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Das Italowestern-Archiv

Amigos - die (B)Engel lassen grüßen ( ...e per Tetto un Cielo di Stelle)

AT:
Amigos - die Engel lassen grüßen (D)
Amigos (D)
 

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Giuliano Gemma bequatscht Mario Adorf

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"Rick Boyd" ist mal wieder der Arsch

R: Giulio Petroni; B: Alberto Areal, Mariano Laurenti; K: Carlo Carlini; M: Ennio Morricone; D: Giuliano Gemma, Mario Adorf, Frederico Boido (“Rick Boyd”), Magda Konopka, Anthony Dawson

 

Quelle: VHS (Ufa)

 

Der smarte Tim (Giuliano Gemma) luxt Goldsucher Larry (Mario Adorf) seine mühsam erbuddelten Ersparnisse ab, mit denen der eigentlich eine ererbte Farm wieder in Schuss bringen wollte. Larry, ein Typ Räuber Hotzenplotz für Arme mit Schießeisen, schäumt vor Wut, und es gelingt ihm tatsächlich den Betrüger wieder ausfindig zumachen. Dieser hat aber leider den gesamten Kies bereits auf den Kopf gehauen. Nun obsiegt Tims Mitleid mit dem Geprellten, und er entschließt sich, ihm zu helfen, wieder zu Geld zu kommen. Sie ziehen also mit einer gefaketen mobilen Telegrafenstation durchs Land und den Leuten das Geld aus der Nase. Das geht solange gut, bis ihnen die Bande von Roger Pratt (Frederico Boido) an den Hacken klebt. Pratt ist hinter Tim her, der in Wirklichkeit Billy heißt und ein flinker Revolverschwinger ist: Billy hatte einst der Pratt Familie ein Geschäft versaut und zwei der Söhne gleich mit umgelegt. Die Zwei können sich auf Larry’s Farm, eine Bruchbude vor dem Herrn, absetzen und bringen diese wieder in Schwung, bis die Pratts erneut auftauchen und sich diesmal zum Showdown anmelden.

 

I 1968

 

Zitate:

„Der Mensch ist nicht dazu da, sein Leben lang zu schuften.“ (Billy)

 

Billy: „Mein Vater redete nicht viel. Aber auf dem totenbett sagte er: Ich habe eine Idee.“ – Larry: „Was war das für eine Idee?“ – Billy: „Keine Ahnung – dann ist er gestorben.“

 

Die Kritik des Gunslingers:

Ein dezenter Comedy-Western von Petroni, der – wenn man so will - in zwei Teile zerfällt: den vor und den nach dem Vorspann. Am Anfang des Films steht ein Postkutschenüberfall der Pratt-Gang, die auf der Suche nach Billy alle Passagiere ohne zu Zögern verbleit: klassisch Spaghetti-brutal mit Gangstern, die ohne mit der Wimper zu zucken Unschuldige eintüten. Am Ende bläst ein heulender Wind ordentlich viel Staub über die eingefroreneSzenerie, während das melancholische Morricone-Titelthema läuft und der dazu gekommene Billy zusammen mit Larry die Leichen verbuddelt. Nach dem Vorspann folgt ein radikaler Stimmungs- und Themenwechsel in Richtung Comedy. Das funktioniert, weil Gemmas augenzwinkernder Lausbubencharme und Adorfs poltrige Schlitzohrigkeit gut harmonieren und mit Boido ein durchaus ernst zu nehmender Schurke den unkomischen Gegenpart einnimmt. Zudem ist der Film von seiner nicht immer überzeugenden Geschichte abgesehen technisch gut gemacht. Giulio Petroni, der unter anderem für den guten „Die Rechnung wird mit Blei bezahlt“ sowie „Tepepa“ verantwortlich zeichnet, ist für mich eh’ einer der besseren Regisseure aus der zweiten Reihe..

 

Rating: $$$+

 

Bodycount: ca. 34

 

Explizite Brutalitäten:

- Nach dem Postkutschenüberfall erschießen die Gangster einen noch lebenden Passagier, der um sein Leben barmt

- Roger Pratt schneidet einer Serviererin in den Arm, um die Schärfe eines Messers zu testen

 

Splatter: 1/10

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