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Das Italowestern-Archiv
Nackte Straßen (The naked Street)

AT:
The Mobster

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Dicke Luft bei Farley Granger und Anne Bancroft

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Anthony Quinn nimmt sich Farley Granger zur Brust

R: Maxwell Shane; B: M.S., Leo Katcher; K: Floyd Crosby; M: Emil Newman, Ernest Gold; D: Anthony Quinn, Anne Bancroft, Farley Granger, Peter Graves, Else Neft

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (ARD)

 

Phil Regal (Anthony Quinn) ist jemand, der Job und Privatleben zu trennen weiß. Auf der einen Seite kontrolliert er mit harter Hand das Kredit- und Glücksspielgeschäft in Brooklyn, sieht auch Mord als durchaus legitime Fortsetzung des Geschäftsgesprächs an. Auf der anderen Seite steht die Familie: Mutter (Else Neft) und Schwester Rosalie (Anne Bancroft), geliebt und vergöttert, für die Regal alles geben würde. Da trifft’s den Gangster wie ein Schlag als er von Rosalies Schwangerschaft erfährt. Vater ist Nick Bradna (Farley Granger), notorisch bankrotter Spieler und Schürzenjäger. Bradna sitzt allerdings inzwischen in der Todeszelle für den Mord an einem Drugstore-Besitzer. Regal setzt nun die Belastungszeugen unter massiven Druck und erreicht so die Rücknahme der Aussagen sowie ein falsches Alibi: Bradna kommt frei und wird von Phil dazu verdonnert, Schwesterchen zu heiraten. Dazu kriegt er einen Job als Trucker, um fortan ehrlich durchs Leben zu gehen. Doch aus dem geplanten Familienidyll wird nischt. Das Baby kommt tot zur Welt, und der Nickster nimmt sein altes Leben wieder auf: Weiber und Kleinkriminalistentum. Darauf beschließt Phil, seinen Schwager wieder dahin zu bringen, wo er her kommt: in die Todeszelle. Er schiebt ihm also den Mord an einem Konkurrenten in die Schuhe und sorgt dafür, dass Nicky nach Sing-Sing einfährt. Doch der will nicht alleine gegrillt werden und spielt mit Hilfe des Journalisten John McFarland (Peter Graves) einen letzten Trumpf aus.

 

USA 1955

 

Die Kritik des Gunslingers:

Regisseur Shane hat seinen Film als große Rückblende angelegt, in der Reporter McFarland den Untergang des Gangsters Phil Regal erzählt. Die Stadt als Hort von Laster und Verbrechen, ein Ort, an dem niemanden zu trauen ist, wird dabei in Gegensatz gestellt zur Geborgenheit der Familie, wohin es auch den übelsten Gangster nach getaner Arbeit zurückzieht. Sie dient letztendlich dem Mobster alter Schule auch als Legitimation für seinTun: Seinen „Geschäften“ geht er ja nur nach, weil er die Seinen gut versorgt sehen will. Dieses Deckmäntelchen fehlt Bradna: Er verfolgt zwar die gleichen Ziele wie Regal, handelt aber rein eigennützig und kennt keine Loyalität, was seinen Untergang beschleunigt. Ein passabler Gangster-Fim mit guten Darstellern und einem adäquaten Jazz-Score.

Ín einer kleinen Rolle als Mordopfer ist übrigens auch Lee van Cleef zu sehen. 

Rating: $$$+     

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