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Das Italowestern-Archiv
Italos von A-Z

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Was guckst Du? Giuliano Gemma ist vorübergehend erblindet (Tampeko)

Adios Companeros / Für einen Sarg voll Dollars (Per un Bara piena di Dollari)

 

R: Demofilo Fidani (Miles Deem) B: D.F., Tonio Ricci; K: Aristide Massaccesi; M: Lalo Gori; D: Giovanni Scarciofolo (Jeff Cameron), Klaus Kinski; Jack Betts (Hunt Powers), Gordon Mitchell, Simone Blondell

 

Als die beiden Brüder von Gangsterboss Slander (Klaus Kinski) bei einem missglückten Überfall auf das Anwesen der Familie Hamilton ums Leben kommen, schwört dieser Rache. Sein Unterführer Tamajo (Jack Betts) nimmt die Vergeltungs-Aktion in seine blutbewährten Hände und zündet den Hamiltons die Hütte an. Die gehen zwar alle hops; doch es gibt zwei Probleme: Hamilton-Spross George (Giovanni Scarciofolo) überlebt, weil er zum Zeitpunkt des Verbrechens noch in der Armee ist. Zweitens verliert Tamajo am Tatort eine Taschenuhr, die ihm Slander gegeben hatte. Georgie, inzwischen wieder in Zivil, macht sich als "Nevada-Kid" auf, den Besitzer der Uhr zu finden und abzustrafen. Slander setzt seinerseits alles daran, wieder an die Taschenuhr zu kommen und Nevada zuerst in die Grube fahren zu lassen, denn er weiß: "Der tötet, ohne rot zu werden."

 

Die Kritik des Gunslingers:

Überraschend gelungener Western, den Demofilo Fidani ("Miles Deem") 1970 inszenierte, auch wenn ihm bis zum schwachen Showdown zunehmend die Luft ausgeht. Kinski und Betts (unter seinem Pseudonym "Hunt Powers") sind gute Schurken, und Scarciofolo (alias "Jeff Cameron") legt ebenfalls alles um, was ihm vor den Colt kommt. In einer schönen Nebenrolle als stotternder Kopfgeldjäger John, der sich mit Hilfe seiner alten Flinte etwas dazu verdient, ist Fidanis Stammkraft Gordon Mitchell mit von der Partie.

 

Bewertung: $$$(-)

 

Bodycount: 45 Gringos  12 Mexikaner

 

 

Adios Gringo (Adios Gringo

 

R: Giorgio Stegani (George Finley), B: G.S., José Luis Jerez, Michèle Villerot; K: Francisco Sempere; M: Benedetto Ghiglia; D: Giuliano Gemma (Montgomery Wood); Roberto Camardiel, Jesus Puente, Ida Galli (Evelyn Stewart), Nello Pazzafini, Pierre Cressoy (Peter Cross)

 

Für Brent Landers (Giuliano Gemma) kommt es knüppeldick: Erst dreht ihm sein alter Bekannter Gil Clawson (Nello Pazzafini) eine gemopste Rinderherde an, dann muss er auch noch den aufgebrachten rechtmäßigen Besitzer in Notwehr erschießen. Das Resultat: Auf Landers Kopf ist ein hübsches Sümmchen ausgesetzt. Nun gilts für ihn, die Unschuld zu beweisen und die wahren Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen. Unterwegs gabelt er noch die hübsche Lucy Tilson (Ida Galli) auf, die Clawsons Bande nach einem Postkutschen-Raid nackt und geschändet in der Wüstensonne schmoren ließ. Die Jungs wollen zwar ihren Fehler wieder wettmachen und die unliebsame Zeugin nebst Landers eintüten. Doch zu spät: Zusammen mit Sheriff John Slaughter (Jesus Puente) und dem Dorf-Doc (Roberto Camardiel), die an Brents Unschuld glauben, schaffen es die beiden, die Dinge wieder gerade zu rücken. Am Ende springt sogar noch eine Kutschfahrt à deux hinaus.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Unterhaltsamer Durchschnittsstoff von Giorgio Stegani (George Finley), der auch als Drehbuchschreiber, beispielsweise für Giorgio Ferroni, aktiv war. Wie viele Früh-Italos weist auch dieser Film von 1965 einen amerikanischen Look auf. Giuliano Gemma (Montgomery Wood) ist wie so oft die Unschuld vom Lande und am Ende verbeulter als zu Beginn der Geschichte. Der seltsamerweise nicht kreditierte Nello Pazzafini (oder habe ich da ein Pseudonym übersehen?) kommandiert ein solides Schurken-Panoptikum (unter anderem Stammkräfte wie Massimo Righi = Max Dean). Jürgen Herbst, verantwortlich für die deutsche Interpretation des Titelsongs, klingt wie Freddy Quinn auf Droge.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount: 18 Gringos

 

 

 

Beichtet Freunde, Halleluja kommt (Il west ti va stretto, amico...e arrivato Alleluja!)      

 

R: Giuliano Carnimeo ("Anthony Ascott"); B: Giovanni Simonelli, Ingo Hermes; K: Stelvio Massi; M: Stelvio Cipriani; D: Jorge Hill ("George Hilton"); Agata Flori; Lincoln Tate; Michael Hinz 

 

Während des mexikanischen Unabhängigkeitskrieges sind Mexikaner und Österreicher hinter einer aztekischen Götzenstatue her. Wer sie besitzt und den Pueblo-Indianern zurückgibt, kann auf deren 10.000 Krieger zurückgreifen. Der geheimnisvolle Halleluja (Jorge Hill = George Hilton) arbeitet gegen entsprechende fürstliche Bezahlung für beide Seiten. Sein Motto: Für zwei Dollar nehme ich noch nicht einmal den Hut ab. Zudem ist das Gaunerpärchen Fleurette (Agata Flori) und Archie (Lincoln Tate) auf der Jagd nach der Statue, in deren Bauch ein Säckchen mit Diamanten deponiert ist.

 

Das sagt der Gunslinger:

Klamaukige Westernkomödie von Routinier Giuliano Carnimeo (Antony Ascott) aus dem Jahr 1972, die manchmal sogar witzig ist.  Straighter und atmosphärischer inszeniert als viele ernstgemeinte Filme des Genres. Teilweise passabler Soundtrack von Stelvio Cipriani. In der Hauptrolle lässt der erprobte Uruguayer Jorge Hill wieder mal seinen Charme spielen.

 

Seit Ende der 60er-Jahre nahmen die Ulk-Filme zunehmend überhand und läuteten bald endgültig zum letzten Halleluja für den Italo-Western.

 

Bewertung: $$ - $$$

 

Bodycount: ca. 25 Gringos

 

Specials:

Halleluja nutzt seinen Revolver als Raketenwerfer und arbeitet teilweise mit Schalldämpfer. Zudem ist er ein zielsicherer Golfspieler. Ein mit Pfeffer gefüllter Dudelsack dient nicht nur der akustischen, sondern auch der chemischen Kriegsführung

 

 

 

Bekreuzige Dich, Fremder (Straniero, fatti il signo della croce)    

 

R: Demofilo Fidani (= "Miles Deem"); B: Corrado Patara (auch K); M: Marcello Gigante; D: Giovanni Scarciofolo ("Jeff Cameron"), Charles Southwood; Fabio Testi; Ettore Manni 

 

Carson Donovan (Charles Southwood) kontrolliert mit seiner Gang das Nest White City, während Bruder James ("Max Dean" = Massimo Righi) und seine Truppe für ihn als Geldeintreiber fungieren. Ab und zu bessert sich James sein karges Salär mit Bank- und Casinoüberfällen auf. Ein namenloser Kopfgeldjäger ("Jeff Cameron" = Giovanni Scarciofolo) räumt mit dem Spuk auf.

