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Das Italowestern-Archiv
Friedhof ohne Kreuze (Une corde, un colt)

AT: Cimitero senza Croci

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Nach getaner Arbeit lässt sich gut ruh'n: Robert Hossein

R: Robert Hossein; B: R.H, Claude Desailly, Dario Argento; K: Henri Persin; M: André Hossein; D: Robert Hossein, Michèle Mercier, Daniele Vargas, Anne-Marie Balin, Guido Lollobrigida ("Lee Burton")

 

Farmer Ben Caine (Benito Stefanelli) erleichtert zusammen mit seinen Brüdern Eliah (Michel Lemoine) und Thomas (Guido Lollobrigida) den reichen Rancher Will Rogers (Daniele Vargas) um eine Stange Dollars. Während seine Brüder entwischen können, bekommt Ben von der Rogers-Sippe ein schickes Hanfhalsband angelegt. Seine trauernde Witwe Maria (Michèle Mercier) versucht, den ehemaligen Revolverschwinger und Freund der Familie Manuel (Robert Hossein) für ihre Rachepläne zu gewinnen. Doch der hängt lieber in einer verlassenen Wüstenstadt ab und dreht gedankenverloren an verstaubten Rouletterädern als wieder seine Colts umzuschnallen. "Rache", so sagt er Maria, "befriedigt niemals. Du weißt es nur noch nicht." Aber da man einer schönen Frau nichts abschlägt, geht er doch ans Werk und "erschießt" sich das Vertrauen der Rogers-Familie, die ihn mit Kusshand einstellt. Er entführt Will's hübsche Tochter Johanna (Anne-Marie Balin), so dass Maria nun ein Druckmittel gegen die Mörder ihres Gatten hat: ein ehrenvolles Begräbnis für Ben und die Teilnahme der Rogers an der Beerdigung gegen Johannas Freilassung, so lautet ihre Forderung. Doch kaum ist die Leiche auf dem Dorfanger beigesetzt, nachdem der Pfarrer Familie Rogers noch ordentlich die Leviten gelesen hat, klopfen Thomas und Eliah wieder an die Tür: Sie wollen die Situation ausnutzen, um sich von Rogers mit ein bisschen Kleingeld für die Flucht nach Mexiko ausstatten zu lassen. Die aufgeheizte Stimmung explodiert.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Ein Italowestern wie er sein soll: staubig und nihilistisch. Die Natur ist hier genauso verdorrt und unfruchtbar wie die trostlosen Bewohner des namenlosen Städtchens. Wenn doch einmal Hoffnung oder gar Lebensmut aufkeimen, sterben diese so schnell wie eine Kugel braucht, um den Revolverlauf zu verlassen. Mittendrin Manuel, so hoffnungslos wie Django, angekotzt vom Leben und seinem Tun. Ein Einsamer, der seinen Weg gehen muss und der am Ende die Erlösung durch Johanna erfährt. Robert Hossein inszenierte dieses nicht so bekannte kleine Meisterwerk 1968; den tollen Soundtrack steuerte sein Vater André bei.

 

Rating: $$$$+

 

Bodycount: 23; 1 Frau

 

Explizite Brutalitäten:

- die Caine-Brüder missbrauchen mit Billigung von Maria und Manuel die gefangene Johanna Rogers

- der Erpressungsversuch der Caines bekommt ihnen schlecht: erst gibt's richtig Dresche von den Rogers. Später fängt sich Thomas eine Kugel ein, und Eliah wird zu Tode geschleift.

 

Liebe, Splatter: 0/10

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