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Das Italowestern-Archiv
Ich will Deinen Kopf (Giu la Testa ... Hombre)

AT:

Doppia Taglia per Minnesota Stinky (I)

Ich will ihn tot

Adios, Companeros (D)

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Solange es die Vorderzähne halten: Kinski und sein Apfel-Stunt

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Giovanni Scarciofolo steht offensichtlich auf der falschen Seite des Grabkreuzes

R: Demofilo Fidani („Miles Deem“); B: D.F., Maria Rosa Valenza; K: Aristide Massacessi (“Joe D’Amato”); M: Coriolani (“Lallo”) Gori; D: Giovanni Scarciofolo („Jeff Cameron“), Gordon Mitchell, Benito Pacifico („Dennis Colt“), Jack Betts (“Hunt Powers”)

 

Quelle: DVD (Carol Media)

 

Butch Cassidy (Jack Betts) und seine Gang unternehmen einen Ausflug in eine Kiesgrube vor den Toren Roms. Doch potztausend: Die Jungs haben Verpflegung, Pferde und fast alle Munition im Bus vergessen. Glücklicherweise treffen sie auf die diesbezüglich wohlsupplementierte Carson-Bande, die gerade ein Bachbett besichtigt und im Handumdrehen flachgelegt wird. Ob des plötzlichen Reichtums geraten Reiseführer Cassidy und sein Vize Ironhead (Gordon Mitchell) in Streit. Man pokert um Bandenvorsitz und Beute: Da letzterer zu doof zum Wasserholen ist, verliert er die Partie, worauf sich die Reisegruppe zerstreut. Während Cassidy fortan als Tierarzt praktiziert, macht Ironhead weiterhin in Banküberfällen. Unterdessen hat sich der einzige Überlebende der Carson-Bande, Macho Callahan (Giovanni Scarciofolo), durch Holzhacken wieder in Form gebracht. Er gewinnt beim Hufeisenwerfen ein neues Schießeisen und begibt sich - vermittelt durch Kneipenbekanntschaft Buck O’Sullivan (Benito Pacifico) - in die Dienste von Ironhead. Der will den knackigen Callahan nutzen, um sich an Cassidy für den Pokerbeschiss zu rächen. In einer Geisterstadt treffen sich die Gangs zum Showdown.

 

I 1971

 

Zitat:

„Wenn ich esse, dann esse ich.“ (Ironhead aufsässig zu seinem Boss Cassidy)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Na prächtig, Papa Trash zeigt sich wieder in Hochform: Die hanebüchene Story wird unterstützt durch einen konfusen Schnitt, und Schrott-Kulissen, die sowas wie Atmosphäre nicht im geringsten aufkommen lassen. Hinzu kommen Ausstattungsfehler und andere grobe Schnitzer, wie die eigenwillige Schreibweise des Wortes „Whisky“, was bei Fidani zu „Whiskie“ transformiert wird. Von der obligatorischen Kiesgruben-Laubwald-Stimmung und den lausigen Darstellern ganz zu schweigen. Mir verschließt sich, warum eigentlich durchaus passable Schauspieler wie Jack Betts so intensiv und wiederholt die Niederungen des Genres ausgelotet haben. Gleiches gilt für Coriolano Gori, dessen Score mit Geigen, Vibraphon, Trompeten und Gitarren auch diesmal durchaus wohlgeraten ist.

Es ist an anderer Stelle oft genug gesagt worden, doch sei es auch hier nochmal getan: Der deutsche Alternativ-Titel „Adios, Companeros“, unter dem die DVD vertrieben wird, sorgt für Verwirrung. Im gleichen Jahr, 1971 nämlich, drehte Demofilo Fidani mit fast der gleichen Crew „Per una Bara piena di Dollari“, der hierzulande ebenfalls als „Adios, Companeros“ herauskam und für Fidani-Verhältnisse sogar richtig gut ist.

 

Rating: $

 

Bodycount: ca. 34 Gringos

 

Splatter: 1/10

 

Specials:

Kinski ist in einer kurzen Rolle als Reverend Cotton zu sehen. In einer Szene beißt er in einen Apfel und dabei gleich eine ganze Hälfte ab. Ist schon großartige Kunst und erfordert ganze Kieferarbeit, um mit diesem Fruchtandrang fertigzuwerden. Respect!

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