Make your own free website on Tripod.com
Home | English Version | The Songs, the Lyrix | Horror, Grusel, Classix | Thriller, Cops'n'Robbaz | Pseudonyme | Linx | Impressum | Zum Gästebuch
Das Italowestern-Archiv
Bleigewitter (Reverendo Colt)

AT:

Antreten zum Beten

bleigewitter2.jpg
Summer of Love: Ennio Girolami busselt mit Maria Salerno

bleigewitter1.jpg
Richard Harrison und sein Schnauz stellen Ruhe und Ordnung wieder her

R: Leon Klimovsky; B: Tito Carpi, Manuel Martinez Remis; K; M: Gianni Ferrio; D: Guy Madison, Ennio Girolami („Thomas Moore”), German Cobos, Richard Harrison, Maria Salerno („Marta Monterrey“)

 

Der kleine Weiler Dexter ist ein beschaulicher welcher, in dem sich so richtig schön ruhige Kugeln schieben lassen. Wenn denn doch mal was passiert, sind auch schon der wackere Sheriff Donovan (Richard Harrison) und sein Schnauzbart zur Stelle, um die Ordnung wieder herzustellen. Dies ändert sich, als des Sheriffs alter Bekannter, der Kopfgeldjäger Daniel Miller (Guy Madison), in die Stadt kommt. Miller, den ein traumatisches Kindheitserlebnis einst auf die blutige Bahn gelenkt hatte, hat inzwischen dem Metier abgeschworen und kommt nun als Priester, um in Dexter eine Kirche zu errichten. Als aber Banditen die örtliche Bank plündern und dabei den Kassierer eintüten, fällt dies alles auf den Gottesmann zurück. Dieser kann das Vertrauen der lynchwütigen Bürgerschaft nur gewinnen, in dem er sich an die Fersen der Gangster hängt. Miller bewahrt mit seinem Colt in letzter Sekunde einen kleinen Siedlertreck davor, von ebenjenen Banditen hochgenommen zu werden, die scharf auf eine mitgeführte Regimentskasse der Konföderierten sind. Die Gruppe erreicht ein aufgegebenes Fort und müssen sich auf eine lange Belagerung bei Gluthitze und mit stark limitierten Wasservorräten einrichten. Zu allem Überfluss hat sich noch eine zweite Partei zusammengerauft, um die Kasse klarzumachen.

 

Zitat:

„Ein echter Mann ist mehr wert als ein Dutzend Yankees.“

 

I 1970

 

Die Kritik des Gunslingers:

Je, nu’, geht ja ganz passabel los, verliert dann aber irgendwann die Linie und plätschert sich spannungs- und handlungsarm seinem schlappen, kirchenglockenuntermaltem Finale entgegen. Die Regie – kreditiert ist der Argentinier Leon Klimovsky, der Ausführende war wohl Marino Girolami – schafft es nicht, die Situation der Eingeschlossenen mit Dramatik zu unterfüttern. Dazu bleibt aber auch die Seite der Gangster zu drucklos: Selbst als die ausgedörrten Siedler durch eigene Doofheit das Tor des Forts zerstören, kann sich der Banditenchef „Der Mestize“ (Ennio Girolami) nicht zu einem Angriff durchringen. Warum auf diesen hippieesken Weichkeks zehn Riesen Kopfgeld ausgesetzt waren, hat sich mir nicht erschlossen. Hätte man mehr draus machen können, zumal ja am Set keine Anfänger saßen, was man zumindest der technischen Ausführung des Films ansieht. Dazu hat Gianni Ferrio einen guten Score abgeliefert: in seinen besten Momenten eine Mixtur aus klassischen Spaghetti-Elementen und instrumentalem Sixties-Clubsound.

In der VHS-Fassung (Loyal) stark und unbeholfen geschnitten (ca. 10 Minuten)

 

Rating: $$

 

Bodycount: ca. 16 Gringos, 3 Mexikaner, 1 Kind

 

Liebe:

Ex-Bandit Gary (Giuseppe Cardillo aka „Steven Tedd“) liebt Siedlers-Frau Katy (Maria Salerno); zarte Bande entwicken sich auch zwischen Frisch-Witwe Dorothy (Perla Cristal) und dem Spieler Fred Smith (German Cobos), die sich eigentlich spinnefeind sind: 2/10

 

Splatter:

1/10

Enter supporting content here