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Das Italowestern-Archiv
Johnny Madoc (Due Once di Piombo)

AT:
American Bull (D)

madoc.jpg
Maurizo Lucidi hat ein kleines Perlsche geschaffe ...

R: Maurizio Ludici; B: Adriano Bolzoni; K: Franco Villa; D: Robert Woods, Pier Paolo Capponi; Peter Carsten; Sal Borgese, George Eastman (“Gigi Montefiori”), Lucia Modugno

  

Im Städtchen Houston ist der Teufel los, nachdem ein nicht ganz ehrbarer Mitbürger sich bei den Piepen des regionalen Bandenchefs Kline (Pier Paolo Capponi) bereichert hat. Der Geprellte schiebt natürlich ob des Verlustes von 80.000 $  einen eeeextrem dicken Hals, was der örtlichen Bürgerschaft überhaupt nicht gut bekommt. Mit einer Schar von Halsabschneidern und sonstigem unrasierten Gesockse sorgt er auf seiner Suche nach der Kohle für Angst und Schrecken und ist in seiner Wahl der Mittel nicht gerade zimperlich. Vor allem die glutäugige Saloonschönheit Mary (Lucia Modugno) wird Opfer der sexuellen und sadistischen Begierden von Klines Männern. Da trifft es sich gut, dass ein fremder Mexikaner namens Johnny Madoc (Robert Woods) mit einer flotten rechten Hand die Szenerie betritt. Während er die ersten Schurken mehr oder minder im Vorbeigehen über den Jordan schickt, entwickelt er mit der Zeit für die Gepeinigten von Houston und politisch korrekter Weise natürlich auch für die mexikanische Bauernschaft das nötige Mitleid, um auch dem Rest von Klines Bande den Garaus zu machen - zumal er auch noch persönlich ein Hühnchen mit dem Unsympathen zu rupfen hat...

  

Der Sargnagel meint:

 

Maurizio Lucidis Streifen von 1966 ist ne echte Perle unter den Früh-Italos. Mit der Handlung gewinnt man zwar keinen Preis für Originalität (’ne Mischung aus „Django“ und „Für eine Handvoll Dollar“), aber dafür steckt in dem Werk ne Menge Professionalität.  Ohne größere Längen wurde die Rache-Story straff in 80 Minuten inszeniert. Die Darsteller wurden gut ausgewählt; Klines Bande bestückte man ordentlich mit unterschiedlichen Typen, u.a. die jungen Sal Borgese und George Eastman.  Robert Woods gibt einen ansehnlichen Mexikaner (extreeeem schickes Outfit), nur eben Woods-typisch lethargisch. Etwas mehr Emotion hätte man einem Südländer bestimmt auch abgenommen...  Die Schauspieler wirken im übrigen nie deplaziert und werden optimal eingefangen, und die spanische Prärie um Almeria wird ebenfalls durch schöne Bilder gewürdigt.  Bei Kamera und Schnitt gab es keine Spielereien oder Sperenzchen, da wurde furztrocken draufgehalten. Aber die entstandenen Einstellungen sind hochwertig, Kameramann Franco Villa (unterstützt von Joe D´Amato als Kamera-Operator !!!) hat sein Handwerk bestens gelernt und bescherte den Szenen tolle harmonische Bildaufteilungen. Und wer war fürs Szenenbild verantwortlich? Ein gewisser Demofilo Fidani ...  Auch der Score von Lallo Gori hält die vorgegebenen Standards; ist zwar keine Perle, wirkt aber nicht peinlich und kommt dezent daher.

Alles in allem ein äußerst kurzweiliger Streifen, der mich bis zum Schluss trotz der recht einfachen Handlung fesseln konnte.

 

Rating: $$$$

 

Bodycount: 21

 

Liebe :

Zwischen der mexikanischen Küchenhilfe Maria und Johnny Madoc entwickeln sich nicht nur landsmannschaftliche Bande... 2/10

 

Splatter: 0/10

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