 

Das sagt der Gunslinger:

Mauer, doch recht brutaler Western von Demofilo Fidani ("Miles Deem") aus dem Jahr 1968. Bemerkenswert, dass hier selbst für einen Italo erstaunlich viele Frauen und Kinder über die Klinge springen.

 

Bewertung: $

 

Bodycount: 24 (darunter fünf Frauen und drei Kinder)

  

Specials:

Der Namenlose führt eine Feldflasche mit eingebautem Spiegel und integriertem Colt mit sich, die ihm nützliche Dienste erweist.

Eine in eine Krücke eingebaute Kanone wird Barfrau Trudy (Fidanis Tochter Simone Blondell) zum Verhängnis

 

 

 

El Cisco - Wenn der Sargmacher lächelt (El Cisco)        

 

R: Sergio Bergonzelli; B: Paolo Lombardo, Aldo Greci (auch K); M: Bruno Nicolai; D: William Berger, George Wang, Antonella Murgia

 

Fünf Jahre ist es inzwischen her, seit El Cisco (William Berger) unschuldig für einen Banküberfall in Dallas verantwortlich gemacht wird. Seitdem ist der Gejagte auf der Suche nach den wahren Tätern. Die Spuren führen nach Calabasa, New Mexico, wo Cisco bei dem reichen Rancher Lowell als Cowboy anheuert. Das Städtchen wird von einer Mexikaner-Bande terrorisiert, die mit dem Deputy des Ortes gemeinsame Sache macht und sich schon mal gerne blutig bei den Einlagen der örtlichen Bank bedient. Cisco führt ein Doppelleben: Um an Informationen zu kommen und seinen Racheplan zu verwirklichen, schließt er sich heimlich den Mexikanern an, um mit ihnen zusammen wieder mal die Bank zu überfallen. Doch die haben die Rechnung ohne El Cisco gemacht. Ist klar, dass am Ende außerdem die wahren Gangster mit einem Stück Blei zwischen den Augen bezahlen müssen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Konfuser, aber bleihaltiger Italo-Western von Sergio Bergonzelli aus dem Jahr 1966, der allein für Will-Berger-Fans interessant ist. Nett sind allerdings die Dynamit-Zigarren, mit denen Cisco allerhand Zunder gibt.

 

Bewertung: $$

 

Bodycount:                    Gringos: 39                           Mexikaner: 23

 

Specials:

Cisco liebt explosive Zigarillos. Zudem hat die Angewohnheit, seinen Gegnern ein sauberes Loch in die Stirn zu schießen, was er liebevoll als einen "Kuss auf die Stirn" bezeichnet.

 

 

 

Colorado Zwei Halunken im Goldrausch (Amico, mio, frega tu che frigo io!)

 

R: Demofilo Fidani (Miles Deem) B: D.F., Mila Vitelli, Filippo Perrone; K: Claudio Morabito; M: Coriolani Gori; D: Ettore Manni ("Red Carter"), Bud Randall, Gordon Mitchell, Simone Blondell

 

Der betrügerische Wanderprediger Jonas Dickinson (Ettore Manni) und Frauenheld Mark Taylor (Bud Randall) bekommen Wind von einer fetten Goldader und machen sich dran, diese auszubeuten. Doch auch Gangsterboss Miller (Gordon Mitchell) erfährt von dem Fund, hat aber keine Lust, selbst zu buddeln: Er erzählt stattdessen der gesamten Einwohnerschaft des kleinen Nests Denver von der Bonanza. Während die braven Bürger nichts eiligeres zu tun haben, als sich ein Stück des Kuchens zu sichern, macht sich Miller zum Bürgermeister des Ortes und wartet auf die Rückkehr der Goldsucher, um ihnen ihren Fund wieder abzujagen. Die Rechnung scheint aufzugehen, doch Jonas und Mark sind ja auch noch da.

 

Die Kritik des Gunslingers

Prügel- und Jux-Western, den Demofilo Fidani (Miles Deem) im Stil der Spencer/Hill-Filme 1973 inszenierte. Dabei ist der Film nicht ganz so schlimm, wie es sein deutscher Titel und der Regisseur erahnen lassen. Ettore Manni ("Red Carter") und Bud Randall machen ihre Sache nicht schlecht, und es gibt tatsächlich trotz der hanebüchenen Geschichte mit etlichen unlogischen Zeitsprüngen einige halbwegs witzige Einfälle.

 

Bewertung: $$

 

Bodycount: 0

 

 

 

Der Colt aus Gringos Hand (Un uomo e una colt)    

 

R: Tulio Demicheli, B: T. D., Nino Stresa, K: Oberdan Troiani, Emilio Foriscot, M: Angel Oliver Pina, D: Robert Hundar, Fernando Sancho, Mirko Ellis, Jacinto Martin

 

Dakota Joe (Robert Hundar = Roberto Undari) ist ein Gemütsmensch. Gleich zu Beginn des Films beobachtet er regungslos, wie die Mexikaner-Bande von Pedro (Mirko Ellis) eine Postkutsche ausraubt. Am Abend des gleichen Tages erleichtert er wiederum die Mexikaner um 3.000 Scheine und ein Pferd. In Mexiko lässt er sich von Großrancher de Legada (Fernando Sancho) anheuern, um einen Arzt umzulegen, der mit dem Freiheitskämpfer Zapata unter einer Decke steckt. Anstatt aber seinen Job sauber zu erledigen, beginnt er, mit den Rebellen zu sympathisieren. Seine neu entdeckte Menschenliebe bekommt ihm nicht allzu gut, denn Legada unterzieht ihn der üblichen Sonderbehandlung à la Mexico: also erst Mal ordentlich Dresche. Doch dank Pedro, der jetzt für Legada arbeitet, kommt er mit ein paar Schrammen davon. Zusammen räumen sie später Legadas Tresor aus und legen seine Hacienda in Schutt und Asche. Auf der Flucht entdeckt Pedro wieder sein altes Banditenherz und setzt Dakota Joe mitten in der Wüste furztrocken ohne Pferd und Wasser aus, um sich mit dem Kies nach Laredo abzuseilen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Ordentlicher Western von Tulio Demicheli aus dem Jahr 1967, sogar mit sozialkritischer Tendenz. Dakota Joe wandelt sich vom zynischen Killer, der für Geld (fast) alles macht, zum Idealisten. Eine Wandlung, die sein Kumpel Pedro nicht nachvollzieht und der dafür ins Gras beißen muss. Die Atmosphäre ist schön tough und staubig; die mexikanischen Bandidos und Schergen des Großgrundbesitzers Legada werden ordentlich rangenommen. Beachtenswert der bizarr-orgelige Soundtrack von Angel Oliver Pina. Hinter dem Pseudonym scheint sich Veteran Carlo Rustichelli zu verbergen, der bereits in den Vierzigern seine ersten Soundtracks komponierte.

