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Das Italowestern-Archiv
Aenigma (Aenigma)

AT:

Dämonia (D)

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Ab und an gelingen Fulci auch atmosphärische Einstellungen. Hier: Jennifer Naud im Museum

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Still going strong: Milijana Zirojevic

R: Lucio Fulci; B: L.F., Giorgio Mariuzzo; K: Luigi Cicarese; M: Carlo Maria Cordio; D: Jared Martin; Lara Naszinski, Ulli Reinthaler, Milijana Zirojevic

 

Quelle: DVD (EMS)

 

Die College-Schülerin Kathy (Milijana Zirojevic) steht optisch nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens und ist dazu noch die Tochter der stummen, unheimlichen Schulputze (Ljiljana Blagojevic). Dementsprechend hart ist für sie der Schulalltag. Da kommt es für das Mädel überraschend, dass sie ausgerechnet des Colleges heißester Stecher, der Sportlehrer Vernon (Riccardo Acerbi), um ein Rendezvous bittet. Was sie nicht weiß: Das ganze ist eine abgekartete Sache zwischen Vernon und Kathys Mitschülerinnen, um die Unglückliche zu demütigen. Beim Poppen platzt die Bombe: Kathy rennt voller Panik vor ein Auto und findet sich vollverkabelt auf der Intensivstation wieder. Doch im Koma wandelt sich das verhuschte Mobbing-Opfer zur Rachegöttin. Sie kapert sich als Werkzeug den Körper der neuen Schülerin Eva (Lara Naszinski), attraktiv aber labil. Zusammen mit ihrer magiebegabten Mutter lässt Kathy/Eva im College schon bald ein paar Köpfe rollen. Doch ein Körper ist zu eng für zwei Seelen, und so fährt Eva, die zwischenzeitlich ein Kröschen mit dem Neurologen Dr. Anderson (Jared Martin) angefangen hat, in die Geschlossene ein. Hier erfährt sie, dass der rührige Doc, inzwischen mit ihrer Zimmergefährtin Jenny (Ulli Reinthaler) zugange ist. Eva, bei der Kathy inzwischen fest an den Reglern sitzt,  bricht aus der Anstalt aus, um ihre Ansprüche anzumelden.      

 

I/Yu 1987

 

Zitate:

“Für mich heißt Erfolg Jungs aufzureißen, und zwar so viele wie möglich.” (Eva zu Jenny)

 

„Das passiert schon mal beim Sport: Die Typen müssen’s immer übertreiben.“ (Der Polizeiarzt nach der oberflächlichen Sichtung des toten Sportlehrers)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Langatmiger und spannungsarmer Spät-Fulci: eine Art Kraut- und Rübeneintopf, in dem unter anderem Filme wie „Carrie“ oder „Der Schrecken der Medusa“ die  Wursteinlage bilden. Trotz der zusammengestoppelten und wirren Story und den bestenfalls durchschnittlichen Darstellern gelingen dem alten Schnetzelmeister immerhin ein paar schöne Momente, die ab und an so etwas wie Horror-Atmosphäre aufkommen lassen. Die Traumsequenzen bieten sogar noch ein wenig Futter für den Splatterfreund, wenngleich mir immer noch nicht klar ist, wie eine Plastik-Jalousie derart guillotineske Auswirkungen zeitigen kann. Der Score wiederum ist ein gewöhnungsbedürftiges Potpourri aus Synthie- und heftigen Gitarrenklängen, das durch den Einsatz von Kirchenorgeln allerdings effektvoll aufgehübscht wird. Wirklich grauenhaft ist der schmierig-poppige Titelsong.

 

Rating: $$+

 

Splatter: 4/10  

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