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Das Italowestern-Archiv
Die Satansbrut des Colonel Blake (Sette Winchester per un Massacro)

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Guy Madison führt seinen Privatkrieg

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"Edd Byrnes" in den Klauen von Attilio Severini und Frederico Boido

R: Enzo G. Castellari („E.G. Rowland“); B: Tito Carpi, E.C.; K: Aldo Pinelli; M: Francesco De Masi, Audrey Nohra; D: Edward Byrne Breitenberger („Ed Byrnes“); Guy Madison, Luisa Barrato („Louise Barrett“) Ennio („Enio“) Girolami

 

Quelle: VHS (VMP)

 

Zwei Jahre nach dem Bürgerkrieg, also 1867 (und nicht wie in der deutschen Synchro behauptet „1876“): Ex-Colonel Thomas Blake (Guy Madison) und seine Halunken spielen trotzdem weiter Krieg und verstehen darunter, sich durch Texas zu morden. Die Banditen sind auf der Suche nach einer mit angeblich 200.000 Dollar fett bestückten Regimentskasse der konföderierten Armee, irgendwo verscharrt in den letzten Kriegstagen. Leider haben die Gangster keinen blassen Schimmer, wo der Kies zu suchen ist. Da trifft es sich gut, dass sich ein gewisser Stuart („Ed Byrnes“) der Bande anschließen will. Stuart weiß, wo die Kasse zu finden ist, will das Geld Bedürftigen im Süden spenden. Er gewinnt das Vertrauen des misstrauischen Colonels, bis der herausfindet, dass Stu ein doppeltes Spiel spielt: Er lässt den Gutsten daraufhin ordentlich durchnudeln, quetscht aus ihm das Versteck der Knatter raus und begibt sich ebendorthin: einem alten Komantschen-Friedhof. Zwischen den Indianermumien erleben er und seine Spießgesellen statt Sterntalern dann aber eher ein blaues Bohnen-Wunder. Und die Moral von der Geschicht’? Es kann halt nur einer kassieren.

 

I 1968

 

Zitat:

„Hat Spaß gemacht, Colonel.“ (Chamaco Gonzales zu Blake, nachdem die Bande etwa 30 Männer des Sheriffs niedergemetzelt hat)

 

Die Kritik des Gunslingers:

So rasant der Film loslegt, so rasant verliert er wieder an Fahrt. Spätestens, wenn die Jagd auf die Armee-Knete richtig losgeht und auch noch Luisa Barrato als undurchsichtige - und völlig überflüssige - Manuela zur Truppe stößt, macht sich beim geneigten Betrachter gepflegte Langeweile breit. Während Guy Madison als Allrounder auch in der Schurkenposition zu überzeugen weiß, ist „Ed Byrnes“ als Schmalztollen-Sonnyboy, der den harten Kopfgeldjäger geben soll, ein Total-Ausfall. Die Gangster, u.a. Frederico Boido (diesmal als psychedelischer „Ryk Boyd“), Enio Girolami und vor allem Attilio Severini als durchgeknallter Mesa Alvarez, hingegen sind durch die Bank passabel. Abstriche gibt’s auch für die nicht stimmige Atmosphäre: So grün ist’s am Rio Grande nun mal nicht. Gut gefallen haben mir allerdings die Kameraarbeit und der Score von De Masi. Leider versteht man bei dem von „Raoul“ grässlich radebrechten Song „Seven Guns“ kaum ein Wort – also keine Transkription möglich.

 

Rating: $$ - $$$

 

Bodycount: ca. 70 Gringos, ca. 8 Mexikaner, 1 Indianer

 

Explizite Brutalitäten:

- Bandenmitglied Chamaco (Ennio Girolami) ertränkt einen mexikanischen Soldaten, einem anderen zerfetzt Stuart mit einer Spore das Gesicht

- Die Blake-Gang verhaut den guten Stu, um das genaue Versteck der Dollars rauszukriegen und zündet ihm danach die Hütte überm Kopf an

- Stuart schießt Gangmitglied Calhoun (Frederico Boido) unter Mitwirkung eines Feuertopfes in Brand, legt ihn aber gnädigerweise direkt im Anschluss um. Darum: Vorsicht mit offenem Feuer

 

Splatter: 1/10

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