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Das Italowestern-Archiv
Ein Fall für Cleopatra Jones (Cleopatra Jones)

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Tamara Dobson gibt Gas

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Shelley Winters macht in Rot

R: Jack Starrett; B: Max Julien, Sheldon Keller; K: David Walsh; M: J.J. Johnson, Joe Simon (Titelsong); D: Tamara Dobson, Bernie Casey, Shelley Winters, Dan Frazer

 

Quelle: VHS (Warner Home Video)

 

Cleopatra Jones (Tamara Dobson) ist die Geheimwaffe der US-Behörden, wenn es darum geht, der Drogenmafia das Handwerk zu legen: coooool, schlagkräftig, gut bewaffnet und immer in einer aufgemotzten Corvette unterwegs. Als Cleo, wie sie von ihren Kollegen respekt- und liebevoll genannt wird, in der Türkei ein riesiges Mohnfeld abfackeln lässt, macht sie sich die exzentrische Syndikatschefin Mommy (Shelley Winters) endgültig zur Feindin. Mommy, die fluchen kann wie ein Bierkutscher, lässt aus Wut mit Hilfe des geschmierten, natürlich weißen Bullen Purdy (Bill McKinney) ein von Cleos Freund Reuben (Bernie Casey) geleitetes Therapiezentrum für drogensüchtige Jugendliche hochgehen. Das kann Cleopatra nicht auf sich sitzen lassen, und so macht sie sich dran, Mommy und ihren Verbündeten kräftig in den Arsch zu treten.

 

USA 1973

 

Zitate:

„Diese gottverdammte schwarze Wildsau!“

„Verdammt! Diese langbeinige Negerhure!“ (Mommy liebt Cleopatra heiß und innig)

 

„Haare sind wie Frauen: Sei gut zu ihnen und sie danken es dir. Man muss gut zu ihnen sein, sie streicheln und sie lieben, dann lieben sie dich wieder. Will dein Haar nicht so wie du willst, hol dir eine Schere und sage: Böses Haar, jetzt wirst du abgeschnitten. Ist es nicht so?“ („Doodlebug“ Simkins (Anthony Fargas) philosophiert)

 

„Lass das sein, sonst piss ich dich an, du Dschungelaffe!“ (Ein schwarzer Dealer zu Cleo, die seine Bude auf den Kopf stellt)

 

 

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

1973 befand sich der Blaxploitation-Film zwar in voller Blüte, aber bereits im qualitativen Sturzflug. Letzlich ging es – von wenigen Ausnahmen abgesehen - nur noch darum, Kasse zu machen. „Cleopatra Jones“ wirkt in weiten Teilen wie ein verfilmter Comic: Die Charaktere beispielsweise sind klischeebehaftet und in ihren Manierismen hemmungslos überzeichnet, eine Fundgrube für den Trash-Afficionado. Trotz seines Themas, dem Drogenproblem in der schwarzen Community, transportiert der Film keine Botschaft. Er begnügt sich damit, die ausschließlich körperlichen Vorzüge – und da gibt es einige - des jüngst verstorbenen Ex-Models Tamara Dobson in recht mau inszenierten Actionsequenzen ins Bild zu setzen. Hörenswert ist der leider – eher untypisch für einen Blaxploitation-Film - sehr sparsam eingesetzte Funk-Score.

 

Rating: $$ (Trash: $$$$)

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