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Das Italowestern-Archiv
Blei ist sein Lohn (Il Destino di un Pistolero)

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Craig Hill bittet zum Tanz

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... und Piero Lulli lässt sich nicht lange bitten

R: Rafael Romero Marchent; B: Joaquin Romero Marchent („Joaquin Romero Hernandez“); K: ; M: ; D: Craig Hill, Maria Fié („Gloria Milland“), Carlos Maria Merchant, José Guardiola, Piero Lulli, Conchita Nunez

 

Gunman Dan Murphy (Craig Hill) ist das, was man einen „schweren Jungen“ nennt. Bei einer missglückten Festnahme des Schlingels erschießt Sheriff Rogers (Jesús Puente) ausversehen Murphys kleinen Sohn. Murphy entführt daraufhin den kleinen Sohn des Sheriffs und macht sich samt Gattin Miriam (Maria Fiè) auf und davon in einen anderen Bundesstaat, um fortan als ehrlicher Bürger in Familie zu machen. Doch auch in der neuen Heimat wird Dan, der sich jetzt Richard Markey nennt, nicht froh. Erstens hängt ihm Sheriff Rogers noch an den Hacken, und zweitens haben es die Brüder Carter hier laufend auf Raufhändel abgesehen. Mit dem Sheriff einigt er sich schweren Herzens: Er gibt den Sohn zurück, dafür zerreißt Rogers den Steckbrief. Mit den streitsüchtigen Carters ist’s schon schwieriger. Als nach dem Blei-Tod des jüngsten Carters (Hugo Blanco) eine zünftige Fehde ausbricht, gibt dies Murphy die Gelegenheit, das Problem auf seine Weise anzugehen. Kaum hängen die Schießeisen aber wieder am Nagel, bricht bei den Murphys der große Frust aus, und der Haussegen hängt gehörig schief: Dan will jetzt „seinen“ Sohn wieder zurück haben, und so rückt er Rogers schnapsbefeuert auf die Pelle.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Durchaus passabler Western aus dem Jahr 1965, bei dem Rafael Romero Marchent das erste Mal auf dem Regiestuhl saß. Atmosphärisch kommt der Film zwar eher im US-TV-Serien-Look daher, ist aber ordentlich gemacht. Zudem konnte sich Marchent bis in die Nebenrollen auf eine gute Schauspielercrew stützen. Die Geschichte um die Söhne kommt aufgrund des Racheplots leider etwas kurz, entfaltet jedoch dafür fast Tearjerker-Qualitäten (schluchz!). Alles in allem für mich einer der besten Marchent-Western, und Craig Hill hat bei mir eh‘ einen Stein im Brett.

 

Leider ist die hierzulande erhältliche Ufa-Video-Fassung (FSK 18) um mehr als zehn Minuten gekürzt.

 

Rating: $$$

 

Bodycount: 9 Gringos, 1 Frau

 

Explizite Brutalitäten:

- Die Carter-Gang verpasst Murphy eine gewaltige Tracht Prügel, und auch Gattin Miriam kriegt ein paar aufs gefönte Haupt

- Die Carters zünden die Gefängniszelle an, in der Saloonbesitzer Alex (Franciso Sanz) wegen des Todes von Charly Carter einsitzt. Der muss nun den glühendheißen Schlüssel aus den Flammen fingern, um nicht zu verkohlen. John Carter (José Guardiola) legt ihn daraufhin wegen Brandstiftung um. Ne, wat fies!

- Murphy gestaltet das Shootout mit Davy Carter (Piero Lulli) als eine nette Variante des Hütchenspiels: Zwei Revolver, einer geladen (eine Patrone), einer ungeladen. Murphy überlässt Davy die freie Auswahl und den Vortritt beim anschließenden Schießen: „Komm ruhig näher ran, dann triffst Du besser, wenn Du den richtigen hast.“

 

Liebe:

Geht alles recht keusch ab. Die einzigen richtigen Streicheleinheiten kassiert Schäferhund „Custer“, bester Freund von Dan’s jungem Kumpel Pat (Carlos Maria Merchant): 1/10

 

Splatter:

Mit Murphys Veilchen gab sich die Maske alle Mühe: 1/10

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