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Das Italowestern-Archiv
Die schwarze Katze (The black Cat)

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David Manners, Julie Bishop: Wenn naive Turteltäubchen reisen, ...

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... dann könnte es rasch unangenehm werden: Bela Lugosi, Boris Karloff

R: Edgar G. Ulmer; B: Peter Rurig, E.U.; K: John Mescall; M: Heinz Roemheld; D: Bela Lugosi, Boris Karloff („Karloff“), David Manners, Julie Bishop („Jacqueline Wells“)

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (WDR)

 

Das frisch verheiratete Ehepaar Alison (Manners, Bishop) befindet sich auf Hochzeitsreise, die sie per Orient-Express nach Ungarn führen soll. Aufgrund der Fülle des Zuges wird den Turteltäubchen ein Fremder (Bela Lugosi) zugesellt, der sich als Dr. Vitus Werdegas vorstellt. Werdegas, der das gleiche Reiseziel hat wie die Alisons, hatte die letzten 15 Jahre in einem Kriegsgefangenlager in Russland geschmachtet und möchte jetzt einen „Freund“ besuchen. Angekommen in der Provinzstadt Visegrad, nimmt unsere Kleingruppe ein Taxi, das prompt bei strömendem Regen verunglückt. Glück im Unglück: Das Haus des besagten „Freundes“ befindet sich in unmittelbarer Nähe, so dass die Unglücksraben dort trotz Widerwillens die Nacht verbringen können. Der unheimliche Gastgeber, der Architekt Hjalmar Poelzig (Boris Karloff), war im Krieg einst Werdegas’ Vorgesetzter und hat ihm sein Leben nebst Frau und Tochter gestohlen. Poelzig hatte Werdegas’ Gattin geehelicht, die er seit deren Ableben konserviert in den weitläufigen Kasematten seines Hauses aufbewahrt, das auf den Ruinen einer österreichischen Festung steht. Inzwischen ist der Schlingel mit der Tochter (Lucille Lund) verheiratet und leitet einen Ring von Satansjüngern. Für ein Ritual brauchen die Teufelsanbeter noch eine „Hauptdarstellerin“, die Poelzig in Joan Alison gefunden zu haben glaubt. Er spielt mit dem rachedürstenden Doc eine Partie Schach um die Gutste, die sowenig wie ihr naiver Gatte von der Gefahr ahnt. Zwar verliert Werdegas die Partie, doch ist auch der Zeitpunkt gekommen, um sich grausam an seinem Widersacher zu rächen.

 

USA 1934

 

Zitate:

 

"Sie werden das Ritual heute nacht vollziehen, und Sie werden dabei eine Rolle spielen. Eine wichtige Rolle." (Bela Lugosi zur erschütterten Julie Bishop)

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

In den 30er-Jahren hatte sich die Universal als das Horrorfilmstudio etabliert. denn die mit oft kleinen Budgets gedrehten Filme spielten eine Menge Kies ein. Edgar Ulmer war ein Regisseur, der aus Scheiße sowas wie Gold machen konnte: sprich mit wenig Zaster und unter immensem Zeitdruck gute B-Ware lieferte. In diesem, seinem ersten und einzigen Film für ein großes Studio, trafen die Superstars des Horrors erstmalig aufeinander: Karloff und Lugosi hatten mit „Frankenstein“ bzw. „Dracula“ Blockbuster abgeliefert und teilten sich hier nun die Hauptrollen. Beide nutzen die Gelegenheit, um schauspielerisch voll vom Leder zu ziehen, was besonders schön in der Originalfassung zu sehen ist. Viele halten „The black Cat“ sogar für Lugosis beste Arbeit, während Boris Karloff für mich eh’ ein Spitzen-Schauspieler war. „The black Cat“ bietet keine positiven Identifikationsfiguren: Karloff gibt den satanischen Bösewicht, und auch Lugosi ist nur vordergründig der nette Onkel Doktor mit Katzenphobie. Hintenrum macht er sich an die frisch verheiratete Mrs. Alison ran und wartet nur darauf, seine Rache blutig und brutal zu vollziehen. David Manners als „Held“ ist zu schwach: Er kann das Grauen nicht brechen, das langsam und gut fotografiert heraufzieht. Am Ende retten die Alisons immerhin ihr Leben, während die Protagonisten von ihrer Vergangenheit verschlungen werden.

 

Rating: $$$$-

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