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Das Italowestern-Archiv
Das letzte Gewehr (Jim il Primo)

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Flotter Dreier: Harris Cooper, Kitty Carver und Carl Möhner

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Cameron Mitchell verrät seinen Schneider nicht

Regie: Sergio Bergonzelli („Serge Bergon“); B: Ambrogio Molteni; K: Amerigo Gengarelli; M: Marcello Gigante; D: Cameron Mitchell, Livio Lorenzon, Carl Möhner, Celina Celi, Kitty Karver, Harris Cooper

 

Quelle:

DVD (Mawa)

 

In Texas ist kurz nach dem Bürgerkrieg Anarchie machbar, Herr Nachbar. Das nutzt auch die Gang von Jeff (Livio Lorenzon), die sich in dem kleinen Örtchen Sanderson einnistet, um hier auf einen Goldtransport zu warten. Der einzige Aufrechte in der Bürgerschaft scheint der wackere Sheriff (Harris Cooper) zu sein, der allerdings völlig allein gegen die Banditen steht. Selbst Bankier Morgan („Paolo Solvay“ aka Luigi Batzella ) kungelt mit den Banditen und verscherbelt ihnen den Goldtransport gegen eine satte Beteiligung. Doch halt: In Sanderson hat sich auch Jim Hart (Cameron Mitchell) inkognito als Krämer niedergelassen. Jim, einst bekannt als „Pistolen-Jim“, hat die Knarre, des Tötens müde, an den Nagel gehängt und gilt jetzt in der Stadt als Weichei, das seinen Arsch hinterm Ladentresen breit sitzt. Scheint also alles glatt zu laufen für den guten Jeff, bis ein Maskierter auftaucht, der den Banditen treffsicher zu Leibe rückt. Ist wohl nicht zuviel verraten, dass Jimbo wieder am Start ist und die Pläne der Gangster durchkreuzt. Die sind nun zwar stinksauer, doch unser Held erhält Hilfe von unerwarteter Seite und kann die Sache mit Anstand zu Ende bringen.

 

I 1964

 

Zitate:

„Wer nicht schießen kann, ist ein altes Weib.“

„Jim – das ist mein Bruder, aber jetzt heißt er Bill und liegt auch an der Kette.“

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Früher Italo von Bergonzelli, der sich nicht nur von der Optik her noch eng an die durch die Winnetou-Filme vorgegebenen Eurowestern-Standards hält. Auch die Personenkonstellation hat erst wenig mit dem Spaghettiwestern zu tun. So sind die Seiten – gut und böse – noch klar definiert, Eigennutz spielt keine Rolle, außer natürlich für die Outlaws. Die einzige „klassische“ Spaghettifigur ist der zwielichtige „Guitar“ (Carl Möhner), der es zwar mit den Banditen zu halten scheint, aber seine eigenen Pläne verfolgt, wenngleich die auch eher konventionell sind. Trotz seiner formal nicht zu beanstandenden Ausführung ein sehr durchschnittlicher Film, der für den erfahrenen Zuschauer weder Spannung aufbauen kann, noch Überraschungen bietet. Selbst der Schluss-Gimmick ist absehbar.

Luigi Batzella hat sich ebenfalls als Regisseur versucht. Was ich von ihm kenne, ist allerdings lowest Trash-Level. Als Darsteller macht er hier eine eindeutig bessere Figur.

 

Rating: $$$

 

Bodycount: 12

 

Explizite Brutalitäten:

Die Banditen lynchen den Bankier, den sie fälschlicherweise des Verrats verdächtigen

 

Liebe:

Janet (Celina Celi) turtelt mit Jim, droht allerdings zwischenzeitlich von der Fahne zu gehen, da ihr der Maskenmann eben maskuliner erscheint.

Die rassige Dolores (Kitty Carver) bandelt mit dem coolen „Guitar“ an, der jedoch nur selten ohne Zigarillo im Mundwinkel anzutreffen ist. Insgesamt: 2/10

 

Splatter: 2/10

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