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Das Italowestern-Archiv
Die Teufelsbestie (Twisted Brain)

AT:

Die Bestie

Horror High (USA)

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Jeff Alexander ist stinkesauer ...

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... was ihm nicht so gut bekommt

R: Larry N. Stouffer; B: Jack Fowler; K: Janis Valtenbergs; M: Jerry Coward, Joy Buxton, Don Hulette; D: Patrick Cardamone („Pat Cardi“), Rosie Holotik, Austin Stoker, John Niland

 

Quelle: VHS (Vision Video Selection)

 

Vernon Potts (Pat Cardi) ist das, was man heutzutage als “Nerd “ bezeichnet: Strebsam, intelligent und total unsportlich, also unbeliebt bei seinen Lehrern, verarscht von seinen Mitschülern. Sein Ego bekommt einen weiteren Knacks, als seine Litaraturlehrerin, Mrs. Grindstaff (Joye Hash), seine Biologie-Hausarbeit kurzerhand mit dem Papierschneider zersäbelt: Das Produkt einer halbjährigen Forschungsarbeit mit Meerschweinchen Mr. Mumps ist damit perdu. Der brave Mr. Mumps muss dennoch das Gebräu schlucken, was Vernon für ihn zubereitet hat, worauf sich der wackere Nager kurzerhand in eine Bestie verwandelt und die Katze des schmierigen Hausmeisters, Mr. Griggs (Jeff Alexander), meuchelt. Griggsy, nicht sehr amused, killt Mr. Mumps mit einem Porzellanstößel und zwingt Vern, seinen Trank bis zur Neige zu trinken. Hätte er mal besser bleiben gelassen, denn der Trank erweckt neue Lebensgeister in unserem schlaffen Studenten, der Griggs ohne viel Federlesens kaltmacht. Den toten Hausmeister, die zerfledderte Katze und den zermörserten Mr. Mumps parkt Vernon in einem Fass für Säureabfälle. Der Streber hat nun Gefallen an seinem Tun gefunden: Jeden Abend pitschert er nun eine Ration Zaubertrank, verwandelt sich in einen hinkenden, verrückten Zausel mit Bärenkräften und rückt seinen Peinigern massiv zu Leibe. Auch die Zuneigung von Schulschönheit Robin (Rosie Holotik) kann ihn nicht mehr stoppen.

 

USA 1973

 

Zitate:

„Ich schlag nie zurück, sonst kommt’s noch schlimmer.“

„Mein ganzes Leben haben sie mich herumgestoßen. Jetzt nicht mehr.“ – ROAR!

 

Die Kritik des Gunslingers:

 

Low-Budget-Bearbeitung des Jekyll-Hyde-Themas mit durchaus passablen Ansätzen. Regisseur Stouffer visualisiert die Fantasien von allen, die mit Grausen an ihre Schulzeit zurückdenken: es einmal den Schönen, Beliebten und vor allem bestimmten Lehrern ordentlich zu zeigen, koste es, was es wolle. Leider scheitert der Film an seinen beschränkten Mitteln und Möglichkeiten: Die meiste Produktions-Knatter ging wohl dafür drauf, den Inhalt des Säurefasses adäquat in Szene zu setzen. So muss Hauptdarsteller Pat Cardi die Verwandlung allein mithilfe seines schauspielerischen Talents meistern, was leider schief geht. Daran hatte sich schließlich selbst eine Größe wie Spencer Tracy schon mal fast die Zähne ausgebissen.

Unlogisch auch, dass die „Bestie“ derartig gehandicapt ist – hinkend und langsam wie ein Geldschrank auf Rädern. Da muss Vernon schon, um überhaupt zum Zug zu kommen, vor seinen Mordtaten jedesmal die ganze Schule zuschließen, damit sich seine Opfer irgendwann mal in einer ausweglosen Ecke wiederfinden, um dort zerfleischt zu werden. Eine Erwähnung wert ist der Score, der zumeist unpassend, aber hörenswert Psycedelic, Früh-Elektro, Synthie-Pop und 70s-Funk kombiniert.   

Der Film wurde scheint’s ursprünglich fürs Fernsehen gedreht, bevor eine kurze Kinoauswertung erfolgte. Heute genießt er in Trash-Afficionado-Kreisen durchaus sowas wie Kultcharakter. Leider ist die VVS-Version gegenüber der deutschen FSK-18-Fassung und dem Original massiv gekürzt.

Noch was zu den Darstellern: Hier waren nicht nur Gurken beschäftigt, denn Cardi hatte einige Kinorollen in größeren Produktionen und war häufiger Gast in TV-Serien der 70er. Joye Hash drehte sogar mit Bogdanovitch („Die letzte Vorstellung“) und Austin Stoker, der hier den Bullen gibt, unter anderem mit John Carpenter („Assault“). Später tauchte er in der Serie „Roots“ auf und spielte mit Pam Grier. Rosie Holotiks Karriere spielte sich anscheinend hauptsächlich 1973 ab: Sie zog sich für den Playboy aus und spielte in einem weiteren B-/C-Horrorfilm mit:  „Don’t look in the Basement.“

 

Rating: $$+ (Trash: $$$$)

 

Splatter: 2/10

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