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Das Italowestern-Archiv
Knie nieder und friss Staub (Anda Muchacho, spara!)

AT:

Il Sole sotto la Terra (I)

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Charo Lopez ist vom Leben gebeutelt

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Fabio Testi im Clint-Eastwood-Look

R: Aldo Florio; B: A.F., Bruno di Geronimo, Eduardo Brochero; K: Emilio Foriscot; M: Bruno Nicolai; D: Fabio Testi, Eduardo Fajardo, Romano Puppo (“Roman Barrett”), Charo Lopez, José “Pepe” Calvo, Francisco Sanz

 

Quelle: VHS (Mike Hunter)

 

Inhalt:

 

Roy Greenford (Fabio Testi) und sein Freund Emiliano (Massimo Serato) entkommen aus dem Steinbruch. Emiliano stirbt völlig entkräftet, verrät Roy aber Einzelheiten über einen Goldschatz. Greenford schlüpft vorübergehend bei Joselito (José „Pepe“ Calvo) unter. José schuftet wie viele andere auch in einer Goldmine: Alles Gold ist bei den Schurken Redfield (Eduardo Fajardo),  Newman (Romano Puppo) und Lawrens (Ben Carra) abzuliefern. Ansonsten setzt’s ’ne Ladung Blei durch deren zahlreichen Miet-Revolverschwinger. Greenford kann sich mit Josés Hilfe adäquat ausstatten und macht sich auf, die drei Gangster aufzumischen und vor allem das Gold zu vereinnahmen. In dem kleinen Nest angekommen, kommt ihm jeder komisch, dem er den Namen seines toten Freundes unter den Zinken reibt: Doch sein Colt gibt ihm die besseren Argumente.  Verunsichert, beschließen die drei Fieslinge, den „Neuen“ beseitigen zu lassen. Doch einem Beschluss Taten folgen zu lassen, da gehört ein wenig mehr zu als eine große Fresse: Da Plan A also fehlschlägt, tritt Plan B in Kraft, und der Fremde wird eingestellt. Roy erkennt, dass in der Wohngemeinschaft, zu der auch die gebrochene Jessica (Charo Lopez) als eine Art Wanderpokal gehört, Redfield die Hosen anhat. Dieser verfolgt seine eigenen Pläne, in denen seine Compagnons keine Rolle mehr spielen, aber auch Roy seinen Platz hat. Mit einem gefälschten Telegramm gelingt es Greenford, den Schurken soviel Feuer unter dem Arsch zu machen, dass sie beschließen, ihr im Keller eigentlich sicher gebunkertes Gold nach Tucson zu schaffen. Redfields Pläne scheinen dennoch aufzugehen, und unserem Helden kocht bald das Wasser im Arsch. Doch glücklicherweise gibt es noch Jessica und die ausgebeuteten Mineros.

 

I/E 1971

 

Zitate:

„Der Junge hat’s eilig gehabt: hat guten Tag gesagt, geschossen und ist gegangen.“

 

„Ich hab’ unseren Freund gefunden, der so gerne Leiche spielt.“ – „Wie spielt er diesmal?“ – „Mittelmäßig.“ - BLAM - „Jetzt ist er perfekt.“

 

Die Kritik des Gunslingers:

Klasse, was Aldo Florio da liebevoll angerichtet hat: einen Spaghetti-Gourmet-Teller der Spitzenklasse, absolut al dente. Der gute Fabio Testi in seiner Rolle als Revolverheld mit Mission wirkt vom Habitus bis zu den Klamotten auf weiten Strecken so wie der junge Eastwood. Verstärkt wird dieser Effekt durch die deutsche Fassung, in der die Eastwood-Stimme, Klaus Kindler, Testi synchronisierte. Klasse und knüppelharte Atmo, gute Darsteller und eine vielschichtige Geschichte, die sich erst stückweise durch geschickt montierte Rückblenden erschließt, geben dem Film Charakter. Wieder mal komponierte Bruno Nicolai einen Spitzenscore, der ein wenig an Morricones Arbeit zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ erinnert, ohne ihn zu kopieren. Auch der Aufbau des Showdowns ähnelt dem finalen Duell des Leone-Meisterwerks. 

Im Vergleich zu seinem eher durchschnittlichen „Die unerbittlichen Fünf“ von 1966 hat Florio hier ordentlich zugelegt, selbst wenn man seine deutliche Anlehnung an Sergio Leone kritisieren mag.

 

Rating: $$$$$-

 

Bodycount: ca. 22 Gringos, 15 Mexikaner

 

Explizite Brutalitäten:

- Jessica wird wiederholt durch Lawrence vergewaltigt 

- Die Revolverschwinger der drei Arschkrampen erschießen gnadenlos unbewaffnete Mineros

- Greenford bekommt durch Redfield eine herbe Abreibung, als er sich dessen Gold unter den Nagel gerissen hat. Dabei walken ihn die Banditen  mit einem Axtstiel gehörig durch

- José wird der Wasserfolter unterzogen, um den Aufenthaltsort von Roy und Jessica auszuspucken

- Der Spitzel Miguel erhält von seinen ehemaligen Minero-Kumpels die Quittung in Form einer Runde Würgehalsband

- Als der an ihn gekettete Emiliano auf der Flucht schlappmacht, muss sich Roy irgendwie befreien. Tschä nun: Wozu hat man ein schartiges Jagdmesser dabei.

 

Liebe:

Zwischen Jessica und Roy entwickelt sich was, aber erst nach dem Abspann: 0/10

 

Splatter:

Hier geht’s schon mal zur Sache 4/10

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