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Das Italowestern-Archiv
Todesmarsch der Bestien (Condenados a vivir)

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"Robert Hundar" und "Emma Cohen" spielen im Schnee

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Dan van Husen hält die Augen auf

R: Joaquin Romero Marchent; B: J.R.M, Santiago Moncada; K: Luis Cuadrado,; M: Carmelo Bernola; D: Claudio Undari („Robert Hundar“), Alberto Dalbes, Antonio Iranzo, Emmanuela Bertran (“Emma Cohen“)

 

Quelle:

VHS (Mondial) 

 

Sergeant Brown (Claudio Undari) schiebt Dienst in einer abgelegenen Goldmine, in der Kettensträflinge nach dem Edelmetall buddeln. Vielmehr als Taschenbillard gibt’s da nicht zu spielen. Da trifft es sich gut, dass der Serge nach Fort Green abgestellt wird. Zusammen mit seiner Tochter Cassie („Emma Cohen“) schließt er sich einem Sträflingstransport an, mit dem sieben der übelsten Verbrecher ebenfalls nach Fort Green verbracht werden sollen. Bereits kurz nach der Abreise wird die Kutsche von einer bizarren Hippie-Kommune überfallen, die auf der Suche nach Minen-Gold ist, nur heiße Luft findet und in ihrer Wut den größten Teil der Wachmannschaft brutal massakriert. Die durchgehenden Pferde fahren daraufhin die Kutsche zu Schrott. Die Browns müssen sich nun zusammen mit den aneinander geketteten Sträflingen durch die winterliche Bergwelt in Richtung des sechs Tagesmärsche entfernten Forts durchschlagen. Die Situation erhält zusätzliche Würze dadurch, dass die Sträflinge bald erkennen, dass ihre Ketten aus purem Gold geschmiedet sind. Außerdem hat einer von ihnen einst Browns Frau erstochen. In der lebensfeindlichen Einöde beginnt ein „Zehn-kleine-Negerlein“-Spiel aus dem es kein Entkommen gibt.

 

E/I 1971

 

Zitate:

„Es gibt eine sehr leichte Möglichkeit, Dir zu helfen: Du brauchst Dich nur dazu entschließen, den Arsch zuzukneifen.“ (Ray zum schwer verletzten Slim)

„Es wird immer eine Kette geben für solche wie uns.“ (Charlie zu Joe, nachdem ein Zug ihre Ketten gesprengt hat)

 

Die Kritik des Gunslingers:

Der Film von Joaquin Romero Marchent gilt als der „härteste Eurowestern“. Dies ist er mit Sicherheit nicht: Was die Menschenverachtung angeht, können da durchaus noch weitere Spaghettiwestern mithalten. Wohl aber ist er der drastischte: Die Gore-Effekte sind nicht von schlechten Eltern und so realistisch inszeniert, dass man glaubt, in einem Snuff-Film zu sitzen. Hier schaut die Kamera nie weg, ob nun Kehlen aufgeschlitzt werden, Köpfe Bekanntschaft mit Gewehrkolben und Gewehrkugeln machen oder eine Machetenwunde als Befestigungsöffnung für den Fleischerhaken eines kleinen Flaschenzugs herhalten muss. Daher ist der Film, an dem sich die Geister scheiden, 1991 beschlagnahmt worden. Ich für meinen Teil fand ihn ziemlich klasse, sowohl was seine Ausführung angeht – Kamera, Schnitt, Atmo, Ausstattung und Score, als auch die Leistungen der Akteure. An Außenhandlung passiert wirklich nicht viel: eine Schicksalsgemeinschaft, die durch den Schnee stolpert und inmitten grandioser Natur versucht zu überleben. Doch die Menschen, die ihr Menschsein schon lange abgelegt haben, die sich belauern, um im richtigen Moment gnadenlos zuzuschlagen: Das ist schon gut gemacht und spannend anzuschauen. Zahlreiche geschickt einmontierte Rückblenden komplettieren die Geschichte. Ein Film, der abseits von Sensationshascherei das Anschauen lohnt – und sei es nur für ein Mal.

 

Rating: $$$$+

 

Bodycount: ca. 19

 

Explizite Brutalitäten:

- Cassies Mutter wird brutal erstochen

- Die Hippie-Banditen erschlagen aus Frust einen Soldaten mit dem Gewehrkolben und schneiden einem anderen kurzerhand die Gurgel durch

- Die Kettensträflinge schlagen Brown zusammen

John „Weasel“ McFarlane (Jose Manuel Martin) vergewaltigt Cassie

- Der Betreiber einer Einöd-Schenke wird wegen eines Streits um fünf Dollar erst mit der Machete durchbohrt. Anschließend hängt ihn einer der Gangster an eben dieser Wunde mittels Fleischerhaken und Flaschenzug an die Decke

 

Liebe:

Cassie hängt sich an Dean Marlowe, aber nur weil sie ihn nicht ganz so sehr hasst wie den Rest des Trüppchens. Der hofft zwar auf Errettung, steht ihr aber auch nicht entschlossen bei, als Weasel sie vor allen anderen vergewaltigt: 0/10

 

Splatter: 8/10

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