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Das Italowestern-Archiv
Die Bestie mit den fünf Fingern (The Beast with five Fingers)

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Victor Francen, Andrea King und Robert Alda schwelgen in Gemütlichkeit

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Peter Lorre hat eine Hand gefunden ... oder umgekehrt

R: Robert Florey; B: Curt Siodmak; K: Wesley Anderson; M: Max Steiner; D: Robert Alda, Georgette Barry (“Andrea King”), Laszlo Löwenstein („Peter Lorre“); J. Carrol Naish

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (WDR)

 

Der einst bekannte Pianist Francis Ingram (Victor Francen) hat sich nach einem Schlaganfall einseitig gelähmt auf ein luxuriöses Anwesen in Süditalien zurückgezogen. Hier kümmert sich die junge Julie Holden (Andrea King) rührend um den an den Rollstuhl Gefesselten. Außerdem geht der verkrachte Komponist Bruce Conrad (Robert Alda) ein und aus: Wenn er nicht Musik schreibt, die der Pianist auch einhändig bewältigen kann, rippt der Charmeur amerikanische Touristen mit falschen Antiquitäten ab. Schließlich hat Ingram noch einen Privatsekretär: Der seltsame Hilary Cummins (Peter Lorre) verbringt seit Jahren ganze Tage in der Bibliothek mit obskuren Studien. Ingram stirbt eines Nachts bei einem Unfall. Als die Testamentseröffnung ergibt, dass das ganze Vermögen an Julie fallen soll, versuchen die Verwandten, das Testament anzufechten. Doch kurz darauf wird der beauftragte Rechtsanwalt (David Hoffman) erwürgt; außerdem spielt des Nachts das Piano in der Lobby, zu dem nur Ingram den Schlüssel hatte. Eine Exhumierung des Leichnams ergibt, dass die linke Hand fehlt, zu der die gefundenen Fingerabdrücke an der Leiche und dem Pianoschlüssel passen.

 

USA 1946

 

Zitate:

Comissario (J. Caroll Naish): "Wem spricht man in so einem Fall sein Mitgefühl aus?" - Conrad: "Ich habe ein sehr angenehmes Leben geführt. Ich habe Schach mit ihm gespielt, an seinem Tisch gesessen und seinen Wein getrunken. Jetzt, da er tot ist, bin ich zweifellos der Hauptleidtragende."

 

Die Kritik des Gunslingers:

Der kleine Grusler zählt zu den stärksten US-Filmen des Franzosen Robert Florey, der in Hollywood ansonsten vor allem B-Ware produzieren durfte. Florey, der auch als Journalist und Autor arbeitete, hatte ein gutes Händchen bei der Besetzung seines Horrorfilms: Herausragend sind dabei Robert Alda als charmanter Filou und romantischer Held, der sich unaufdringlich in die Gruselhandlung einfügt, und natürlich Peter Lorre, der das zunehmende Abdriften seines Charakters in den Wahnsinn beängstigend glaubwürdig macht. Kameraführung, Ausstattung, Ausleuchtung und der Score von Max Steiner sind erste Sahne, so dass den Film eine latent unheimliche Atmosphäre trägt. Sonderlob für die Special Effects: Die Szene, in der Lorre Ingrams widerspenstige Hand dem Kaminfeuer überantworten will, ist wirklich grandios. Schade, dass dies am Ende durch eine Komikeinlage fast total demontiert wird. Florey sagte später, dass ihm dieser Schluss durchs Studio sozusagen aufs Auge gedrückt wurde. Dennoch für mich einer der wohl 20 besten Gruselfilme aus Hollywood.

 

Rating: $$$$-

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