Leider sind die hier gezeigten Fassungen des Films in der Regel stark beschnitten (um bis zu mehr als zehn Minuten), wg. FSK 16.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount: 27 Mexikaner     2 Gringos     1 Frau

 

 

 

Desperado der geheimnisvolle Rächer / Der Mann aus Texas (Una Colt contre tutti)   

 

R: Luigi Capuano (Lewis King); B: Robert Keaton, Luigi Capuano; K: Pablo Ripoll; M: Frank Mason; D: Glenn Saxson, John Barracuda, Barbara Loy, Beny Deus, Gloria Osuna

 

Vor 15 Jahren haben Banditen die Familie Lopez umgelegt. Nur der kleine Manuel überlebte und sucht nun als El Desperado Rache an den Schurken, die jetzt das kleine Nest Santa Clara beherrschen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Spannungsloser Italo ohne Atmosphäre, mit noch dazu strafwürdigen schauspielerischen Leistungen. Luigi Capuano (Lewis King) kurbelte den Streifen 1967 ab. Immerhin ein passabler Soundtrack von Frank Mason.

 

Bewertung: $

 

Bodycount: 36 Gringos   5 Mexikaner  1e Frau

 

 

 

Django (Django)      

 

R: Sergio Corbucci; B: S.C., Bruno Corbucci; K: Enzo Barboni; M: Luis Enrique Bacalov; D: Franco Nero, Loredana Nusciak, José Bodalo

 

Tombstone ist ein schlammiges, menschenleeres Nest, in dem es nur der Saloon-Besitzer Nathaniel und seine Damen ausgehalten haben. Hier liefern sich Major Jackson und seine rassistische Bande einen Privatkrieg mit den mexikanischen Strolchen um General Hugo. Django (Franco Nero), ein Entwurzelter, kommt in die Stadt, um seine tote Ex zu rächen, die Jackson einst ins Jenseits befördert hatte. Er lässt seinen Hass erstmal an des Majors Bande aus, die er im Alleingang völlig aufreibt. Dann verbündet er sich mit Hugo, seinem alten Knast-Kumpan. Zusammen überfallen sie das mexikanische Fort Cheriba, um an das dort gelagerte Gold heranzukommen. Doch es kommt zum Streit um die Kohle, in dessen Folge die Mexikaner Djangos Hände mit Gewehrkolben und Pferden völlig demolieren. Der abschließende Showdown mit Major Jackson auf dem Friedhof ist legendär.

 

Das sagt der Gunslinger:

Mit Django stellte Sergio Corbucci Joe, Sergio Leones Helden aus den Dollar-Filmen, 1966 ein gleichwertiges Pendant, einen Archetypus des Italowesterns zur Seite. Django glaubt an gar nichts und niemanden, hat jede Illusion und Hoffnung verloren. Es gibt nur eins, was wichtig ist:, so sagt er zu Beginn, dass man sterben muss. Am Ende siehts dann nicht mehr ganz so übel aus, dank Maschinengewehr im Sarg und der Halbmexikanerin Maria (Loredana Nusciak). Klasse Film mit tollem musikalischem Titelthema (Luis Enrique Bacalov). In der TV-Fassung (ARD) um einige sehr brutale, ursprünglich geschnittene Szenen ergänzt.

 

Bewertung: $$$$

 

Bodycount: rund 70 Mexikaner          rund 50 Gringos

 

Specials:

Na klar: das MG im Sarg

 

 

 

 

Django - ich will ihn tot (Lo voglio morto)     

 

R: Paolo Bianchini; B: Carlos Arabier; K: Carlos Andreu; M: Nico Fidenco; D: Craig Hill, Lea Massari; Andrea Bosic; José Manuel Martin

 

1865 neigt sich der amerikanische Bürgerkrieg dem Ende entgegen: Beide Seiten strecken Friedensfühler aus. Das passt Waffenschmied Mallek (Andrea Bosic) nun überhaupt nicht, der seine Felle davon schwimmen sieht. Er heuert daher eine Bande Halsabschneider an, um zwei mit den Friedensvorverhandlungen betrauten Generälen der Nord- und Südstaaten das Licht auszublasen. Doch leider hatten sich zwei seiner Jungs an Djangos (Craig Hill) Schwester vergriffen und diese vergewaltigt und ermordet. Im Zuge seines obligatorischen Rachefeldzugs spuckt Django auch Mallek kräftig in die Suppe und sahnt am Ende dazu noch den ganzen Zaster ab. Zusammen mit der schönen Aloma (Lea Massari) gehts ab in den wohlsituierten Ruhestand.

 

Das sagt der Gunslinger:

Guter, recht harter Italo von Regisseur Paolo Bianchini aus dem Jahr 1967, in der TV-Version allerdings stark beschnitten (FSK 16). Stimmige Atmosphäre, straighte Geschichte (Buch: Carlos Arabier) und ein guter Musik-Score (Nico Fidenco). Die Sängerin des Titelsongs klingt fast so wie Grace Slick (Jefferson Airplane).

Auch wenn es Django hier nicht in erster Linie um Kohle geht: Zum Schluss ist die Italo-Welt fast wieder in Ordnung, und er kriecht durch die im Wind wirbelnden Dollarscheine und rafft soviel zusammen wie seine Satteltasche fassen kann.

 

Bewertung: $$$$

 

Bodycount: 25 Gringos    1 Mexikaner   2 Frauen  

 

 

 

Django Melodie in Blei (Uno di piu allInferno)      

 

R: Giovanni Fago; B: G.F., Ernesto Gastaldi; K: Antonio Borghesi; M: Nico Fidenco; D: Jorge Hill (George Hilton), Paolo Gozlino ("Paul Stevens"), Claudia Lange, Gérard Herter, Paul Muller

 

Bowie, ein Nest in Arizona, wird beherrscht von den Brüdern Ward. Einzig und allein der Prediger Steve McGregor (Pietro Tordi) hat sein Grundstück noch nicht verkauft und wird dementsprechend unter Druck gesetzt. Sein Ziehsohn Django (Jorge Hill) steht ihm gegen die Gangster bei, bis ihm ein Mord angehängt wird und er in den Bau wandert. Mit Hilfe seines Zellengenossen Meredith (Paolo Gozlino) und dessen Gang gelingt ihm die Flucht. Als kleines Dankeschön hilft Django der Truppe, die Bank von Florence auszuräumen. Unterdessen sind die Ward-Brüder auch nicht faul und legen McGregor um, dessen Haus und Grund jetzt unter den Hammer kommen sollen. Django, der das Töten ablehnt, muss seine Colts umschnallen, um den Wards einen standesgemäßen Abgang zu verschaffen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Der Film aus dem Jahr 1968 beginnt als schlampig und prollig synchronisierte Western-Komödie im Stil der frühen Spencer/Hill-Sachen. Da fehlen weder die klassische Bohnenmahlzeit noch Jux-Prügeleien oder Scherze über Schweißfüße. Doch in der zweiten Hälfte kriegen Fago/Gastaldi die Kurve zu einer passablen Rache-Geschichte. Zudem ließen sie sich einige ungewöhnliche Sadismen einfallen. So veranstaltet beispielsweise Ernest Ward (Gérard Herter) eine Art Vogelschießen, in dem er Django auf eine drehbare Holzscheibe spannt und ihn per Spezialgewehr und Zielfernrohr malträtiert. Teilweise guter Soundtrack von Nico Fidenco.

