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Das Italowestern-Archiv
Chronos (La invención de Cronos)

Als Antiquitäten-Händler Jesús Gris (Frederico Luppi) aus einer alten Erzengel-Statuette Kakerlaken entgegenquellen, wird er aufmerksam: Er entdeckt im Sockel des alten Stückes ein Medaillon aus Gold, geformt wie ein Skarabäus. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich dieses als mechanische Apparatur, die sich nach Ingangsetzen mittels diverser spitzer Haltevorrichtungen am Benutzer festsetzt und eine Art Sekret injiziert. Das Sekret wirkt wie eine Droge: Gris fühlt sich blendend und zunehmend jünger; bald nutzt er seinen kleinen Schatz jeden Tag. Doch auch der todkranke Industrielle de la Guardia (Claudio Brook) ist hinter dem Apparat her, denn es handelt sich um das "Chronos", im 16. Jahrhundert entwickelt von einem Alchemisten zum Zwecke ewigen Lebens. De la Guardias Neffe, der gewalttätige Angel (Ron Perlman), macht nun Jesús das Leben schwer. Dieser stellt zunehmend Veränderungen an sich fest, wie einen steigenden Blut-Yieper bei gleichzeitigem Verlust des Appetits und einer erhöhten Lichtempfindlichkeit.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Erstlingswerk von Guillermo del Toro ("Mimic") aus dem Jahr 1993. Atmosphärisch und von der Bildsprache ist del Toro hier noch stark von David Cronenberg beeinflusst. Dies wird besonders deutlich bei den Kameraeinstellungen aus dem pulsierenden Inneren der Apparatur, in der sich Zahnrädchen und pralle organische Bestandteile vermischen. Und auch das Motiv der Verwandlung, als den Preis, der für ein vorübergehendes körperliches Wohlbefinden zu zahlen ist, taucht schon in Cronenbergs "Fliege" auf. Auch del Toros tragischer Held mutiert langsam zu einem vampirischen Insekt, dem am Ende nur die Selbstzerstörung bleibt, um sich die Würde zu bewahren.

 

Rating: $$$+

 

Splatter: 2/10

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