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Das Italowestern-Archiv
Das Monster von London (Dr. Black, Mr. Hyde)

AT:

The Serum

Dr. Black and Mr. White

The Watts Monster

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Geschüttelt, aber nicht gerührt: Bernie Casey

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Pimp my Hackfresse

R: William Crain; B: Larry LeBron, Lawrence Woolner; K: Tak Fujimoto; M: Johnny Pate; D: Bernie Casey, Marie O’Henry, Rosalind Cash, Ji-Tu Cumbuka (“Kambuka”)

 

Quelle: VHS (Big Cinema)

 

Dr. Henry Pride (Bernie Casey), Chef einer kleinen Privatklinik, forscht zusammen mit seiner Freundin und Kollegin Dr. Billie Werth (Rosalind Cash) an einem Serum, um Leberzirrhose zu heilen. Henry ist dies ein Herzensanliegen, da seine Mutter, Putze in einem Edel-Puff, einem guten Schluck nicht abgeneigt war und folgerichtig an Leberversagen verstarb. Ein erster Test mit einer Ratte verheißt nichts Gutes: Das Tier verwandelt sich unter Einfluss des Mittels in eine weiße Killermaschine, die ihre Käfiggenossen kurzerhand in den Rattenhimmel schickt. Doch besteht der rührige Doc trotzdem auf einem Menschenversuch, den er alsbald an einer eingelieferten Todkranken vollzieht: Die Gutste wird kurz darauf zu einem Albino-Monster, geht der Krankenschwester verschärft an die Wäsche, um direkt darauf zu verscheiden. Da niemand der schockierten Schwester glaubt, führt an einem Selbstversuch Dr. Prides nichts mehr vorbei. Der fährt von nun an mit seinem Rolls Royce um die Blocks und mischt als eine Art weißer Hulk die Nachbarschaft auf. Besonders haben es dem mordlüsternden Doc die Nutten angetan, denen er ein gerüttelt Maß Schuld am vorzeitigen Ableben seiner Mutter gibt.

 

USA 1976

 

Zitate:

„Sie sind der einzige Mann, den ich an meinen Arsch lasse.“ (Die Prostituierte Linda Monte (Marie O’Brian) zum Arzt ihres Vertrauens, Dr. Pride)

 

„Hey Mann: Ein weißer Nigger direkt bei uns. Scheiße.“ (Ein Trupp Straßenschläger zum mutierten Pride)

 

„Mann, wir machen gleich ein Schlammloch aus deinem Arsch.“ (Der ermittelnde Lieutenant Jackson (Ji-Tu Cumbuka) zu einem kooperationsunwilligen Barkeeper (Sam Laws))

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Ziemlich trashiger Jekyll-und-Hyde-Rip-Off von William Craig, zu dessen schmalem Kino-Oeuvre auch der Semi-Klassiker „Blacula“ gehört. Die unausgegorene Mischung aus Horror-Film und Cop-Thriller, gepudert mit ein wenig Sozialkritik, versteht es leider nicht zu fesseln. Da hilft es auch wenig, dass sich dieser Blaxploitation-Film munter und quer durch den Gemüsegarten bei Genrereferenzen wie King Kong oder Frankenstein bedient. Die Atmosphäre und Machart erinnert eher an einschlägige TV-Krimiserien aus den frühen 70ern, aber schließlich hat Craig in erster Linie in diesem Bereich gearbeitet. Spaß macht es allerdings, sich an der trashigen Stimmung zu ergötzen, zu der Johnny Pates schwüler funky Score einiges beiträgt. Außerdem bietet der Film die Gelegenheit, mit Bernie Casey einem bis heute aktiven frühen Star des schwarzen Kinos bei der Arbeit zuzuschauen.

Rätsel gibt mir allerdings der deutsche Titel auf, denn der Film spielt in Los Angeles.

 

Rating: $$ (Trash: $$$$)

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