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Das Italowestern-Archiv
Zum Zerreißen gespannt (Tension)

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Alles andere als eine Strandidylle: Richard Basehart, Audrey Totter, Lloyd Gough

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Barry Sullivan ist mit allen Wassern gewaschen

R: John Berry; B: Allen Rivkin; K: Henry Stradling; M: André Previn; D: Richard Basehart, Audrey Totter, Barry Sullivan, Cyd Charisse, William Conrad

 

Quelle:

TV-Austrahlung (WDR)

 

Warren Quimby (Richard Basehart) ist ein Seelchen: Nachts arbeitet er sich als Chef der Nachtschicht eines Drugstores den Arsch ab, um seiner knatschblonden Gattin Claire (Audrey Totter) die Sterne vom Himmel zu holen. Doch diese ist ein rechtes Biest ohne rechten Bock auf Vorstadtidylle und schon lange auf der Suche nach jemandem, der ihr vor allem Penunze-mäßig mehr bieten kann. Den findet sie im reichen Spirituosenhändler Barney Deager (Lloyd Gough). Mit Kondenzstreifen an den Ohrläppchen packt unsere Blondine ihre Klamotten und zieht in Deagers feudales Strandanwesen. Bei dem Versuch, seine Frau zurückzugewinnen kriegt Warren von Deager dann auch noch ordentlich einen aufs Haupt. Dem Gutsten platzt die Hutschnur, und Mord scheint die naheliegende Lösung. Quimby legt sich für die Wochenenden eine andere Identität nebst neuer Wohnung zu und fängt einen schweren Flirt mit seiner neuen Nachbarin Mary Chanler (Cyd Charisse) an. Während er also unter der Woche brav weiter keult, bereitet er sich am Wochenende als Kometikvertreter Paul Sothern auf seinen großen Tag vor. Doch in letzter Minute erkennt er, dass Mord scheiße und Mary richtig scharf ist. Doch zu spät: Des Nachts steht die Blonde wieder bei ihm auf der Matte, und Deager hat zwischenzeitlich ins Gras gebissen. Dem mit allen Wassern gewaschenen Cop, Lieutenant Collier Bonnabell (Barry Sullivan), kann der unschuldige Quimby nicht lange ein X für ein U vormachen: Er riecht schnell den Braten mit der doppelten Identität und zieht die Schlinge zu. Außerdem arbeitet Gattin Claire tatkräftig daran, ihrem Mann Dreck an den Stecken zu schmieren. Doch Bonnabell und sein Kollege „Blacky“ Gonsales (William Conrad) spielen virtuos auf der Klaviatur von Zuckerbrot und Peitsche.

 

USA 1949

 

Zitate:

„Ich bearbeite die Menschen, spiele mit ihnen Spiele.“

„Alles und jeder hat seine Belastungsgrenze.“

„Ihm saß der Schalk im Nacken.“ – „Jetzt sitzt ihm das Blei im Nacken.“

 

Die Kritik des Gunslingers:

Feiner B-Thriller der „Schwarzen Serie“ mit klassischer Personenkonstellation und passendem Jazz-Score. Audrey Totter ist die schmollmündige, platinblonde Femme fatale, die Mitmenschen ausschließlich auf deren Wert für ihren persönlichen Vorteil taxiert. Am Ende scheitert sie, weil sie im durchtriebenen Barry Sullivan ihren Meister gefunden hat. Richard Basehart als etwas farblose Brillenschlange und Cyd Charisse als patentes Mädel bleiben naturgemäß etwas blass in ihren Rollen: Ihre Charaktäre kommen nur mit viel Schwein einigermaßen heil aus der Sache raus. Etwas steril erschienen mir die Bilder, die mich eher an die Kameraarbeit bei vielen TV-Filmen denken ließen.

 

Regisseur Berry landete bald darauf auf McCarthy’s schwarzer Liste: Er drehte in den Staaten noch einen Film und ging dann nach Europa.

 

Rating: $$$+

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