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Das Italowestern-Archiv
Adios Sabata (Indio Black sai che ti dico: Sei un gran Figlio di ...)

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Yul Brynner hat's faustdick hinter den Ohren

R: Gianfranco Parolini ("Frank Kramer"); B: G.P., Renato Izzo; K: Allesandro Mancori; M: Bruno Nicolai; D: Yul Brynner, Dean Reed, Ignazi Spalla ("Pedro Sanchez"), Gerard Herter, Sal Borgese, Gianni Rizzo

 

Mexikanische Revolutionäre engagieren Revolvermann Sabata (Yul Brynner), im Original Indio Black, den österreichischen Besatzern eine Ladung Gold abzunehmen und davon Waffen zu beschaffen. Zusammen mit Escudo ("Pedro Sanchez") und seiner Gang sowie dem zwielichtigen Maler Ballantine (Dean Reed) gelingt der Coup. Doch anstatt des erhofften Edelmetalls erbeutet die Truppe nur ein paar Säcke voller Sand, denn der fiese Ösi-Oberst von Schimmel (Gerard Herter) war schlauer: Der kann nun den Raub den Mexikanern in die Schuhe schieben und sich zusammen mit seinem fetten Geheimdienstchef (Gianni Rizzo) das ganze Gold in die eigenen Taschen stecken. Allerdings lassen sich Sabata und seine Mannschaft nur ungern verarschen. Also beschließen sie, in die österreichische Festung einzudringen und den sauberen Herren ordentlich den Marsch zu blasen.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Passabler Western von Gianfranco Parolini aus dem Jahr 1970 mit parodistischen Zügen, der atmosphärisch, optisch und musikalisch (Bruno Nicolai) einiges zu bieten hat. Schwach ist allerdings die Geschichte, die sich an einem nur dünnen roten Fädchen entlang hangelt, das offensichtlich nur dazu dient, die einzelnen Actionszenen lose miteinander zu verbinden.

Der Film war von Parolini nicht als Sabata-Sequel gedacht: Erst in der englischen und deutschen Fassung wurde hier ein Zusammenhang konstruiert. Aber die Hauptfigur - ein technisch versierter, schwarz gewandeter Revolverheld - und die Personenkonstellation - der halbseidene Kumpel, die skurrilen Verbündeten und der sadistische Oberschurke - fügen "Adios Sabata" ohne Bruch in die ebenfalls von Parolini gedrehten "echten" Sabata-Filme ein.

 

Rating: $$$

 

Bodycount: ca 110 Gringos; 15 Mexikaner

 

Explizite Brutalitäten:

- Oberst von Schimmel lässt mexikanische Gefangene scheinbar laufen, nur, um ihnen hinterrücks ein Stück Blei zu verpassen. Die gleiche Praxis hat Gerard Herter bereits in "Django - Melodie in Blei" geübt. Da allerdings als Großgrundbesitzer.

 

Specials:

- Sabata nutzt virtuos sein umfangreiches Waffenarsenal: vom Derringer bis hin zu Nitroglycerin-Kapseln mit Aufschlagzünder

- Escudos Kumpel Septiembre (Sal Borgese) "verschießt Bleikugeln mithilfe seiner speziell präparierten Stiefelspitze

- Oberst von Schimmel besitzt ein Modellschiff, das eine scharfe Breitseite auf denjenigen abfeuert, der eine bestimmte Schublade einer Kommode öffnet

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