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Das Italowestern-Archiv
Der Todesschrei der Hexen (Cry of the banshee)

Die Lieblingsbeschäftigung des sadistischen Lord Edward Whitman (Vincent Price) ist im England des 16. Jahrhunderts die gnadenlose Hexenjagd. Als er die Sekte von Oona (Elisabeth Bergner) in bewährter Manier aufmischt, verflucht diese ihn und seine Familie. Kurz darauf fallen erste Schafe einem anscheinend tollwütigen Hund zum Opfer, der sich aber zunehmend bis in den Whitman-Clan vorfrisst. So enden der jüngere Sohn Sean (Stephen Chase) und Whitmans Gattin, die vom Wahnsinn umflorte Lady Patricia (Essy Persson), in den Reißzähnen der Bestie. Doch es scheint mehr dahinter zu stecken, denn das Morden geht weiter, auch nachdem das Tier erlegt worden ist. Stallbursche Roderick (Patrick Mower), der ein noch besseres Verhältnis zu Tieren hat als der alte Franz von Assissi, ist daran nicht ganz unbeteiligt.

 

 

Die Kritik des Gunslingers:

Rüdes Horrorstück, das der Brite Gordon Hessler 1969 für Roger Cormans American International Pictures drehte und das im Fahrwasser des ein Jahr zuvor erschienenen "Hexenjägers" (Michael Reeves) daherkommt. Es wird gefoltert, gemordet und "nackich gemacht", dass es eine wahre Pracht ist. Atmosphäre oder gar Spannung kommen allerdings gar nicht erst auf. Dafür sind die schauspielerischen Leistungen zu dürftig - selbst Vince Price spult seinen Part ziemlich lustlos ab - und die Geschichte zu schwach, wenngleich es zum Schluss noch einen netten Schlussgimmick gibt. Interessant ist, dass im Vergleich zu anderen Hexenjägerfilmen der ziemlich lächerliche Zirkel um Oona wirklich Satan anbetet und eine gewisse Macht ausübt, so dass die Hexenverfolgungen sogar gerechtfertigt scheinen. Daran ändert auch Oonas schlussendlicher halbwarmer Appell an ein friedliches Miteinander nichts.

 

Rating: $$

 

Splatter: 3/10

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