 

Bewertung: $$ - $$$

 

Bodycount: 2 Mexikaner, 12 Gringos, 1e Frau

 

Specials:

Ernest Ward führt unter seinem Revers eine kleine Spezialpistole mit sich

 

 

 

Drei Amen für den Satan (La Vendetta é un Piatto che si serve freddo)

 

R: Pasquale Squitieri (William Redford); B: P.S., Monica Felt; K: Angelo Lotti; M: Piero Umiliani; D: Leonard Mann, Ivan Djrassimovic (Rassimov), Elisabeth Eversfield, Steffen Zacharias, Enzo Fiermonte, Klaus Kinski

 

Indianer massakrieren die Farmerfamilie Bridger, von der nur der kleine Jeremie überlebt. Zehn Jahre später ist aus dem rachedürstenden Jerry (Leonard Mann) ein verbitterter Indianerkiller und Skalpjäger geworden. Doch allmählich erfährt er die Wahrheit: Der in Dollars schwimmende Großrancher Perkins (Ivan Djrassimovic) lässt seinen Unterführer Boone (Enzo Fiermonte) die Indianer-Überfälle organisieren, um die Kleinfarmer abzurocken, deren Land er sich untern Nagel reißen will. Zur Tarnung werden an den Tatorten immer ein paar tote Indianer verstreut. Furcht und Schrecken unterstützt der korrupte Virgil Prescott (Klaus Kinski), Herausgeber der Lokalzeitung, mit entsprechenden Artikeln. Doch zusammen mit dem durchgeknallten Doc (Steffen Zacharias) lässt es Jerry dann ordentlich krachen.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Müder Langeweiler von Pasquale Squitieri (William Redford) aus dem Jahr 1971, der immerhin passable Bilder (K: Angelo Lotti) liefert. Der Ami Leonard Mann ist mit der Hauptrolle leider überfordert und verwechselt hölzern mit cool. Doch mit dem Italo-Kroaten Ivan Djrassimovic (Ivan Rassimov), der auch als Sean Todd in Erscheinung trat, sowie dem Sandalenfilm-Veteranen Enzo Fiermonte ist immerhin die Schurkenseite gut besetzt. Sehr bizarr und völlig überflüssig ist die Nebenrolle Kinskis, der seine Matte diesmal grau gefärbt hat und mit Schießbrille Marke Liebe 47 den Intellektuellen gibt. Die anscheinend nach Gusto eingesetzte Schere sorgt zudem für etliche Hänger und Ungereimtheiten in der Geschichte.

 

Bewertung: $$ 

 

Bodycount: 20 Gringos   16 Indianer   2 Frauen   1 Kind

 

 

 

 

Ein Einsamer kehrt zurück (Il Ritorno di Clint, il Solitario)      

 

R: Alfonso Balcázar ("George Martin"); B: Giovanni Simonelli, Enzo Passadore; K: Jaime Deu Casas; M: Ennio Morricone; D: George Martin, Klaus Kinski, Fernando Sancho

 

Nach Jahren kehrt Revolverheld Clint Merrison (Alfonso Balcázar) als Gesetzloser zu seiner Frau Norma und seinen beiden Kindern nach Kearnville zurück. Seine Familie hatte er einst verlassen, um seinen ermordeten Bruder zu rächen. Nun möchte er die Colts niederlegen, um ein friedliches Farmerdasein zu führen. Doch nicht nur die verlassene Familie ist erstmal wenig erfreut über seine Rückkehr. Zusätzlich machen Slim Naughton (Fernando Sancho) und seine Bande den Siedlern das Leben zur Hölle, um für einen schmalen Dollar an deren Grundstücke zu kommen. Und dann ist da noch Kopfgeldjäger Scott (Klaus Kinski), der gerne die fünf Riesen kassieren möchte, die auf Merrison ausgesetzt sind.

 

Das sagt der Gunslinger:

Durchschnittswestern von 1972, in dem Hauptdarsteller Alfonso Balcázar ( "George Martin") auch Regie führte. Bemerkenswert sind einige erfrischend brutale Saloonschlägereien und die Tatsache, dass sich Kinski diesmal nicht als sadistisches Abziehbild durch die Gegend mordet, sondern durchaus menschliche Züge besitzt.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount: 20 Gringos

 

  

 

Ein Loch im Dollar (Un Dollaro bucato)       

 

R: Giorgio Ferroni (Calvin Paget); B: G.F., Giorgio Stegani (George Finley); K: Toni Secchi (Tony Dry); M: Gianni Ferrio; D: Giuliano Gemma, Ida Galli (Evelyn Stuart), Pierre Cressoy (Peter Cross")

 

Das Wiedersehen der Brüder Gary (Giuliano Gemma) und Phil Hamilton  (Neno Zamperla) in Yellowstone endet tödlich: Gary lässt sich vom  stinkreichen McCory anheuern, um den angeblichen Banditen "Blackeye" unschädlich zu machen. Dass "Blackeye" in Wirklichkeit kein Bandit und sein Bruder  Phil ist, erkennt Gary zu spät. Phil stirbt, doch Gary rettet ein  Silberdollar in der Brusttasche das Leben. Er schleust sich in McCory's Bande ein,  die mit Überfällen die örtlichen Farmer in den Ruin treibt, so dass sie ihr Eigentum für'n Appel und 'n Ei an McCory verscherbeln müssen. Am Ende  ist Phil gerächt und die Schurken standesgemäß "verbleit".

 

Das sagt der Gunslinger:

Unterhaltsamer Western eher "amerikanischer" Machart aus dem Jahr 1965, allerdings in gewohnter Ferroni-Qualität ("Calvin Paget"). Giuliano  Gemma, der hier wie in seinen weiteren beiden Ferroni-Filmen "Gary" heißt,  rennt die erste Hälfte des Films leider mit Gesichtsmatratze durch die  Gegend, bevor er sich endlich mal rasiert. Wie bei Giorgio Ferroni üblich, muss Gemma wieder allerhand heftige Misshandlungen erdulden. Netter "Zeichentrick"-Vorspann.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount:  27

 

 

 

Für drei lumpige Dollar (No soy un asesino)      

 

R: Giorgio Ferroni (Calvin Paget), B: Augusto Finochi, Fernando Dilleo, Remigio del Grosso; K: Toni Secchi; M: Gianni Ferrio; D: Giuliano Gemma, German Cobas, Teresa Gimpera, Serge Marquand, Gia Sandri, Danielle Vargas

 

Gary Ryan (Giuliano Gemma) wird neuer Sheriff im Viehzüchterstädtchen Greenfield. Hier treibt eine Bande von Viehdieben unter Führung von Bürgermeister Gold ihr Unwesen. Die Gang hängt dem wackeren Sheriff mit Hilfe getürkter Zeugenaussagen einen Mord an. Der hat nun alle Hände  voll zu tun, um sich wieder rein zu waschen und dem Mob das Handwerk zu legen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Western von der Stange, den Giorgio Ferroni ("Calvin Paget") 1966 inszenierte. Dennoch leidlich unterhaltsam, dank Giuliano Gemma, der  wieder reichlich Gelegenheit hat, die Jacke voll zu kriegen und ordentlich auszuteilen.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount: 20 Gringos            28 Mexikaner

 

 

 

Der Gefürchtete (Sartana nella valle degli avvoltoi)

