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Das Italowestern-Archiv
Der Tod eines Killers (The Killers)

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Lee Marvin hat wieder mal keine Zeit ...

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... Ronald Reagan und Angie Dickinson bleibt nicht mehr viel davon

R: Don Siegel; B: Gene Coon; K: Richard Rawlings; M: Johnny Williams, Henry Mancini, Don Kaye; D: Lee Marvin, John Cassavetes, Angie Dickinson, Clu Gulager; Claude Atkins

 

Quelle:

TV-Ausstrahlung (WDR)

 

Die Knipser Charlie (Lee Marvin) und Lee (Clu Gulager) erledigen wieder mal einen Job für einen unbekannten Auftraggeber. Auf der Rückfahrt macht sich Charlie seine Gedanken, denn erstens zeigte ihr Opfer weder Fluchtreflex noch Gegenwehr, zweitens hatte er ihn sofort erkannt: Es handelte sich um Johnny North (John Cassavetes), ehemaliger Rennfahrer und beteiligt an einem Millionenraub vier Jahre zuvor. Die Killer machen sich dran, ihren Auftraggeber zu finden und vielleicht noch ein bisschen mehr Kohle rauszuschlagen. Sie stochern in einem Sumpf aus Liebe, Abhängigkeit, Verrat und Verbrechen, in dem neben Johnny North hauptsächlich die schöne, aber eiskalte Sheila Farr (Angie Dickinson) und Gangster Jack Browning (Ronald Reagan) mitmisch(t)en. Ein Sumpf, der am Ende alle verschlingen wird. 

 

USA 1964

 

Zitate:

„Bedaure, Gnädigste, soviel Zeit haben wir nicht.“ (Charlie in verschiedenen Variationen)

„Der einzige Mensch, der vorm Tod keine Angst hat, ist der, der bereits tot ist.“ (Charlie zu Lee)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Schwarzer Thriller, ein Remake des Siodmak-Klassikers aus den 40ern, den Don Siegel  ursprünglich fürs Fernsehen inszenierte. Das Hauptmotiv der Vorlage von Ernest Hemingway – zwei Killer jagen einen Mann - hat Siegel rasch abgefrühstückt. Ihm geht’s um die Geschichte, die hinter dem Handeln des späteren Opfers steckt. Der Film enthält die wichtigsten Ingredenzien der „Schwarze-Serie-Thriller“. Zum einen die zu allem entschlossene Femme fatale, die keine Freunde, geschweige denn Liebe kennt, es sei denn, sie bringen Vorteile bevorzugt materieller Art. Weiterhin finden wir in Johnny North einen Typen, der vordergründig alles im Griff zu haben glaubt, aber nicht merkt, dass er wie alle anderen nur ein Mittel zum Zweck ist: Er ahnt dies zwar, ist aber zu schwach, um entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Über allem scheinen die Killer - zwei gut gekleidete, coole Hipster - zu stehen: der fast schon philosophisch angehauchte Charlie und der Psycho Lee, Gesundheitsfreak und tickende Zeitbombe. Doch auch sie müssen letztendlich erkennen, dass ihre Mittel limitiert sind.

Ein spannender Thriller mit einem guten Score, der zu Recht doch noch in die Kinos kam und der seine wohl eher dem knappen TV-Budget geschuldeten schlechten Rückpros und billigen Kulissen als bewusste Stilmittel einsetzt.     

Ronald Reagan spielte in diesem, seinem letzten Film zum ersten Mal einen Bösewicht. In der Politik hatte er später dazu noch des öfteren die Gelegenheit.

  

Rating: $$$$

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