wird der Unschuldige auf dem Stuhl hingerichtet. Jimmys Arbeitgeber, Professor Beaumont (Edward Gwenn), gelingt es mit einem neuen, leider unerprobten Verfahren, Elman wieder ins Leben zu holen. Doch der zeigt sich verändert: Körperlich gezeichnet, fehlt ihm einerseits fast jede Erinnerung, andererseits ist er von einer geradezu unheimlichen Hellsichtigkeit. Nur die Musik und gelegentliche Ausflüge auf den Friedhof schenken ihm Ruhe. Während der Professor nichts sehnlicheres wünscht als von seinem Patienten Einzelheiten seiner postmortalen Erlebnisse zu erfahren, beginnt dieser, die Drahtzieher seines Todes zur Rechenschaft zu ziehen.

 

USA 1936

 

Zitate:

„Warum sind sie so nervös?“ – „Ich bin nicht nervös.“ – „Sind die Tropfen auf Ihrer Stirn etwa Tau?“ (Syndikatsanwalt Nolan (Ricardo Cortez) zu einem seiner Klienten)

 

„Mord ist eine Kunst für sich und einen Mord zu vertuschen eine noch viel größere.“ (Nolan)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Der gebürtige Ungar Michael Curtiz inszenierte diesen Film als eine Mischung aus Thriller und Gruselfilm, indem er die Thriller-Rahmenhandlung mit deutlichen Horrorelementen, dazu reichlich Gewitter und dichte Regenschauer, anreicherte. Da erinnert Elmans Wiedererweckung im Labor des Professors nicht von ungefähr an James Whales Frankenstein, genauso wie sein Habitus nach erfolgter Reanimation offensichtlich der Frankenstein-Kreatur nachempfunden ist. Gleichzeitig trägt der eigentlich grundgute Beaumont in seiner Besessenheit Charakterzüge des Mad-Scientists mit sich, die sich im weiteren Verlauf noch steigern. So hätte er keine Skrupel, Elman ein Blutgerinsel aus dem Hirn zu operieren, um dessen Erinnerung zu reaktivieren: Er würde seinen Patienten, der nur minimale Chancen hätte, den Eingriff zu überleben, ohne Skrupel seinem Wissensdrang opfern. Durch die weitere Entwicklung unterbleibt die Operation, und der Professor steht wieder mit leeren Händen da. Boris Karloff ist in seiner eindringlichen Darstellung wie immer eine sichere Bank, Ausleuchtung und Kamera sind 1a und entschädigen für die latente Spannungsarmut

 

Rating: $$$+

Enter supporting content here