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Das Italowestern-Archiv
Auf die Knie, Django - und leck mir die Stiefel (Black Jack)

AT:

Auf die Knie, Django

Django singt das Lied vom Sterben

Un Uomo per cinque Vendette (I)

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Larry Dolgin und Rik Battaglia sind stinksauer

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Robert Woods kriegt Dresche

R: Gianfranco Baldanello; B: G.F., Luigi Ambrosini, Augusto Finocchi, Mario Mattei; K: Mario Fioretti; M: Coriolano (“Lallo”) Gori; D: Robert Woods, Rik Battaglia, Nino Fuscagni, Larry Dolgin, Mimmo Palmara, Frederico Chentrens

 

Django (Robert Woods), im Original „Black“ Jack Murphy, und seine Gang machen eine Bank klar: Mit seinem Anteil aus den erbeuteten Mücken will Django Schwesterchen Estelle (Sascia Krusciarska)und Schwager Peter (Nino Fuscagni) ein sorgenfreies Leben ermöglichen. Doch das geht gründlich schief, da sich die Banditen ob der Verteilung der Beute in die Haare kriegen. Am Ende zieht Django mit dem kompletten Zaster ab, was seine nun Ex-Kumpels nicht gerade mit eitel Freude erfüllt. Mit Hilfe des korrupten Indianer Joe (Mimmo Palmara) und 2000 Dollar nehmen die Gangster Fährte auf und rücken ihrem alten Chef ungemütlich auf die Pelle. Die nun folgende Spezialbehandlung hinterlässt die kleine Estelle tot, geschändet und skalpiert und ihren Bruder halb wahnsinnig, verkrüppelt und nach Rache dürstend. Mit Knüppeln, Messer, Lasso, Colt und den Haaren seiner verblichenen Schwester geht Django dran, die Verbrecher, die es sich mit ihrer Beute recht nett gemacht haben, einen nach dem anderen ein Stockwerk tiefer zu legen. Am Ende ist selbst der letzte Rest Menschlichkeit verloren gegangen, und die Überlebenden stehen vor einem Scherbenhaufen.

 

Der Gunslinger sagt:

Brutaler Streifen, den Gianfranco Baldanello im Jahr 1968 auf die Leinwand brachte. Hier brechen sämtliche moralischen Dämme: Die handelnden Personen unterscheiden sich nicht mehr in gut und böse sondern lediglich in Nuancen des Grads ihrer Verkommenheit. Hut ab vor Robert Woods, den ich bisher lediglich als Anziehpuppe mit Stetson wahrgenommen hatte. Er legt seinen Jack Murphy als hinkenden und vom Wahnsinn umflorten, gnadenlosen Racheengel an. Auch die anderen Darsteller sind durch die Bank überzeugend. Ebenso wie die Atmo und der richtig gelungene Score von Lallo Gori, der unter anderem mit sakraler Düster-Orgel, jazzy Stopftrompete, durch die Fuzzbox gejagten Gitarren und natürlich Kirchenglocken auftrumpft. Die vorhersehbare Handlung wird dadurch etwas gebrochen, dass sich Django für jeden Delinquenten eine besondere, kleine Sauerei einfallen lässt.

 

Rating: $$$$

 

Bodycount: 13 Gringos, 1 Mexikaner, 1 Indianer

 

Explizite Brutalitäten:

- Django wird von seiner Ex-Gang richtig durchgenudelt: eine Hand durchstochen, einen Fuß zerschossen und noch aufgehängt, derweil Schwester Estelle vergewaltigt und anschließend durch Joe umgebracht und ihrer Haare beraubt wird. Anschließend kann sich Django nur noch an einer Krücke fortbewegen und einen Arm nicht mehr richtig gebrauchen

- Für 200 Mäuse erschlagen mexikanische Dorfbewohner auf Djangos Geheiß einen seiner Ex-Kumpels. Kommentar: „Devisen aus dem Norden, amigos.“

- Django bringt Ex-Kamerad Gordon (Frederico Chentrens) zuerst dazu, seinen Bruder Billy (Goffredo „Fredy“ Unger) zu erschießen. Anschließend bindet er ihn mit einem Lasso um den Hals an ein Pferd und zerschießt ihm die Kniescheiben. Hüah!!

- Indianer Joe erstickt an Estelles Haaren

 

Liebe:

Susan (Lucienne Bridou) liebt Django. Doch nach der gewalttätigen Unterbrechung des Geturtels ist für sie keinen Platz mehr: 1/10

 

Splatter: 2/10

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