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Das Italowestern-Archiv
Django, der Bastard (Per 100.000 Dollari ti ammazzo)

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Gegen Piero Lulli ...

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... ziehen Caudio Camaso und Gianni Garko zur Abwechslung mal an einem Strang

R: Giovanni Fago ("Sydney Lean"); B: Sergio Martino, Ernesto Gastaldi, Luciano Martino; K: Frederico Zanni; M: Nora Orlandi; D: Gianni Garko ("Gary Hudson"), Claudio Camaso, Piero Lulli, Claudia ("Claudie") Lange, Bruno Corazzari

 

Clint Forest (Claudio Camaso) kennt keine Verwandten: Desertiert aus der Armee der Südstaaten, schließt sich der Vatermörder der Bande von Jurago (Piero Lulli) an, die er mit zwei Kumpanen bei erstbester Gelegenheit um die fette Beute aus einem Postkutschenüberfall prellt. So ist nun nicht nur der wutschäumende Jurago hinter dem Tunichtgut her: Auch Halbbruder Johnny (Gianni Garko) möchte ihn lieber tot als lebendig sehen. Schließlich hatte ihm Clint seinerzeit den Vatermord in die Schuhe geschoben, für den er zehn Jahre im Bau abreißen musste. Jetzt nennt er sich „Django“ und verdient seine Brötchen als Kopfgeldjäger. So trifft es sich gut, dass inzwischen sogar sechs Riesen auf Clints Kopf ausgelobt sind. Doch leider hatte Ma Forest auf dem Totenbett nur einen Wunsch: Johnny soll Clint zwar der gerechten Strafe zuführen, ihn aber nicht umnieten. Da Johnny ein braver Sohn ist, raufen sich die Brüder also zusammen, um es gemeinsam mit der Jurago-Gang aufzunehmen und sich anschließend mit den 100.000 Golddollar aus dem Postkutschenüberfall nach Mexiko abzuseilen. Doch was so ein rechtes Arschloch ist, hat immer eine Ferkelei in der Hinterhand, und so sorgt Clint letztendlich für eine Familienzusammenführung der etwas anderen Art.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Gewalttätiger Film von Giovanni Fago aus dem Jahr 1967, in dem nicht der Racheplot im Vordergrund steht, sondern die Beziehung der beiden ungleichen Brüder. Die ja auch wiederum so ungleich nicht sind: Auch Johnny hat keine Probleme damit, sich mit um die gestohlene Kohle zu balgen. Gut besetzt bis in die Nebenrollen, ausstaffiert mit einem klassischen Gitarren-Orgel-Chöre-Trompeten-Whistle-Italoscore und einer authentischen Atmo, bietet der Film solide Spaghetti-Unterhaltung. Abzüge gibt’s lediglich für die Rückblenden, die manchmal arg schmalzig geraten sind.

Fernando Sancho als Mexicano-Bandit Pedro Concalvez isst übrigens schon nach acht Minuten sein letztes Burrito. War sich eben auch für ambitionierte Kurzauftritte nicht zu schade.

 

Nicht verwechseln mit „Django und die Bande der Bluthunde“, der hierzulande ebenfalls als „Django der Bastard“ herauskam!

 

Rating: $$$+

 

Bodycount: ca. 30 Gringos, 3 Mexikaner, 1 Frau, 1 Kind

 

Explizite Brutalitäten:

- Clint und seine Kumpels versuchen, Django durch eine Tracht Prügel das Versteck des Goldes zu entlocken

- Nachdem sie Django eine Kugel verpasst haben, hängen ihn die Banditen an Armen und Beinen zum Trocknen in die heiße Sonne Mexikos

- Die Gangster legen ihren angeschossenen Kumpel um, obwohl der um sein Leben barmt. Das Besorgen eines Arztes ist zu mühsam, und man ist ihm schließlich diesen Dienst noch schuldig: „Machen wir Schluss mit ihm; er war schließlich unser Freund.“

 

Liebe:

Annie (Claudia Lange) liebt Johnny, doch der trauert immer noch seiner Ex (Susanna Martinkova) hinterher. Reicht immerhin für kurzzeitige Triebabfuhr. 1/10

 

Splatter: 2/10

 

Specials:

Johnny hat in einer verlassenen Abtei vier Särge positioniert, auf deren Deckeln jeweils ein Steckbrief befestigt ist. In die tütet er in der Eingangssequenz gleich das Banditentrüpplein von Fernando Sancho ein: „Ich habe sie schon angewärmt für Eure Höllenfahrt.“

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