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Das Italowestern-Archiv
Kennst du das Land, wo blaue Bohnen blühn? (Lo chiamavano Tresette... giocava sempre col morto)

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G-l-l-l-l-l-leich setzt's was!

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Hill und Huerta undercover

R: Giuliano Carnimeo ("Anthony Ascott") ; B: G.C.; M: Bruno Nicolai; K: Stelvio Massi; D: Jorge Hill (“George Hilton”), Cris Huerta, Nello Pazzafini, Sal Borgese, Alfio Caltabione, Ida Galli, Umberto D´Orsi

 

Der zwielichtige Bankier McPherson (Umberto D´Orsi ... oder doch McPerson, wie auf seiner Bank steht? Die Synchro konnte sich nicht recht entscheiden...) fürchtet um seine Goldbestände.  Allzuviele Ganoven und Strauchdiebe machen die Gegend unsicher; Deshalb erscheint es ihm sicherer, seine Finanzreserven nach Dallas überführen zu lassen. Und für solch einen heiklen Goldtransport gibt’s keinen Besseren als das abgewichsteste Schlitzohr des wilden Westens : Tresette („George Hilton“) - der Mann, dessen Mundwerk flotter ist als der Schatten seines alten Zossens. Zusammen mit einer alten Killerplaunze namens Bambi (Cris Huerta) macht er sich auf den Weg nach Dallas, und natürlich heftet sich jegliches Gesindel der Region an ihre Fersen, u.a. ein stotternder, grenzdebiler und höchst eifersüchtiger Kleinganove (Sal Borgese), eine etwas zu charmante Salonschwalbe (Ida Galli), eine als Klosterbrüder verkleidete Schar von Laienkriminellen (u.a. mit Pazzafini) und Tresettes alter Gegenspieler Veleno (Alfio Caltabione), der immer wieder zur allgemeinen Belustigung Tresettes derben Spässken zum Opfer fällt. In Dallas endlich angekommen erwartet die beiden Glücksritter allerdings eine böse Überraschung...  überflüssig zu erwähnen, dass auch diese Scharte durch einen Hagel von Fausthieben und extremer Wortgewalttätigkeit ausgewetzt wird.

 

I 1973

 

Die Kritik des Sargnagels:

 

Niemand setzte so konsequent die von Barboni/Spencer/Hill losgetretene Spaßwestern-Welle fort wie Guiliano Carnimeo aka Anthony Ascott. Waren seine Sartana-Adaptionen noch ziemlich rüde im Gunplay und mit einem eher augenzwinkernden Humor gesegnet (ok, „dank“ Rainer Brandt kamen die Teile in der deutschen Synchro schon verschärfter rüber), gab’s spätestens bei der Halleluja-Reihe ordentlich auf die Schenkel – der Slapstick hielt endgültig Einzug ins Schaffen des Herrn Carnimeo. Gemeinsam mit einer bewährten Crew vor und hinter der Linse trieb er den Schabernack mit seinen beiden Tresette-Filmen auf die Spitze. Klimbim-Klamauk und Gossenhumor beherrschen die Szene, was filmisch in die Hosen geht, wird in der deutschen Synchro noch zum grössten Brüller. Trash-Fans, Freunde der Rüpelkomödie und Rainer-Brandt – Devotees werden allerfeinst bedient; Liebhaber ernsthafter Kost wird’s womöglich ein Geschwür bescheren.

 

Rating: $ (dafür gibt’s volle fünfe in der B-Note)

  

Liebe : 0/10 (die Annäherungen von Ida Galli enden in einem Sprachscharmützel)

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