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Das Italowestern-Archiv
Keinen Cent für Ringos Kopf (Massacro al Grande Canyon)

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Erster Ausflug von Sergio Corbucci ins Western-Genre

R: Albert Brand, Sergio Corbucci (= "Stanley Corbett"), B: S.C.; K: Enzo Barboni (= "E.B. Clucher"); M: Gianni Ferrio; D: James Mitchum, Jill Powers, Giorgio Ardisson

 

Wes Evans (James Mitchum) legt die letzten beiden Gangster um, die einst seinem Vater das Licht ausgeblasen hatten. Die zwei Jahre lange Jagd ist zu Ende, und Evans kehrt zurück in sein Heimatdorf, um in Ruhe Kühe zu züchten. Doch gepflegte ländliche Beschaulichkeit ist leider Fehlanzeige: Es tobt ein Krieg zwischen zwei rivalisierenden Großranchern, und zu allem Überfluss hat seine Freundin Nancy (Jill Powers) inzwischen den ältesten Sohn eines der beiden geheiratet. Es fließt noch allerhand Blut die staubigen Hänge hinunter, bevor Evans endlich Frieden stiften und sich mit seiner inzwischen natürlich verwitweten Ex-Ex-Freundin auf seine eigene Farm zurückziehen kann.

 

Das sagt der Gunslinger:

Diese erste Fingerübung von Sergio Corbucci im Western-Genre aus dem Jahr 1965, folgt bezüglich Ausstattung, Handlung und Kameraführung stark den US-amerikanischen Standards. Die klassischen Muster des Italo-Westerns fehlen hier noch, auch wenn der irreführende deutsche Titel einen anderen Eindruck erwecken möchte. Hier ging's wohl nur darum, Kohle zu machen im Schlepptau der "echten" Ringo-Western.

Corbucci inszenierte unter seinem Pseudonym Stanley Corbett, wahrscheinlich zusammen mit Alfredo Antonini ("Albert Band"), der in erster Linie als Produzent tätig war. Die Kamera führte Enzo Barboni als E.B. Clucher. Trotz der versammelten Prominenz hinter den Kulissen ein schlaffes Opus.

 

Bewertung: $ 

 

Bodycount: 69

 

Liebe: 

Wes quengelt zwar irgendwie seiner Nancy hinterher, aber die beiden gehen eher miteinander um wie Brüderlein und Schwesterlein. Da fehlt auf beiden Seiten das rechte Interesse füreinander: knapp 1/10.

 

Splatterindex:

Es wird ordentlich geballert, doch alles sehr sauber: 0/10

 

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