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Das Italowestern-Archiv
Poker mit Pistolen (Un Poker di Pistole)

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Luca Montefiori - eine Menge Sympathieträger fürs Geld

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Mimmo Palmara produziert falsche Fuffziger

R: Giuseppe Vari („Joseph Warren“); B: Fernando Di Leo, Augusto Caminito; K: Angelo Lotti; M: Coriolano Gori; D: Luigi Montefiori (“George Eastman”), Jorge Hill (“George Hilton”), Annabella Incontrera, Mimmo Palmara (“Dick Palmer”)

 

Quelle: VHS (Ufa)

 

Lucas (Luigi Montefiori) ist zwar als Zocker mit allen Wassern gewaschen, zieht aber gegen den ausgebufften George (Jorge Hill) in einer Pokerpartie den Kürzeren. So verliert Lucas nicht nur seine ganze Knatter, sondern steht auch noch bei Lazar (José Torres) in der Kreide, der ihm vier Riesen zum Weiterspielen borgte. Wie schön, dass George dem Verlierer gönnerhaft gleich einen Job anbietet und im Gegenzug dessen Schulden begleicht. Lucas soll anstelle des an Bleivergiftung gestorbenen Kutschers eine Wagenladung Blanco-Papier im Grenznest Chamaco abliefern: Dort warten angeblich nochmal 5000 Scheine auf ihn. Was will man dort mit dem Papier? Dieser Frage wollen die Beiden auf den Grund gehen. In Chamaco stoßen sie auf den stinkreichen Master (Mimmo Palmara), der mit dem Papier und der Hilfe eines entführten Malers eine schwunghafte Blütenproduktion am Kacken hält. Geht leider nur mit Pesos, weil die Fälscher nicht an das für Dollar-Blüten nötige Spezialpapier herankommen. Während Luca dem Schlingel das Handwerk legen will, hat George eigene Vorstellungen. Doch auch Lazar hat sich inzwischen in Chamaco eingefunden: Er will im Auftrag der mexikanischen Regierung den Fälscherring ausheben.

 

I 1967

 

Zitate:

„Es gibt viele Arten zu sterben. Und das Schlimme ist: Der Tod kommt oft so furchtbar langsam.“ (Master zu Lucas)

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Nach „Rocco – ich leg Dich um“ drehte Giuseppe Vari im nämlichen Jahr einen weiteren Film mit dem baumlangen Luigi Montefiori als Sympathieträger in der Hauptrolle. Jorge Hill, sonst häufig Charmebolzen vom Dienst, begnügt sich diesmal als eigentlicher Schurke ausnahmsweise mit der zweiten Geige. Dass ihn die späteren, häufigen Tongue-in-Cheek- und Knallschoten-Performances als Schauspieler zumeist unterforderten, zeigte er im gleichen Jahr in „Das Gold von Sam Cooper“: Auch hier lieferte er eine gelungene Bad-Guy-Vorstellung.

Ansonsten ist „Poker …“ eine feine Routineproduktion mit Schwächen in der Story, aber ohne technische Fehler: Kameraführung, Atmo und Ausstattung gehen in Ordnung. Ich werde immer mehr ein Freund der Arbeiten von Coriolano Gori: ein unaufdringlicher Score mit einem astreinen Trompetenthema.

 

Rating: $$$+

 

Bodycount: ca. 5 Mexikaner; ca. 13 Gringos

 

Explizite Brutalitäten:

- Lucas kriegt von der Master-Truppe ein paar mal auffe Omme, teilt aber selbst auch gehörig aus

- Um seinen Hintermann zu erfahren, hängen die Masters Lucas an Armen und Beinen in die Sonne. Als Kinnstütze dient eine Mistforke

  

Liebe:

Die Liebe zwischen George und Lola (Annabella Incontrera) entpuppt sich leider als Strohfeuer: 0/10

 

Splatter: 1/10

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