 

R: Roberto Mauri; B: R.M.; K: Sandro Mancori; M: Augusto Martelli; D: William Berger, Wayde Preston, Aldo Berti, Carlo Giordana

 

Der steckbrieflich gesuchte Spieler und Revolverheld Lee Galloway (William Berger) ist immer auf der Suche nach einem schnellen Dollar. Da kommt ihm ein üppiges Zubrot gerade recht, was er sich von der Befreiung der Brüder Craig aus dem Knast von Springfield verspricht: Jason (Wayde Preston), Pete (Aldo Berti) und Willie (Carlo Giordana) haben nämlich der Armee eine Kiste Goldbarren geklaut und warten dafür jetzt auf den Galgen. Gegen entsprechende Gewinn-Beteiligung holt sie Galloway aus der Todeszelle. Doch die sauberen Brüder denken gar nicht daran zu teilen und versuchen, das Problem nach dem Motto Er suchte Gold und fand Blei zu lösen. Nun ja, man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wer am Ende mit gut gefüllten Satteltaschen in den Sonnenuntergang reiten darf.

 

Kritik des Gunslingers

Auch optisch völlig missglückter Westernschrott von Roberto Mauri aus dem Jahr 1970, den die passablen Darsteller nicht rausreißen können. Ist schon irgendwie rührend, wie Will Berger im Kreis durch die Vorort-Kiesgrube stolpert, die das Tal des Todes darstellt.

 

Bewertung: $

 

Bodycount: 14

 

 

 

Das Gold von Sam Cooper (Ognuno per se)        

 

R: Giorgio Capitani (George Holloway); B: Augusto Caminito, Fernando di Leon; K: Giuseppe Gatti; M: Carlo Rustichelli; D: Van Heflin, Gilbert Roland, Klaus Kinski, Jorge Hill (George Hilton)

 

Sam Cooper (Van Heflin) ist auf eine fette Bonanza gestoßen. Doch er braucht Hilfe, um das Gold abzutransportieren. Aber wem trauen? Er heuert seinen Ziehsohn Manolo Sanchez (George Hilton) an, der wiederum den zwielichtigen Blonden (Klaus Kinski) ins Team holt. Das passt dem alten Sam gar nicht, und so nimmt er seinen alten Kriegskameraden Mason (Gilbert Roland) mit, der allerdings noch mit ihm ein Hühnchen zu rupfen hat. Jede Menge Zündstoff in der Mannschaft also. Und am Ende der entbehrungsreichen Goldsuche bewahrheitet sich Sams bittere Erkenntnis: Wenn Du reich bist, dann ist Dein Leben keinen Cent mehr wert.

 

Das sagt der Gunslinger:

Atmosphärisch dichter Italo mit klasse Bildern (Giuseppe Gatti). Giorgio Capitani (George Holloway) inszenierte dieses Stück über Freundschaft, Hass und Moral 1967. Kinski gibt eine Kostprobe seiner stillen Gefährlichkeit, und Charmeur Jorge Hill (George Hilton) ist ein böser Junge. Carlo Rusticelli steuerte den klassischen Sixties-Orchesterscore bei.

 

Bewertung: $$$$

 

Bodycount: 15

 

 

 

 

Ein Halleluja für Camposanto (Gli Fumavano le Colt Lo Chiamavano Camposanto)       

 

R: Giuliano Carnimeo (Anthony Ascott); B: Ezo Barboni (E.B. Clucher); K: Stelvio Massi; M: Bruno Nicolai; D: Gianni (John) Garko, William Berger

 

Eine Gangsterbande kassiert Schutzgelder von den Ranchern im Städtchen Harlington. Rancher Red McIntire (Ugo Francreggi) lässt seine zwei Söhne George (John Fordyce) und John (Christopher Chittel) aus England kommen, um ihm beizustehen. Doch sind diese durch das europäische Leben verweichlicht und geraten prompt in lebensgefährliche Situationen. Der Fremde Camposanto (Gianni Garko) hilft ihnen ein paar Mal aus der Patsche und lehrt sie, mit dem Schießeisen umzugehen. Richtig brenzlig wirds, als Camposantos alter Bekannter, der Revolverheld Der Graf (William Berger), bei den Gangstern anheuert.

 

Das sagt der Gunslinger:

Guter, eher humorvoller Western von Giuliano Carnimeo (Anthony Ascott) aus dem Jahr 1971, der die Klamaukschiene glücklicherweise nie überdehnt. Garko als mysteriöser Fremder und Berger als geldgieriger, aber sympathischer Graf waren offensichtlich wieder mit Spaß bei der Sache. Die Musik (Bruno Nicolai) ist klassisch Italo: Gitarren und Männerchöre. Gleiches gilt für die Kamera (Stelvio Massi), die mit vielen Nah- und Detailaufnahmen aufwartet.

 

Bewertung: $$$ - $$$$

 

Bodycount:                35 Gringos            1 Mexikaner

 

Specials:

Camposanto führt einen kleinen Revolver unter seinem Hut mit sich

Der Graf nimmt seinen Whisky aus einem silbernen zusammenfaltbaren Becher ein, den er vor jedem Konflikt geräuschvoll zusammenschiebt. Und er trinkt eigentlich immer.

 

 

 

 

Keinen Cent für Ringos Kopf (Massacro al Grande Canyon)      

 

R: Albert Brand, Sergio Corbucci (= "Stanley Corbett"), B: S.C.; K: Enzo Barboni (= "E.B. Clucher"; M: Gianni Ferrio; D: James Mitchum, Jill Powers, Giorgio Ardisson

 

Wes Evans (James Mitchum) legt die letzten beiden Gangster um, die einst seinem Vater das Licht ausgeblasen hatten. Die zwei Jahre lange Jagd ist zu Ende, und Evans kehrt zurück in sein Heimatdorf, um in Ruhe Kühe zu züchten. Doch gepflegte ländliche Beschaulichkeit ist leider Fehlanzeige: Es tobt ein Krieg zwischen zwei rivalisierenden Großranchern, und zu allem Überfluss hat seine Freundin Nancy (Jill Powers) inzwischen den ältesten Sohn eines der beiden geheiratet. Es fließt noch allerhand Blut die staubigen Hänge hinunter, bevor Evans endlich Frieden stiften und sich mit seiner inzwischen natürlich verwitweten Ex-Ex-Freundin auf seine eigene Farm zurückziehen kann.

 

Das sagt der Gunslinger:

Diese erste Fingerübung von Sergio Corbucci im Western-Genre aus dem Jahr 1965, folgt bezüglich Ausstattung, Handlung und Kameraführung stark den US-amerikanischen Standards. Die klassischen Muster des Italo-Westerns fehlen hier noch, auch wenn der irreführende deutsche Titel einen anderen Eindruck erwecken möchte. Hier ging's wohl nur darum, Kohle zu machen im Schlepptau der "echten" Ringo-Western.

Corbucci inszenierte unter seinem Pseudonym Stanley Corbett zusammen mit dem US-Veteranen Albert Brand. Die Kamera führte Enzo Barboni als E.B. Clucher. Trotz der versammelten Prominenz hinter den Kulissen ein schlaffes Opus.

