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Das Italowestern-Archiv
Djangos Rückkehr (Django 2: il grande Ritorno)

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Franco Nero beklagt die rauhen Sitten

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Christopher Connelly spießt Schmetterlinge auf

R: Nello Rossati („Ted Archer“); B: N.R., K: Sandro Mancori; M: Gianfranco Plenizio; D: Franco Nero, Christopher Connelly, Licinia Lentini (“Licia Lee Lyon“), Consuelo Reina

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (ARD)

 

Ein paar Jahre nach der Revolution unter Benito Juarez treibt in Mexiko der durchgeknallte ungarische Baron und Schmetterlingssammler Orlowski (Christopher Connelly) sein Unwesen. Ursprünglich als Hofschranze des glücklosen Ösi-Kaisers Maximilian ins Land gekommen, schippert er nun mit seinem gepanzerten Dampfschiff über die Flüsse. Mit Hilfe seiner Söldner fängt er Peones und deren Kinder, die er wahlweise in seiner Silbermine schuften lässt oder an Bordelle verhökert. Dieses Schicksal winkt auch der kleinen Marisol, die zusammen mit anderen Mädchen in die Fänge des sauberen Barons gerät. Glück im Unglück: Marisol ist Tochter von Django (Franco Nero), der inzwischen als Bruder Ingnazius in einem Kloster friedlich vor sich hin meditiert und der Gewalt abgeschworen hat. Auf der Suche nach Marisol wird der Bruder ebenfalls vom Baron hopps genommen und muss in der Mine keulen. Nicht gerade Laune hebend. Doch kann sich Django aus seiner misslichen Lage mit Hilfe des schrulligen Insektenkundlers Gunn (Donald Pleasance) befreien. Er lässt nun Kutte Kutte sein, buddelt sein altes Maschinengewehr wieder aus und hält blutige Ernte: Fortan zieht er mit dem kleinen Miguel, der mit Orlowski noch mehr als eine Rechnung offen hat, auf einem Leichenwagen durch die Gegend, um dem Sadisten aus der Puszta sein Handwerk zu legen und die Unglücklichen zu befreien.

 

I 1987

 

Zitat:

„Etwas Öl könnte nichts schaden.“ (Django, nachdem er sein MG direkt nach dem Ausbuddeln das erste Mal an einer Rotte Mexikaner erprobt hat)

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

„Djangos Rückkehr“ ist die einzige echte Fortsetzung von Corbuccis „Ur“-Django, da er die bereits 1966 von Franco Nero verkörperte Hauptfigur übernimmt und die Geschichte rund 20 Jahre nach den Ereignissen aus „Teil 1“ weiterspinnt. Damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten, denn stilistisch kann Rossatis Werk dem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Trotz durchaus interessanter Ansätze, wie dem sadistischen Schurken auf seinem schwarz getünchten Panzerschiff, ist letztendlich nur eine Art Abenteuerfilm herausgekommen, der genausogut in Südamerika, Afrika oder Vietnam spielen könnte: Eine klassische Italowestern-Stimmung baut sich trotz des gar nicht mal schlechten Scores und der guten Kameraarbeit nicht auf. Noch dazu ist Django vom lakonischen Mann in Schwarz in Richtung einer Mischung aus Keoma und Rambo mutiert, inklusive Deppenzöpfchen. Da passt es auch, dass Thomas Danneberg (u.a. Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger) Nero in der deutschen Fassung seine Stimme leiht, während der im ersten Teil viel passender vom inzwischen verstorbenen Gert-Günter Hoffmann synchronisiert wurde.

Im Prolog, der nicht viel mit dem Hauptplot zu tun hat, ist Willam Berger zu sehen: Er gibt einen in die Jahre gekommenen Revolverhelden, der den alten Zeiten hinterher trauert und nur noch in den Stiefeln sterben will, was ihm auch gelingt. Das hätte Django ebenfalls besser mal getan.

 

Rating: $$$-

 

Bodycount: ca. 15 Gringos, ca. 70 Mexikaner

 

Explizite Brutalitäten:

- Orlowskis schwarze Mätresse duscht vor verdurstenden Gefangenen

- Orlowskis Schergen schlagen Django zusammen, ersäufen ihn fast und traktieren ihn mit brennenden Zigarren

- Ein kleines Mädchen wird von Orlowskis Söldnern vergewaltigt

- Um ein Gewehr zu testen, killt Orlowski einen vorbeifahrenden Gemüsehändler

- Ein Bauer wird gekreuzigt und mit brennenden Zigarren gefoltert

- Ein Scherge wirft eine Frau vom Balkon

- Jenem Schergen steckt Django kurz darauf eine brennende Stange Dynamit in den Mund

 

Liebe:

Dona Gabriela (Consuelo Reina) verfällt Orlowskis Macht und perversem Charme: 2/10

 

Specials:

Der Sarg beinhaltet diesmal nicht nur das bekannte MG, sondern dient auch als Bombenbehälter

 

Splatter: 4/10

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