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Das Italowestern-Archiv
The Method (El Método)

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Die Firma bittet zu Tisch...

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Montse sorgt nicht nur für kühle Getränke (v.l.n.r. Ernesto Alterio, Pablo Echarri, Natalia Verbeke)

R: Marcelo Piñeyro; B: Jordi Galcerán, Mateo Gil,  Marcelo Piñeyro; M: Frédéric Bégin, Phil Electric; K: Alfredo F. Mayo; D: Eduardo Noriega, Najwa Nimri, Eduard Fernández, Natalia Verbeke, Ernesto Alterio, Pablo Echarri, Carmelo Gómez, Adriana Ozores

 

Quelle: Kino (Fantasy-Filmfest)
 

Während auf den Straßen Madrids Demonstrationen gegen den Weltwirtschaftsgipfel die Gemüter erhitzen, findet im 35. Stock einer Konzernzentrale ein ungewöhnliches Job-Assessment für einen hochrangigen Managerposten statt. Insgesamt sieben Bewerber finden sich ein und verpflichten sich für den ihnen unbekannten "Grönholm-Test", dessen Grundlagen ihnen allerdings verschwiegen werden. Nach jeder Testaufgabe wird ein Anwärter "eliminiert" und muss ausscheiden. Zudem werden durch kleine Nickligkeiten, wie z.B. ein kaltes, verdorbenes Mittagessen, die Nerven zusätzlich strapaziert. 

Die eigentliche Würze des Tests liegt darin, dass sich unter den Teilnehmern ein von der Firma eingeschleuster „Maulwurf“ befindet, der unerkannt die Fäden zieht. Als dies den übrigen Anwesenden mitgeteilt wird, beginnt der Kampf „Jeder gegen Jeden“; es gibt keine Verbündeten und jegliche moralische Grenzen werden gesprengt...

 

E 2005 

 

Die Kritik des Sargnagels:

Kein einziger Tropfen Blut, keine Waffen, kein einziger Toter – und doch ist „El Método“ einer der eindringlichsten Psycho-Thriller seit Jahren. Der Horror liegt hier in der Entmenschlichung der Protagonisten; das Streben nach Macht und Geld verändert die Teilnehmer zu kühlen, nur auf ihren Vorteil bedachten Manager-Maschinen, die mit einer Unterschrift über Tausende Leichen gehen würden. Wer ethische Züge zeigt, wird angreifbar – und fliegt raus.

Marcelo Piñeyro gelang ein zynisches Kammerstück über die heutige Geschäftswelt mit einer atmosphärischen Dichte, die man bisher nur in Hitchcocks “Rope”, Lumets „12 Angry Men“ oder Vinterbergs „Das Fest“ spüren durfte. Die durchweg famosen Schauspieler (mein Favorit ist übrigens die dauergrinsende Sekretärin Montse, gespielt von Natalia Verbeke) erfüllen ihre Aufgabe bestens, kein Charakter verfällt in Stereotypen.

Schon lange keinen Film mehr gesehen, der soviel intelligenten Dialog enthält; die „Whodunit“-Komponente mit dem eingeschleusten Maulwurf sorgt für dauerhafte Spannung während der 115 Minuten. Ganz großes, innovatives europäisches Kino.

Bitte, bitte mehr davon!!!

 

Rating: $$$$+

 

Love-Story: 0/10 (Beziehungen schaffen Abhängigkeiten, die sich kein einziger Teilnehmer leisten möchte)

 

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