 

Bewertung: $ 

 

Bodycount: 69

 

 

 

 

Man nennt ihn Sacramento (Sei lettato Amico, hai incontrato Sacramento)

 

R: Giorgio Cristallini; B: G.C.; K: Fausto Rossi; M: Franco Micalizzi; D: Ty Hardin, Giacomo Rossi Stuart, Christian Hay, Jenny Atkins

 

Jack Thompson (Ty Hardin), genannt "Sacramento", prügelt sich als Preisboxer lieber in Saloons als sich um seine Hacienda zu kümmern, die daher seine Kinder Maggie (Jenny Atkins) und Jim (Christian Hay) schmeißen müssen. Doch mit der "Spaßkloppe" ist bald Feierabend: Banditenchef Tom Murdock (Giacomo Rossi Stuart) entführt Sally, um ihm angeblich noch zustehende Wettgelder mit Nachdruck einzufordern. "Sacramento" heftet sich an seine Fersen.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Handlungs- und spannungsarmer Film von Giorgio Cristallini aus dem Jahr 1972 Nur die gute Kameraführung (Fausto Rossi) und der Soundtrack von Franco Micalizzi halten bei diesem graupigen Western bei der Stange. Pluspunkte gibt's natürlich für die schnafften 70s-Fönfrisuren der Protagonisten. Mit dem B-Movie-Ami Ty Hardin (u.a. "SOS Charterboat", "Bronco") und dem 60er-Jahre-"Joachim Fuchsberger" Italiens, Giacomo Rossi Stuart, sind die Hauptrollen adäquat besetzt.

 

Bewertung: $-$$

 

Bodycount: 24

 

Specials:

Sacramentos Pferd "Ringo" (sic!) hat ein paar schöne Szenen

 

 

 

Ringo, such Dir einen Platz zum Sterben (Joe! Cercati un Posto per morire)

 

R: Giuliano Carmineo ("Anthony Ascott"); B: G.C, Hugo Fregonese, Lamberto Bienvenuti; K: Riccardo Pallottini; M: Gianni Ferrio; D: Jeffrey Hunter, Piero Lulli, Pascale Petit, Gianni Pallavicino ("Gordon York"), Reza Fazeli, Nello Pazzafini ("Ted Carter"), Daniela Giordana

 

Paul Martin (Piero Lulli) und seine Frau Lisa (Pascale Petit) entdecken eine reiche Goldader. Paul hantiert leider etwas ungeschickt mit Dynamit und wird unter einem Geröllhaufen eingeklemmt. Lisa landet auf der Suche nach Hilfe im Absturz-Nest Nido de Aguila, einem Ort, wo man "das Wort 'Geld' in jeder Sprache versteht." Hier unterhält sich auch Joe Collins, genannt "Ringo", trübsinnig mit seinem Whiskyglas. Er hat eine steile Karriere vom Offizier zum steckbrieflich gesuchten Waffenschieber vorzuweisen. Doch entschließt er sich, Lisa zu helfen, und er sammelt als Fußtruppen eine geldgierige Bande Zuhälter, Revolverhelden und Wanderprediger ein. Die Aktion gerät zum Fiasko, denn der mexikanische Banditenhäuptling Chato ist schneller: Paul hat eine letzte Runde auf Chatos Folterbank gewonnen, und das Gold ist weg. Zum Showdown geht es wieder zurück nach Nido de Aguila. Hier zieht unser gemischtes Häuflein den Mexikanern ordentlich die Hosen stramm.

 

Die Kritik des Gunslingers:

Gemessen am mir bisher untergekommenem Carmineo-Standard ein recht schwaches Werk aus dem Jahr 1968. Der bereits ein Jahr später an einer Gehirnblutung gestorbene Ami Jeffrey Hunter macht seine Sache ordentlich, trägt aber leider einen geradezu lächerlich kleinen Hut. Das mag unwichtig erscheinen, doch ist die Hutgröße ein inzwischen allgemein anerkannter Qualitätsstandard ;-). Die Damen sind, wie im Italo üblich, Freiwild, doch Pascale Petit und Daniela Giordano sehen hinreißend aus. Erstere darf sogar ab und zu ihre Brüste entblößt durch Bild schaukeln. Das lässt auch einen unserer Lieblings-Schurkendarsteller, Nello Pazzafini ("Ted Carter"), nicht kalt, worauf er von Ringo prompt zum Duschen geschickt wird. Guter Soundtrack von Gianni Ferrio. Was den Film aber letztendlich vollends kippt, ist einmal die Synchronisation, die leider immer wieder ins Prollig-Derbe abgleitet. Zweitens hat scheinbar ein Grob-Motoriker Hand angelegt: Die Zensurschere (ca. fünf Minuten) wurde so sensibel benutzt wie ein Fleischerbeil.

 

Bewertung: $$

 

Bodycount: 8 Gringos 28 Mexikaner

 

 

  

Sabata (Ehi amico ... c'e Sabata: Hai chiuso!)          

 

R: Gianfranco Parolini (= Frank Kramer); B: G. P., Renato Izzo; K: Alessandro Mancori; M: Marcello Giombini. D: Lee Van Cleef; William Berger; Pedro Sanchez 

 

Banditen rauben aus der Bank des texanischen Kaffs Daugherty 100.000 Dollar. Hinter dem Raub steckt Großgrundbesitzer Stengel, der mit dem Zaster Grundstücke in Daugherty aufkaufen möchte, die durch die nahende Eisenbahn dramatisch an Wert gewinnen werden. Doch die Gangster haben die Rechnung ohne den Kopfgeldjäger Sabata (Lee Van Cleef) gemacht: Er legt die Banditen allesamt um und bringt die Leichen inklusive geraubtem Tresor wieder zurück, um 5.000 Dollar Prämie zu kassieren. Gleichzeitig erpresst er die Drahtzieher des Raubes, die nun alles dransetzen um den lästigen Fremden für immer loszuwerden.

 

Das sagt der Gunslinger:

Cooler und zu Recht geschätzter Italo von Gianfranco Parolini (aka "Frank Kramer") aus dem Jahr 1969, der ganz ohne die genretypischen Brutalitäten auskommt. Lee Van Cleef ist wie gemacht für die Rolle des Waffennarren und Technikfreaks Sabata, den allein die Kohle interessiert. "Italo-Stammgast" William Berger hat eine nette Nebenrolle als zwielichtiger Ex-Sabata-Kumpel "Banjo".

Erwähnenswert auch der Soundtrack von Marcello Giombini, der sich sogar in Bacheske Orgeleien hinein versteigt.

 

Bewertung: $$$$

 

Bodycount: ca.63 Gringos 8 Mexikaner

 

Specials:

- Sabata ist technisch versiert: Er baut beispielsweise Ledertaschen zu tödlichen Waffen um oder nutzt schon die Technik des Grammophons.

- Das Waffenarsenal Sabatas ist vielfältig: ein weitreichendes Spezialgewehr (Sein Motto: "Es ist immer besser, Abstand zu halten.") und eine kleine, aber vielläufige Pistole

- "Banjo" kann da nicht wirklich gegen an stinken, hat aber immerhin sein Instrument mit einem Gewehr aufgerüstet.

