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Das Italowestern-Archiv

Der Eliminator (Tepepa)

AT:

Tepepa – Viva la Revolución (E)

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Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen: John Steiner, Tomas Milian

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Orson Welles schaut mal nach dem Rechten

R: Giulio Petroni; B: Franco Solina, Ivan della Mea; K: Francisco Marin; M: Ennio Morricone; D: Tomas Milian, John Steiner, Orson Welles, Luciano Casamonica

 

Quelle: VHS (EuroVideo)

 

In Mexiko ist um 1912 Francisco Madero Präsident, der nicht daran denkt, die Privilegien der Großgrundbesitzer zu beschneiden. Im Gegenteil: Madero geht auch gegen ehemalige Weggefährten, die aufmucken, mit eiserner Hand vor, sprich mit den Schießprügeln der Gendarmerie. Das geschieht auch Ex-Revoluzzer Jesus Maria Morán (Tomas Milian), genannt Tepepa, der sich justamente vor dem Erschießungs-Peloton von Maderos Statthalter, Colonel Cascorro (Orson Welles), wiederfindet. Mit Hilfe des britischen Arztes Henry Price (John Steiner), springt Tepepa dem Tod von der Schippe. Als er erkennt, dass Madero die Sache der „Revolucion“ verraten hat, nehmen er und seine abgerockte Truppe den bewaffneten Kampf auf. Doch nicht nur Cascorro ist der Feind: Auch der Doc will Tepepa ans Gekröse, denn einst hatte dieser die Verlobte des Weißkittels durch klassische mexikanische Handlungen, wie Vergewaltigung und Demütigung, in den Selbstmord getrieben.

 

I/E 1968

 

Zitate:

„Don Juan! Maderos Leute sind da! Sie haben Miguel umgebracht!“ – „Das ist doch kein Grund, so zu schreien.“ (Dialog zwischen einem Großgrundbesitzer und seinem Angestellten als Tepepas Truppe die Hacienda stürmt.

 

„Was ist eine Frau im Vergleich zur Revolution?“ (Tepepa zu Henry Price)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Revolutionsepos von Giulio Petroni, der sich recht eng an die historischen Gegebenheiten hält und wieder mal keinen Schrott abgeliefert hat. Im Gegenteil: Stimmige Atmo, klasse Kamera und gute Darsteller garantieren gehobenen Spaghetti-Spaß. Schwamm drüber, dass Großmeister Ennio Morricone nicht seinen stärksten Score beisteuerte: Selbst dieser ist um Längen besser als das, was sonst häufig musikalisch zusammengeschustert wurde. Tomas Milian liefert zwar wieder seine Stereotype des mexikanischen Strauchdiebs ab, darf diesmal aber eine fast schon honorige Zusatzebene einziehen. Orson Welles gibt eine Art Rip-Off seines Bullen aus dem Schwarze-Serie-Klassiker „Touch of Evil“. Sein Colonel ist zwar eine Drecksau wie sie im Buche steht, dabei aber auch charmant und mit Prinzipien. Sowohl er als auch Tepepa sind durch eine glühende Liebe zu Mexiko verbunden, auch wenn sie auf verschiedenen Seiten kämpfen. Der Brite John Steiner spielt den Arzt als Dritten im Bunde als innerlich abgestorbenen Typen, der seine Rache sucht, auch wenn ihm zwischenzeitlich Zweifel kommen. Damit ist er ein Nachfolger der klassischen Namenlosen, der wortkargen Gunmen zahlreicher Italowestern, wenngleich er hier seine Knarre nie einsetzt und das schlussendliche Reiten in den Sonnenuntergang misslingt.

Abzüge gibt’s für die recht lahm geschnittene und statische zentrale Groß-Action-Sequenz, in der sich die Tepepa-Truppe eine Mords-Ballerei mit Cascorros Gendarmerie liefert.

 

Die deutsche VHS ist mit einer Laufzeit von rund 84 Minuten leider stark gekürzt.

 

Rating: $$$$-

 

Bodycount: ca 30 Mexikaner plus 30-50 Gendarmen, 5 Frauen

 

Explizite Brutalitäten:

- Auspeitschen von Peones

- Nach einem Mordversuch an Tepepa durch Doc Henry kriegt dieser die Jacke voll

 

Specials:

- Die Tepepa-Truppe nutzt Ziegen als Dynamit-Carrier

 

Liebe: 0/10; Splatter 1/10

 

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