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Das Italowestern-Archiv
Time Breaker (Get Mean)

R: Ferdinando Baldi; B: F.B. , Lloyd Battista ; K: Mario Perino ; M: Fabio Frizzi ; D: Tony Anthony, Lloyd Battista, Raf Baldassare, Diana Lorys

 

Quelle: VHS (Dynamic)

 

Vor allzu langer Zeit begab es sich irgendwo in Arizona oder Texas oder New Mexico oder sonst auch immer, dass ein nicht allzu edler Kopfgeldjäger (Tony Anthony) einen recht sonderlichen Auftrag an Land zog. Für das stattliche Sümmchen von 50.000 güldenen Dollars soll er die holde Maid Elisabeth (Diana Lorys), ein recht hübsch anzuschauender Adelsspross und rechtmäßige Thronfolgerin, nach Spanien überführen und sie vor allen Gefahren beschützen. Auf der Seereise über den großen Teich geschieht Absonderliches, die Zeit dreht sich zurück und unser ruppiger Held sieht sich in Good Old Europe plötzlich Horden von Hunnen (angeführt von Battista und Baldassare) und einer ungeklärten politischen Führungsfrage gegenüberstehen.

Macht nix, mithilfe eines Reisesacks voll Dynamit und Großkalibrigem werden auch marodierende Osteuropäer mit der Zeit gefügig gemacht, schliesslich wollen die 50.000 Kröten hart verdient sein. Weit größere Probleme stellt allerdings eine Reise in die Unterwelt dar...

 

I 1976

 

 

Die Kritik des Sargnagels:

Fünf Jahre nach „Blindman“ kollaborierten Ferdinando Baldi und Tony Anthony wieder zusammen. War schon die Mär vom blinden Gunslinger recht untypisch, setzten sie den Weg ins Abstruse mit „Time Breaker“ weiter fort und bastelten noch eine Zeitreisegeschichte hinzu, die allerdings doch sehr konstruiert wirkt und auch sonst keinen großen Einfluss auf die Handlung hat. 
Anscheinend hatten die Verantwortlichen sogar ein recht nettes Sümmchen an Budget  zusammengeklaubt und wirkungsvoll in Material, ner Menge Komparsen und FX gesteckt. Das Grande Finale ist ein Schmaus für Pyromanen und man schreckte auch nicht vor Massenszenen mit über hundert Statisten in Hunnenkostümen zurück.

Die Kameraarbeit von Perino ist exquisit und fängt die Action effektiv und gegen Ende sogar äußerst bildgewaltig ein.  Aber schon sind wir beim Negativen: dem Schnitt. Nicht dass das Werk verstümmelt wäre, nein, es wirkt wie eine Rohfassung. Grade in Handlungs- und Dialog-Szenen fehlt jegliches Timing. Bringt Anthony mal wieder einen seiner kernigen, trockenen Sprüche, bleibt die Kamera noch weitere 3 Sekunden danach unbeweglich auf seinem Gesicht. Mit einem guten, harten Schnitt setzt man ein Ausrufezeichen, hier verpufft jedoch jeder Joke im Elegischen und Anthonys Coolness bekommt öfters einen Dämpfer. Komischerweise sind die Actionsequenzen wiederum auf den Punkt. Insgesamt wirkt der Film dadurch nach einer ¾-Stunde etwas zäh, rappelt sich aber wieder im großen Showdown.  Schade, es hätte ein Riesenwurf werden können, der handwerkliche Makel verhindert jedoch ne gute Wertung meinerseits. Wäre eine Überlegung wert: Mit einem Neuschnitt wären nochmals 20% aus dem Streifen rauszukitzeln. Aber wer tut sich das heutzutage noch an...

  

Rating: $$$+

 

Liebe : 0/10 - für den Stranger zählt schlussendlich nur der Zaster

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