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Das Italowestern-Archiv
Zwölf Monate Bewährungsfrist (Invisible Stripes)

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George Raft und Humphrey Bogart spechten den Tatort aus

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Jetzt gibt's richtig Saures

R: Lloyd Bacon; B: Warren Duff; K: Ernie Haller; M: Heinz Roemheld; D: George Raft, William Holden, Jane Bryan, Humphrey Bogart, Flora Robson

 

Quelle: TV-Ausstrahlung (ARD)

 

Weil er so richtig brav war, wird Cliff Taylor (George Raft) nach einem Jahr Sing-Sing auf Bewährung entlassen. Mit ihm zusammen kommt sein Knastkumpel Chuck Martin (Humphrey Bogart) raus, der seine volle Strafe abgebrummt hat. Während Cliff eher durch Pech auf die schiefe Bahn geriet, ist Chuck ein notorischer Gangster, der, sobald in Freiheit, sein altes Leben wieder aufnimmt. Cliff hingegen versucht, anständig zu bleiben, was ihm seine Umwelt geradezu unmöglich macht: Sobald nämlich seine diversen Arbeitgeber von seinem Knacki-Vorleben erfahren, ist’s aus mit dem Job. Auch seine Freundin Sue schießt ihn ab, weil sie keinen Knastologen ehelichen will. Als er seinen letzten Job aufgrund falscher Anschuldigungen auch noch verliert, wendet er sich verzweifelt an Chuck, der inzwischen wieder richtig auf die Kacke haut und ihn in die Gang aufnimmt. Während die Familie glaubt, Cliff arbeitet als Traktorenvertreter, dreht der mit Chuckies Gang richtig dicke Dinger. Nach diversen Banküberfällen kann er seinem kleinen Bruder Tim (William Holden) eine eigene Autowerkstatt finanzieren und so verhindern, dass der auch eine Gangsterlaufbahn einschlägt. Während Tim also auf die Sonnenseite des Lebens gelangt, muss Cliff seinen Kelch bis zur bitteren Neige auskosten.

 

USA 1939

 

Zitate:

„Ich steh auf einer verfaulten Planke und rieche an 10-Cent-Veilchen.“

„Man kann überleben, wenn man sich den Gesetzen der Gemeinschaft unterordnet.“

 

Die Kritik des Gunslingers:

Gangsterfilm von Lloyd Bacon, der beschreibt, wie Vorurteile verhindern, dass ein anständiger Kerl sauber bleibt. Damit entlarvt er den Gefängnisdirektor der Lüge, der anfangs meint, man müsse sich nur an die Spielregeln halten, um unbehelligt leben zu können. Sein Gegenpol Chuck wird mit seiner nihilistischen Einstellung dagegen Recht behalten.

George Raft, neben Cagney zu der Zeit Hollywoods Edelgangster Nr. 1, macht seine Sache als „Victim of Circumstances“ gut, auch wenn seine Figur in ihrem kompromisslosen Gutmenschentum etwas holzschnittartig erscheint. Bogey, kurz vor seinem Karrieresprung, hat den dankbareren Job, weil vielschichtigeren Charakter: Chuck Martin ist kein pathologischer Fiesling, sondern jemand, der die Kriminellenlaufbahn wie einen lukrativen Job gewählt hat, da ihm die ehrliche Gesellschaft keine Perspektiven bot: „Wenn man etwas haben will, dann muss man es sich nehmen.“ Also sucht er sein Glück auf der anderen Seite des Gesetzes und fährt lange Zeit gut damit. Leider fehlt dem Film die Spannung, die erst mit dem gescheiterten Überfall auf einen Geldtransporter im letzten Drittel noch Einzug hält.

 

Rating: $$$

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