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Das Italowestern-Archiv
The Good Cop (Den gode Strømer)

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Kim Bodnia ist mal wieder geschäftlich unterwegs

R: Lasse Spang Olsen ; B: L.S.O.; Kim Bodnia ; M: George Keller; D: Kim Bodnia, Rene Díf, Thomas Bo Larsen, Jens Okking, Iben Hjejle

  

Der Kriminalbulle Jens (Kim Bodnia) hat mehr mit dem Vertuschen der Delikte seines Freundeskreises zu tun, als seiner eigentlichen Berufung nachzugehen; sehr zum Verdruss seines Chefs Manfred (Jens Okking). Immer wieder sorgt der Trupp von Kleinganoven für Stress bei Jens, und ihr neuestes Ding schlägt dem Fass den Boden aus. Mit Hilfe eines riesigen Lastenkrans dringen sie in den Kopenhagener Hafen ein und wollen einen Container voll mit Ghettoblastern abzocken. Leider geht der Coup nach anfänglichem „einschlagenden“ Erfolg mit der Zeit immer mehr aus dem Leim; als Thomas (Rene Díf), Chef der Chaoten-Clique, schwer von einer Hydraulik-Bremse am Kopp getroffen wird entsteht heillose Panik, in der die Supernasen ein paar Container durcheinander bringen und naturalmente mit dem falschen Behälter davon zuckeln. Von der hochschwangeren Freundin Louise (Iben Hjejle) vermisst, landet Thomas mit schwerem Gedächtnis-Verlust im Krankenhaus; zeitgleich wird Jens „zufälligerweise“ auf den Hafen-Raub angesetzt.

Leider waren die vertauschten Container allesamt illegal beladen... und so hat im Laufe der Zeit Jens die chinesischen Triaden, jamaikanische Hanfkonsumenten, die lettische Mafia, schwerstbewaffnete Serben und natürlich die Kollegen von der Polizei am Hacken. Dass das Wort „Stoff“ einerseits chinesische Seidenware, andererseits auch 2,5 Kilo Heroin umschreiben kann, sorgt zusätzlich für allgegenwärtige Verwirrung. Nur Jens behält einen kühlen Kopp und versucht im Laufe der Handlung alle Beteiligten wieder in beste Zufriedenheit zu stimmen...

 

DK 2004

 

Die Kritik des Sargnagels:

Gewohnt guter „Stoff“ (sic!) von Lasse Spang Olsen. Nach den Krachern „In China essen sie Hunde“ und „Old Men in New Cars“ folgte mit „The Good Cop“ ein weiteres Stück exquisites Popcorn-Action-Kino mit schwarzhumoriger Vollfettstufe. Olsen und Bodnia als Co-Autor erfinden sich mit dem Machwerk zwar nicht neu, setzen aber ihre entwickelten Standards frisch und nicht abgelutscht um. Die Nebencharaktere haben eine eigene, comic-hafte Zeichnung erhalten; nicht tiefgängig, aber dafür liebevoll und wirklich jeder sorgt auch für einen extrem hohen Schmunzelfaktor. Kim Bodnia ist wie gewohnt extracool und pflegt seinen Stammcharakter Marke „Arschloch mit Herz“. Wenn der Gutste endlich mal auch ausserhalb Dänemarks gebucht würde - ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster - könnte er der legitime Nachfolger von Lino Ventura werden. Die Leinwandpräsenz hat er auf jeden Fall...

Die Action ist wie üblich schmerzhaft-knackig inszeniert und die dänische Handkamera-Tradition (nur zur Info: Das ist KEIN Dogma-Film) sorgt für Rasanz auch in den Zwischensequenzen. Wie schon in den o.g. Filmen basiert die Handlung auf dem „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, wird's garantiert noch um Potenzen schlimmer“ – Schema, ein für Olsen schon typisches Markenzeichen, das ihm viel Spielraum für Kuriositäten und Einfälle lässt. Solange er wie hier noch ein Feuerwerk an Absurditäten auf der Pfanne hat wie z.B. die abstruse Drogenhandel-Theorie (deutsche Touristen bauen an der dänischen Küste in ihren Ferienhäusern einen Drogenring auf) oder der idiotisch-geniale Hafen-Coup (Rififi von Grobmotorikern), dürfte es einem nicht bange werden; dennoch hoffe ich, das in den nächsten Olsen-Filmen aus dem Muster ausgebrochen wird. Es steckt noch mehr in dem Typen, vor allem in Kombination mit Anders Thomas Jensen (De grønne Slagtere, Mifune, In China..., Old Men...) als Schreiberling.

  

Rating: $$$$

 

Liebe : 1/10 (Thomas erinnert sich wieder an seine schwangere Freundin und kehrt zu ihr zurück)

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