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Das Italowestern-Archiv
Django und die Bande der Bluthunde (Django il Bastardo)

AT:

Django, der Bastard

Höllenhunde – gehetzt bis zum Verrecken

 

bluthund1.jpg
"Anthony Steffen" oxydiert erstmal das Kackstäbchen durch

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Paolo Gozlino legt sich ins bereitete Bettchen

R: Sergio Garrone; B: S.G, Antonio de Teffè; K: Gino Santini; M: Vasco und Mancuso; D: Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”); Paolo Gozlino, Luciano Rossi (“Lu Kamante”), Rada Rassimov, Teodoro Corrà

 

Quelle: DVD (MCP)

 

Groß ist das Hallo im abgerockten Weiler Dirty City nicht gerade, als ein schwarzgewandeter Butzemann (Antonio de Teffè), Django nämlich, mit steinernem Gesicht die Hauptstraße entlangschlurft. Unter seinem durchgescheuerten Poncho führt der Fremde eine drei Namen umfassende Abschussliste mit. Drei Verräter, denen heimzuleuchten ist. Bevor Django aber seine Bleipuste betätigt, serviert er dem Todgeweihten als besonderes Schmankerl jeweils ein hölzernes Grabkreuz, auf dem Namen sowie Todesdatum vermerkt. sind. Das nenn’ ich mal Service, Leute! Nur Großrancher Rod Murdoch (Paolo Gozlino), Nummer Drei auf der Liste, leistet ernsthaften Widerstand, da er nicht vorhat, am auf seinem Holzkreuz vermerkten Todestag den Sprichwörtlichen abzugeben. Er engagiert zur Selbstverteidigung ein Rudel von 40 zusätzlichen Revolverschwingern, um den Mann in Schwarz zurück (?) über den Styx zu schicken. Nachdem Murdochs mörderische Meute die Einwohner der Stadt vertrieben hat, um „freies Schussfeld“ zu schaffen, beginnt des Nachts das große Abzählen.

 

I 1969

 

Zitate:

„Django ist nicht so wie wir: Er spuckt aufs Geld.“ (Althea zu Jack)

Althea: „Das Geld reicht für uns beide und für zwei Leben.“ – Django: „Ich habe schon ein Leben gelebt.“

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Sergio Garrone und sein Co-Autor „Anthony Steffen“ merkten wohl, dass die unoriginelle Geschichte mit dem Thema „Ich-war-Soldat-im-Bürgerkrieg-und-da-wurden-ich-und-die-Jungs-kräftig-verarscht-und-das-heißt-Rache“ allein nicht trägt. Also reicherte man das Ganze noch mit einer Portion Gruselelemente an: Django erscheint wie ein Geist, ein nahezu körperloses Phantom, das aus dem Nichts kommt, immer überraschend auftaucht und am Ende im Nichts verschwindet und zudem unverwundbar zu sein scheint. Vergleicht man diesen Film mit dem ein Jahr später erschienen, guten „Satan der Rache“, der ebenfalls auf der Gruselschiene daherkommt, sieht man, dass dem Garrone-Film einfach das technische Knowhow, oder die Produktionsmittel fehlten, um dies effektiv umzusetzen. Das wird auch schmerzlich deutlich an den wenig überzeugend gemachten Rückblenden, die Djangos Handeln motivieren. „Anthony Steffen“ ist hier zudem hölzern wie nie, für mich eine seiner schwächsten Performances im Italowestern. Bemerkenswert ist allerdings Luciano Rossi, der als grenzdebiler, kindlich-sadistischer Murdoch-Bruder Jack, einen Preis als Kinski-Epigone verdient hat. Insgesamt ein knapp durchschnittliches Werk.

 

Rating: $$$-

 

Bodycount: ca. 65 Gringos und Mexikaner

 

Liebe:

Althea (Rada Rassimov) ist gegen Kohle mit Jack verheiratet. Geld ist das einzige, was für sie von Bedeutung ist. Na ja, irgendwie auch Django, aber der hat eh’ mit allem abgeschlossen: 0/10

 

Specials:

Murdochs Leute halten sich mit einer Art Sitzfußball für Landeier bei Laune, nur, dass anstelle des Balls eine brennende Dynamitstange benutzt wird.

 

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