 

 

 

Sabata kehrt zurück (Il ritorno di Sabata)           

 

Regie: Gianfranco Parolini (= Frank Kramer); Buch: Renato Izzo, G.P.; K: Sandro Mancori; M: Marcello Giombini; D: Lee Van Cleef, Reiner Schöne, Giampiero Albertini

 

Das texanische Städtchen Hobsonville steht unter Kontrolle des stinkreichen Joel McIntock (Giampiero Albertini). Er erhebt von den Bürgern allerhand seltsame Steuern und Abgaben unter dem Vorwand, diese später für den Ausbau der Stadt zu verwenden. Doch natürlich hat das irische Schlitzohr ganz andere Pläne mit der Kohle. Mit der Wildwest-Show eines Wanderzirkus verschlägt es auch Sabata (Lee Van Cleef) in das Nest. Der macht fortan McIntock das Leben schwer, um selber seinen Reibach zu machen.

 

Das sagt der Gunslinger:

1971 drehte Gianfranco Parolini diese einzige echte Sabata-Fortsetzung. Er verließ sich dabei auf das schon in Teil Eins bewährte Personal: Neben Van Cleef spielen auch Aldo Canti und Ignazio Spalla als Sabata-Kumpels wieder mit. Den zwielichtigen Sabata-Freund gibt diesmal Reiner Schöne als Spielcasino-Besitzer Clyde Fannon.

Im Gegensatz zum stärkeren ersten Teil betont Parolini hier die komischen und (selbst)-ironischen Aspekte.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount:     26, 1 Frau

 

Specials:

Sabata bleibt sich treu als Mann der Technik. In seinen Zigarillos versteckt er schon mal Blasrohr-Pfeile; er bringt in einem Orden eine Pistole unter und nutzt die erstaunlichen Eigenschaften von Magneten. Dazu besitzt er immer noch die faszinierende kleine, vielläufige Pistole aus dem ersten Teil.

 

 

 

Sartana töten war sein täglich Brot (Sono Sartana, il vostro Becchino) 

 

R: Giuliano Carnimeo (Anthony Ascott); B: Tito Carpi, Enzo dellAquila; K: Giovanni Bergamini; M: Vasco und Mancuso; D: Gianni (John) Garko; Frank Wolff, Klaus Kinski, Ettore Manni, Gordon Mitchell

 

Als die Northwest Bank im Glücksspieler-Nest Poker Falls bei einem blutigen Banküberfall um 300.000 Dollar erleichtert wird, fällt der Verdacht auf Sartana (Gianni Garko). Sofort heften sich diverse Kopfgeldjäger auf seine Fährte, um die ausgesetzten zehn Riesen zu kassieren. In Poker Falls sucht Sartana nach den wahren Übeltätern, um sie dort hin zu bringen, wo sie hingehören, nämlich unter die Erde. Eine wichtige Rolle scheint der frischgebackene Spielcasino-Besitzer Baxter Red (Ettore Manni) zu spielen, der auf mysteriöse Weise zu Geld gekommen ist.

 

Das sagt der Gunslinger:

Dritter Film des Sartana-Serials, den Giuliano Carnimeo (Anthony Ascott) 1969 drehte. Wieder hat Gianni (John) Garko die Hauptrolle als schwarz gewandeter, zwielichtiger Revolverheld und Spieler Sartana, der es genießt, seine Gegner gleich dutzendweise umzupusten. Klaus Kinski hat eine schöne Nebenrolle als Kopfgeldjäger und glückloser Spieler Hot Death, der gar nicht so schnell Leute umlegen kann, wie er Spielschulden anhäuft. Trotz bewährter Nebendarsteller wie Frank Wolff und Ettore Manni, kommt der Film nicht über solide Dutzendware hinaus.

Carnimeo und Garko arbeiteten bis 1970 übrigens noch bei zwei weiteren Sartana-Filme zusammen.

 

Bewertung: $$$

 

Bodycount: 79 Gringos  1 Mexikaner

 

Specials:

Sartana führt wieder sein Markenzeichen mit sich: eine kleine vierschüssige Pistole, deren Trommel die vier Spielkartenfarben trägt

 

 

 

 

Seine Waffe war Dynamit (Il suo nome era Pot, ma lo chiamavano Allegria!)       

 

R: Demofilo Fidani (Dennis Ford), B: Luigi Giachia, Diego Spataro; K: Mario Masini; M: Nico Fidenco; D: Lincoln Tate, Peter Martell, Gordon Mitchell

 

Pot (Lincoln Tate) und sein Bruder Ray (Peter Martell) sind im Bankgeschäft: abheben, statt einzahlen. Zusammen mit ihrer Zufallsbekanntschaft, dem Gangsterboss Steve (Gordon Mitchell), räumen  sie die Bank von Black City aus. Doch Steve's Bande hat keine Lust zu  teilen, und so wird Ray kurzerhand umgelegt. Pot erfährt erst später von dem  Mord und muss sich jetzt Steve vorknöpfen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Wieder kein Meisterwerk von Demofilo Fidani, der diesmal als "Dennis  Ford" inszenierte. Die Handlung ist verworren und unlogisch. der Film aus dem Jahr 1971 wirkt insgesamt hingerotzt und kann sich nicht entscheiden,  ob er nun witzig oder ernsthaft sein möchte.

 

Bewertung: $

 

Bodycount: 15 Gringos   8 Mexikaner

 

 

 

Sein Wechselgeld ist Blei (I Giorni della Violenza)

 

R: Alfonso Brescia (Al Bradley); B: Mario Amendola, Gian Luigi Buzzi, Paolo Lombardo, Antonio Boccacci; K: Fausto Rossi; M: Bruno Nicolai; D: Karl Hirenbach (Peter Lee Lawrence), Beba Loncar, Luigi Vannucchi, Nello Pazzafini, Andrea Bosic, Rosalba Neri

 

Während des amerikanischen Bürgerkrieges leidet die Bevölkerung von Fair Wood/Missouri unter den Yankees von Captain Dan Clifford (Luigi Vanucchi). Als Clifford seinen Bruder Clelland umlegt, reißt dem herzensguten Johs Lee (Peter Lee Lawrence) die Hutschnur: Er schwört Rache, kündigt seinen Job bei Rancher Evans (Andrea Bosic) und schließt sich Butch (Nello Pazzafini) an. Der leitet zwar eine Partisanen-Truppe, finanziert seinen Krieg aber leider mit Postkutschenüberfällen und ist auch sonst ein ziemlich übler Vertreter. Nach Kriegsende hat Johs die Arschkarte: Während sich Clifford mit Johs Ex-Verlobter, der Evans-Tochter Christine (die jugoslawische B-Movie-Goddess Beba Loncar), vergnügt und ihr Vater den Besatzern in den Allerwertesten kriecht, sind auf Johs Kopf 5.000 Dollar ausgesetzt. Doch auch, wenn er bis zum Ende mit liebesvernebeltem Hirn seinen Racheplan etwas schleifen lässt: Am Ende hat jeder das, was er verdient, und Mr. Evans kann nur noch hilflos zuschauen, wie Johs und sein geliebtes Töchterchen davongaloppieren. Fine.

 

Kritik des Gunslingers

Erstaunlich gelungener Brescia-Western aus dem Jahr 1967: Die Atmosphäre ist stimmig auch dank der Kamera von Routinier Fausto Rossi, die Story weist keine größeren Schnitzer auf, und der Orchesterscore von Bruno Nicolai ist edel. Die Hauptrolle hat der deutsche Spaghetti-Star Karl Hirenbach (Peter Lee Lawrence), der sich im Alter von 29 Jahren, 1974, das Leben nahm.

 

Bewertung: $$-$$$

 

Bodycount: 46, 1e Frau

 

 

 

 

Sie verkaufen den Tod / Der Dicke und das Warzenschwein (Una Ragione per vivere et una per morire)

 

R: Tonino Valerii; B: Ernesto Gastaldi; K: Alejandro Ulloa; M: Riz Ortolani; D: James Coburn, Carlo Pedersoli ("Bud Spencer"), Telly Savallas

 

Vom Konföderierten-Major Ward (Telly Savallas) übelst erpresst, muss Yankee-Colonel Pembroke (James Coburn) das Fort Holman kampflos preisgeben. Unehrenhaft gefeuert, erhält er die Chance zur Rehabilitation, in dem er mit einer Truppe von acht Galgenstricken die schwerbewachte Festung  zurückerobert. Und dann ist da noch das Gerücht von Gold im Wert von 500.000 Dollar, das im Hof des Forts verbuddelt sein soll. Der fette Eli (Carlo Pedersoli = "Bud Spencer") soll als Südstaaten - Agent verkleidet, den Überfall einstielen und die Alarmanlagen außer Gefecht setzen.

 

Die Kritik des Gunslingers

Bekannte Geschichte, von Tonio Valerii 1972 allerdings flott und stilvoll mit einer guten Darsteller-Riege in Szene gesetzt. Den Todesstoß versetzt dem ursprünglich ernsthaften Film allerdings die völlig unpassende, weil auf witzig getrimmte, und prollige Synchro. Kostprobe: Dir hat wohl einer ins Gehirn geschissen, Du Nappsülze! So ist ein Zwitter entstanden, der die auch durch den Titel erweckten Erwartungen auf einen Bud-Spencer-Jux-Western nicht halten kann. Zudem ist der Film in der Regel nur in stark beschnittenen Fassungen zu sehen.

 

Bewertung:  $$ - $$$

 

Bodycount: ca. 55 Gringos   1 Indianer

 

 

 

 

Die Stunde der Aasgeier (Carogne si nasce)    

 

R: Alfonso Brescia (= Al Bradley); B: Aldo Lado, Augusto Finocchi; K: Fausto Rossi; M: Lallo Gori. D: Glenn Saxson, Gordon Mitchell

 

Eine unheilige Allianz von Rinderbaron Adams und der lokalen Stadtprominenz terrorisiert die Kleinbauern der Stadt Houston City, um diese zu vertreiben. Ein US-Marshall (Glenn Saxson) soll für Ruhe und Ordnung sorgen. Aber der geschniegelte Lackaffe kann anscheinend nicht mit dem Colt umgehen und scheint eher daran interessiert zu sein, seine eigene Schatulle zu füllen. Dann wird der Sheriff, der bis dahin allein noch die Interessen der Kleinbauern vertreten hatte, vom Adams-Mob umgelegt. Als Adams auch noch den Revolverschwinger Donkey (grottenschlecht: Gordon Mitchell) anheuert, scheint für die Farmer alles verloren.

 

Das sagt der Gunslinger:

Trash-Regisseur Alfonso Brescia (aka Al Bradley) führte Regie bei diesem schlappen Italo-Western aus dem Jahr 1968. Auf der eindeutigen Haben-Seite des Films stehen das letztendlich doch überraschende Ende sowie eine brutale Lynchszene: Um seinen bereits baumelnden Bruder Frank zu retten und vom Strick abzuschneiden, muss der Hufschmied Billy Ryan unter dem Gejohle der Adams-Family den mit Fett eingeschmierten Galgen emporklettern. Das endet so wie für viele das gefürchtete Erklimmen des Seils in der Turnstunde.

 

Bewertung: $ - $$

 

Bodycount: 63 Gringos

 

 

 

Tampeko / Tampeko - ein Dollar hat zwei Seiten (Per pochi dollari ancora)    

 

R: Giorgio Farroni ("Calvin Paget"); B: Augusto Finocchi, Massimiliano Capriccioli; Sandro Continenza, Remigio Del Grosso, Leonardo Martin, Gilles Demoulin; K: Rafael Pacheco; M: Bruno Nicolai, Ennio Morricone; D: Guillano Gemma, Sophie Daumier, Dan Vadis,José Calvo, Ángel De Pozo

 

1866, ein Jahr nach Kriegsende, hat eine Rebellenkompanie unter Führung von Major Sanderson die Waffen immer noch nicht niedergelegt. Sanderson, korrupt und geldgierig, macht gemeinsame Sache mit dem Banditenchef Riggs. Sie planen, die Soldaten auf das schwer bewaffnete Fort Yuma zu hetzen und im Gefechtstrubel das dort gelagerte Gold zu rauben. Von diesem Plan kriegen die Nordstaatler Wind: Ein kleiner Trupp wird losgeschickt, um Fort Yuma zu alarmieren. Mit dabei ist der kriegsgefangene Südstaaten-Lieutenant Gary "Tampeko" Diamond (Guiliano Gemma), der als Scout dient und seine alten Kameraden von dem selbstmörderischen Plan abhalten und zur Aufgabe bewegen soll. Doch bis die Sache ausgestanden ist, müssen noch allerhand brave und vor allem weniger brave Männer ins Gras beißen.

 

Das sagt der Gunslinger:

Leicht überdurchschnittlicher Western von Giorgio Ferroni (aka Calvin Paget) aus dem Jahr 1966. Die Geschichte passt, und Guiliano Gemma trägt sein lausbubenhaftes Jungsgesicht durch den Set, das selbst härteste Misshandlungen nicht entstellen können. Der gute Musik-Score stammt von Bruno Nicolai, das Titelmotiv von Ennio Morricone (nicht im Vorspann genannt).

 

Bewertung: $$$

 

 

 

Zwei Aasgeier (Tutto per tutto)     

 

R: Umberto Lenzi; B: Nino Stresa, Eduardo Brochero; K: Alejandro Ulloa; M: Marcello Giombini. D: Mark Damon, John Ireland, Fernando Sancho

 

Die Revolverhelden Johnny West (Mark Damon) und Goofo (John Ireland) retten zwei mexikanische Pferdediebe vor dem Strang. Zum Dank beteiligen die beiden Johnny an der Jagd nach vier Goldkisten, die die Mexikaner-Bande von Carranza geraubt und versteckt hat. Der kleinen Truppe schließen sich noch der Indianer Copperface, seine Frau Maria und Goofo an. Die Suche wird zum Erfolg, doch ist auch Carranzas Rückholaktion extrem erfolgreich: Bis auf Goofo verlieren alle ihr Gold und die meisten auch ihr Leben wieder an die Mexikaner. Zusammen versuchen Johnny und Goofo, den Mexikanern die Goldkisten wieder abzujagen, doch verfolgen beide dabei unterschiedliche Ziele.

 

Das sagt der Gunslinger:

Solider und atmosphärisch stimmiger Italo von Umberto Lenzi aus dem Jahr 1967. Die Geschichte bleibt immer spannend, auch Dank der beiden Hauptdarsteller, die sich bei der Goldsuche immer wieder gegenseitig übers Ohr hauen. Guter Musik-Score von Marcello Giombini.

 

Bewertung: $$$ - $$$$

 

Bodycount:     Gringos: 3        Mexikaner: 11  Frauen: 1         Indianer: 1